Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, 4051 Basel, Hörsaal 001
Gesellschaft & Kultur
Was das Valley herrschen nennt
Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Adrian Daub, J.E. Wallace Sterling Professor an der Stanford University, über sein Buch "Was das Valley herrschen nennt"
Wie das Silicon Valley Macht ausübt - Gastvortrag von Prof. Dr. Adrian Daub (Stanford University), Bild: zVg
Die von Elon Musk ins Leben gerufene Abteilung für Regierungseffizienz DOGE ist nur die Spitze des Eisbergs. In den letzten Jahren hat das Silicon Valley die Macht in den USA übernommen. Meta, Palantir & Co. bestimmen jetzt, wer reguliert, ja, wer regiert. Günstlinge der Tech-Milliardäre durchsetzen den Verwaltungsapparat. Energiepolitik wird fast nur noch für die Kryptobranche und KI-Startups gemacht. Und die anti-woke Agenda der Titanen münzt Trump eins zu eins in Dekrete um.
In Investorenmeetings und in Hörsälen, in Science-Fiction-Büchern, Fortpflanzungskliniken und in Sadomaso-Kellern spürte Adrian Daub dem nach, was für diese Konzerne, was für ihre Lenker, Dominanz bedeutet. Sie haben die Herrschaft an sich gerissen. Aber verstehen sie überhaupt, was herrschen ist? [Adrian Daub, Suhrkamp, 2026]
Im Anschluss an den Vortrag sind alle Teilnehmenden herzlich zu einem Apéro eingeladen. Der Anlass wird auf Deutsch durchgeführt. Er ist öffentlich, und der Zutritt ist gratis. Es wird um eine Anmeldung gebeten.
Prof. Dr. Adrian Daub ist der J.E. Wallace Sterling Professor in the Humanities im Department für Germanistik an der Universität Stanford (USA). Zurzeit ist er auch Barbara D. Finberg Director der Michelle R. Clayman Institute for Gender Research. Zu seinen Forschungsinteressen gehören Deutsche Literatur-, Kultur- und Geistesgeschichte nach 1790; Feminismus, Gender- und Sexualitätsstudien; Geschichte des feministischen Denkens; Deutscher Idealismus und Deutsche Romantik; Philosophie, Gender und Sexualität; Deutsche Literatur und Deutscher Film nach dem Zweiten Weltkrieg; Musik und Deutsche Moderne; Fin-de-siècle-Oper; Marxismus der Frankfurter Schule; Fotografie und Literatur; Bild- und Klangkultur sowie Affektstrukturen und Erinnerungskultur.
Adrian Daub (*1980 in Köln) studierte Vergleichende Literaturwissensch am Swathmore College (USA), bevor er einen M.A. und Ph.D in Comparative Literature and Literary Theory von der Universität von Pennsylvania erhielt. Seit 2013 ist er an der Universität Stanford, zwischenzeitlich war er auch Gastprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der Universität Bern und an der Universität Mannheim.
Daub hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter: Cancel Culture Transfer, Wie eine moralische Panik die Welt erfasst (Suhrkamp, 2023), Was das Valley denken nennt (Suhrkamp, 2020) und die Englischen Titeln Tristan’s Shadow – Sexuality and the Total Work of Art after Wagner (University of Chicago Press, 2013) sowie die in Kürze erscheinende Publikation Who Killed #MeToo? How Media Made and Unmade a Movement mit Moira Weigel und Alison Dahl Crossley.
Veranstalter:
Forschungsnetzwerk Responsible Digital Society und Fach Soziologie
Der Kalender der Universität Basel listet Veranstaltungen auf, die von der Universität Basel, ihren zahlreichen Einheiten sowie von akkreditierten studentischen Organisationen und assoziierten Institutionen angeboten werden. Sie sprechen ein grösseres Publikum an, sind öffentlich und für alle zugänglich. In der Regel ist der Eintritt frei.
Sie können Ihren Anlass ebenfalls im Veranstaltungskalender eintragen lassen, sofern er die oben genannten Kriterien erfüllt. Senden Sie dazu Titel, Kurztext, Zeit, Ort, Veranstalter, Link auf Webseite und falls vorhanden Foto (JPG) und Programmflyer (PDF) an E-Mail: agenda@unibas.ch