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Universität Basel

27. Dezember 2017

Kalte und emotionslose Persönlichkeitszüge zeigen sich in der Gehirnstruktur von Jungen

Junge sitzt auf einer Treppe

Bei Jungen gehen kühle und emotionslose Persönlichkeitszüge mit strukturellen Veränderungen im Gehirn einher, nicht aber bei Mädchen. Dies zeigt ein europäisches Forscherteam unter der Leitung der Universität Basel und der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel in einer Studie zur Gehirnentwicklung bei 189 Jugendlichen. Die Fachzeitschrift «Neuro Image Clinical» hat die Resultate veröffentlicht.

Kühle und emotionslose Persönlichkeitszüge können ein Risiko für eine beeinträchtigte Entwicklung der Empathie und der Gewissensentwicklung darstellen. Kinder und Jugendliche reagieren weniger auf emotionale Reize in ihrer Umwelt, sie bevorzugen häufig gefährliche Aktivitäten, in denen sie weniger Vorsicht oder Ängstlichkeit zeigen. Forschende und Ärzte haben solchen Persönlichkeitsmerkmalen in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt, da diese in Zusammenhang mit der Entwicklung von Störungen des Sozialverhaltens gebracht werden.

Bis heute haben sich Forschungsergebnisse vor allem auf klinische Stichproben beschränkt. Jugendliche mit einem psychiatrischen Störungsbild leiden allerdings häufig auch noch an weiteren Störungen, wie beispielsweise Angst- oder Aufmerksamkeitsstörungen. Bislang war deshalb unklar, ob die Verbindungen zwischen Gehirnstruktur und Gehirnfunktion allein auf kühle, emotionslose Persönlichkeitszüge  oder auf Begleiterkrankungen zurückzuführen sind.

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