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Universität Basel

11. Juni 2020

Urs Frey erhält wichtigsten Schweizer Pädiatrie-Preis

Porträtfoto von Urs Frey
Prof. Dr. Urs Frey (Foto: UKBB)

Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) ehrt Prof. Dr. Urs Frey mit dem diesjährigen Guido-Fanconi-Gedenkpreis. Mit seiner Forschungsgruppe untersucht er die Entstehung von Asthma und die Lungenentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern. Die SGP verleiht den mit 10'000 Franken dotierten Preis jährlich für herausragende Arbeiten zugunsten der Pädiatrie.

Frey ist seit 2010 Professor für Pädiatrie an der Universität Basel und ärztlicher Direktor des Universitäts-Kinderspitals beider Basel. Ein Fokus seiner Forschung ist der Einfluss von Luftschadstoffen und Genetik auf die Entstehung von Asthma und das Lungenwachstum bei Säuglingen und Kleinkindern. Seit über 20 Jahren leitet er dazu eine gross angelegte Langzeitstudie.

Seine Forschungsgruppe entwickelt auf Basis von Langzeitbeobachtungen mathematische Modelle von chronischen Atemwegserkrankungen, um Schwankungen im Krankheitsverlauf sowie das Risiko beispielsweise für Asthmaanfälle vorherzusagen. Weiterhin war Frey federführend an der Entwicklung der nicht invasiven Lungenfunktionsmessung bei Kleinkindern beteiligt und hat zur internationalen Standardisierung dieser Methode beigetragen.

Ansätze für personalisierte Medizin

Neben seiner Arbeit in Klinik und Forschung engagiert sich Frey aktuell als Chairman im National Steering Board des Swiss Personalized Health Network (SPHN). Im Auftrag des Bundes erarbeitet diese interdisziplinäre Gruppe innovative Ansätze, wie Gesundheitsdaten ethisch verantwortungsvoll sowie gesetzes- und datenschutzkonform für eine personalisierte Medizin eingesetzt werden können. Zudem ist er Mitglied der Lancet Commission für COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung).

Der Gedenkpreis trägt den Namen des Zürcher Kinderarztes Guido Fanconi (1892–1979), der als Begründer der modernen Pädiatrie gilt. Wegen der Corona-Pandemie wurde die diesjährige Preisverleihung auf den 12. November 2020 verschoben.

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