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Universität Basel

24. August 2021

Ernennung und Beförderung von vier Professorinnen

Mit Dr. Andrea Hofmann und Dr. Sabine Rumpf ernennt die Universität zwei Frauen zu Assistenzprofessorinnen mit Tenure Track. Dr. Stefanie Knopp erhält im Rahmen des SNF-Förderprogramms «Prima» eine befristete Assistenzprofessur. Prof. Dr. Dominique Brancher wird zur Full Professorin befördert.

Prof. Dr. Andrea Hofmann
Prof. Dr. Andrea Hofmann (Bild: zvg)

Die Universität hat Andrea Hofmann per 1. Oktober 2021 zur Assistenzprofessorin (mit Tenure Track) ernannt. Sie wird die Professur für Experimental Quantum Computing with Semiconductors am Departement Physik antreten. Ihre Anstellung erfolgt im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts SPIN, dank dem zwei neue Assistenzprofessuren geschaffen werden. Die zweite Professur für Quantum Computing and Quantum Condensed Matter Theory wird zu einem späteren Zeitpunkt besetzt.

Hofmann promovierte 2017 mit der Arbeit «Thermodynamics and Spin–Orbit Interaction at the Level of Single Electrons», für die sie mit der ETH-Medaille für ausserordentliche Doktorarbeiten ausgezeichnet wurde. Sie absolvierte bereits ihren Bachelor und Master in Physik an der ETH Zürich. Nach ihrer Promotion forschte Hofmann als Postdoktorandin mit einem eigenen Marie-Curie-Forschungsstipendium am Institute of Science and Technology Austria. Die 32-Jährige zeichnet sich durch ihre hochstehende Forschung aus. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich Halbleiter-Nanostrukturen für die Untersuchung der Physik auf der Ebene einzelner Elektronen und Quantenpunkte mit Spin-Qubits. Zudem forscht sie zu hybriden Supraleiter-Halbleiter-Bauelementen für die Untersuchung von Andreev-Spin-Qubits und topologische Superaleitung.

Ökologie: Klimaveränderungen im Vordergrund

Prof. Dr. Sabine Rumpf
Prof. Dr. Sabine Rumpf (Bild: zvg)

Per 1. Februar 2022 ernennt die Universität ausserdem Sabine Rumpf zur Assistenzprofessorin (mit Tenure Track) für Ökologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Vegetationsökologie im Hinblick auf Umweltveränderungen, die Biodiversität und die Naturschutzbiologie in arktischen und alpinen Lebensräumen.

Für ihre Arbeit verwendet sie historische Daten, die sie mit rezenten Feldaufnahmen über räumliche Gradienten vergleicht sowie statistische Modellierung und Feldexperimente. Zukünftig möchte sie klären, welche Faktoren die Verbreitungen und Verbreitungsveränderungen von Pflanzen und die Interaktionen zwischen ihnen beeinflussen. So sollen später genauere Vorhersagen über die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Pflanzenwelt gemacht werden können.

Rumpf promovierte 2018 mit der Arbeit «Climate-driven range dynamics and current disequilibrium in Alpine vegetation» an der Universität Wien, wo sie auch ihren Bachelor in Biologie und Master in Ökologie erlangte. Seit 2019 arbeitet die 35-Jährige als Postdoktorandin an der Universität Lausanne und war davor als Postdoktorandin an der Universität von Otago (Neuseeland) tätig.

Assistenzprofessur für «Prima»-Stipendiatin

Stefanie Knopp wird vom Rektorat zur Assistenzprofessorin an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt (ohne Tenure Track). Die Ernennung erfolgt rückwirkend per 1. August 2021. Sie ist seit September 2019 «Prima»-Stipendiatin am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) und forscht zur Epidemiologie und Kontrolle parasitärer Wurminfektionen. Das Förderinstrument «Prima» des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ist ein Karriereinstrument, das Frauen auf dem Weg zur Professur unterstützt.

Beförderung von Prof. Dr. Dominique Brancher

Prof. Dr. Dominique Brancher wird vom Universitätsrat zur Full Professorin befördert. Brancher ist seit 2009 als Assistenzprofessorin für französische Literaturwissenschaft und seit 2015 als Associate Professorin an der Universität Basel tätig. Seither hat sie zwei Monographien sowie mehrere weitere Beiträge veröffentlicht. Die Beförderung erfolgt rückwirkend per 1. August 2021.

2018 erhielt sie das Angebot für ein Full Professorship an der Yale University, das sie allerdings ablehnte. Seither wird sie regelmässig als Gastprofessorin nach New Haven eingeladen, ausserdem wurde sie zum «Chaire Montaigne» an der Université Bordeaux ernannt. Brancher ist keine rein «philologische» Literaturwissenschaftlerin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Verhältnis von Literatur und Lebenswissenschaften, sie ist Spezialistin für die kulturell bedeutsamen Wechselwirkungen zwischen Entwicklungen des Denkens in Medizin und Naturwissenschaft von Biologie bis zur Geschichte der Zeitmessgeräte.

Freigabe von zwei Professuren

Mit den Professuren für Cyber Security und Physikalische Chemie gibt der Universitätsrat zwei neue Professuren zur Besetzung frei. Die Professur für Cyber Security geht auf die Umwidmung der bestehenden Professur für Angewandte Informatik zurück. Der bisherige Inhaber, Prof. Dr. Thomas Vetter, wird per Ende Herbstsemester 2021 vorzeitig emeritiert.

Mit der Wegberufung von Prof. Dr. Anatole von Lilienfeld wird eine zeitnahe Nachfolge für die Professur für Physikalische Chemie gesucht. Die Professur stellt eine Kernkompetenz des Departements Chemie dar.

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