x
Loading
+ -

Universität Basel

Pfizer Forschungspreise für drei Basler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Gruppenbild der Preisträgerinnen und Preisträger
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2023. (Foto: Stiftung Pfizer Forschungspreis)

Der Pfizer Forschungspreis gilt als eine der bekanntesten Auszeichnungen für medizinische Forschung in der Schweiz. Dieses Jahr werden drei junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Forschungsstandort Basel damit ausgezeichnet.

26. Januar 2024

Gruppenbild der Preisträgerinnen und Preisträger
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2023. (Foto: Stiftung Pfizer Forschungspreis)

Seit über 30 Jahren prämiert die Stiftung Pfizer Forschungspreis herausragende Erkenntnisse aus der biomedizinischen Grundlagenforschung und der klinischen Forschung. Mit der diesjährigen Preisverleihung ehrt die Stiftung 13 Wissenschaftler für ihre exzellenten Arbeiten, drei davon am Forschungsplatz Basel:

Die Herzkrankheit arrhythmogene Kardiomyopathie kann vor allem junge Sportler unvermittelt aus dem Leben reissen. Forschende der Universität Basel haben Mäuse genetisch so verändert, dass sie einen ähnlichen Krankheitsverlauf entwickeln wie Menschen. Damit ist es einem Team am Departement Biomedizin gelungen, bisher unbekannte Mechanismen und neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren. Erstautorin Prof. Dr. Camilla Schinner, die heute an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig ist, erhielt dafür den Preis für Grundlagenforschung in der Kategorie «Kardiovaskuläre Medizin, Urologie und Nephrologie».

Der Preis für klinische Forschung in der Kategorie «Kardiovaskuläre Medizin, Urologie und Nephrologie» ging an Dr. Matthias Diebold von Universität Basel und Universitätsspital Basel. Er konnte zeigen, dass die Impfung gegen SARS-CoV-2 nicht mit dem Auftreten einer entzündlichen Nierenerkrankung (Glomerulonephritis) assoziiert ist – im Gegensatz zu Berichten, wonach mRNA-basierte Impfstoffe mit solchen Erkrankungen in Verbindung gebracht wurden. Diebold konnte diesen Mythos widerlegen, indem er nachwies, dass die beobachtete Inzidenz von Glomerulonephritis während der Impfkampagne nicht von der erwarteten Inzidenz auf der Basis der vorangegangenen fünf Jahre abwich.

Dr. Barbara Swiatczak vom Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel erhielt den Preis für klinische Forschung in der Kategorie «Neurowissenschaft und Neurologie». Swiatczak ging der Frage nach, warum manche Kinder im Laufe des Wachstums durch die Verlängerung des Augapfels eine Kurzsichtigkeit entwickeln, während dies bei anderen ausbleibt. In einem Experiment machte sie sich die unterschiedlichen Wellenlängen des sichtbaren Lichts zunutze: Durch digitale Filterung der einzelnen Farbkanäle gelang es, die Netzhaut auszutricksen und bei gesunden Probanden Veränderungen der Augenlänge hervorzurufen.

nach oben