x
Loading
+ -

Universität Basel

Sexuelle Belästigung

Sexual Harassment 2017

Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo persönliche Grenzen nicht respektiert werden und Macht über andere ausgeübt wird.
Die Universität Basel duldet keinerlei sexuelle Belästigung. Wir nehmen unsere Verantwortung als Arbeitgeberin ernst, allen Mitarbeitenden und Studierenden ein belästigungsfreies Arbeits- und Studienumfeld zu ermöglichen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel

Definition Sexismus und sexuelle Belästigung

Unter Sexismus versteht man jede Art der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Wenn Frauen und Männer beispielsweise wegen ihres Aussehens oder ihrer sexuellen Orientierung verspottet werden, ist das ein sexistisches Verhalten. Sexismus ist eine Form von sexueller Belästigung.

Als sexuelle Belästigung gilt jede Verhaltensweise mit sexuellem Bezug, die von einer Seite unerwünscht ist oder die eine Person in ihrer Würde verletzt.

Belästigung kann sich während der Arbeit ereignen, bei universitären Abendveranstaltungen, bei einer Sprechstunde oder im Hörsaal. Sexuelle Belästigung kann mit Worten, Gesten oder Taten ausgeübt werden. Sie kann von Einzelpersonen oder von Gruppen ausgehen.

Die Folgen sexueller Belästigung auf die psychische und physische Gesundheit können schwerwiegend sein.

Formen sexueller Belästigung

  • Anzügliche, zweideutige oder abwertende Bemerkungen
  • Sexistische Bemerkungen, Witze über sexuelle Merkmale, Verhaltensweisen oder über die sexuelle Orientierung
  • Obszöne Zeichen, Gesten, Gebärden
  • Aufdringliche Blicke
  • Konfrontation mit pornografischem Material oder Nacktbildern
  • Unerwünschte Einladungen mit eindeutiger Absicht
  • Unerwünschte Telefonate, Briefe oder Mails mit sexuellem Bezug
  • Annäherungsversuche, die mit Versprechen von Vorteilen oder Androhen von Nachteilen einhergehen
  • Unerwünschter Körperkontakt
  • Sexuelle Übergriffe, Nötigung oder Vergewaltigung

Ausschlaggebend ist nicht die Absicht der belästigenden Person, sondern wie ihr Verhalten bei der betroffenen Person ankommt, ob diese es als erwünscht oder unerwünscht empfindet.

Leitfaden Sexuelle Belästigung Universität Basel, 2017

Was steckt hinter sexueller Belästigung?

Hauptmotiv sexueller Belästigung ist die Ausübung von Macht und Dominanz. Sie hat nichts mit Erotik oder Anziehung zu tun. Die sexuelle Ebene bietet sich an, weil die Opfer in diesem Bereich besonders verletzbar sind. Diese Grenzüberschreitungen dienen unter anderem dazu, die betroffenen Personen in untergeordneten Positionen zu halten oder sie an einer beruflichen Weiterentwicklung und Karriere zu hindern.

Flirt oder sexuelle Belästigung – wo liegen die Unterschiede?

Der Grat zwischen einem Flirt und sexueller Belästigung mag auf den ersten Blick nicht eindeutig sein, doch es gibt klare Unterschiede.

Ein Flirt... 

  • ist eine gegenseitige Entwicklung
  • ist aufbauend und bestärkend
  • ist von beiden Seiten erwünscht
  • respektiert persönliche Grenzen

Sexuelle Belästigung... 

  • ist eine einseitige Annäherung
  • ist erniedrigend und beleidigend
  • ist von einer Person nicht erwünscht
  • verletzt persönliche Grenzen

 

Gesetzliche Rahmenbedingungen in der Schweiz

Sexuelle Belästigung wird in mehreren Rechtstexten behandelt und aufgegriffen, unter anderem:

 

Regelungen an der Universität Basel

nach oben