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Universität Basel

3D-Modelle für die Medizin.

Text: Reto Caluori

Der 3D-Druck hält rasant Einzug in die Medizin und findet in Spitälern immer neue Anwendungen. Am Universitätsspital Basel wird die Technik genutzt, um Implantate herzustellen und komplexe Operationen im Vorfeld zu planen.

Modell einer künstlichen Schädelplatte: Am Universitätsspital Basel werden 3D-Drucker verwendet, um exakte Implantate herzustellen. (Bild: Universität Basel, Christian Flierl)
Modell einer künstlichen Schädelplatte: Am Universitätsspital Basel werden 3D-Drucker verwendet, um exakte Implantate herzustellen. (Bild: Universität Basel, Christian Flierl)

3D-Drucker erleichtern die Fertigung von passgenauen Implantaten. Die Daten für die Modelle stammen von bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie (CT) und der Magnetresonanztomografie. Mit solchen Schnittbildern kann das Universitätsspital Basel auf eigenen 3D-Druckern eine massstabsgetreue Nachbildung anfertigen, welche die individuelle Anatomie eines Patienten präzise wiedergibt.

Die Interpretation von CT-Bildern am Bildschirm ist selbst mit 3D-Simulationen anspruchsvoll. Verglichen damit lassen sich an den Modellen aus dem Drucker die anatomischen Verhältnisse, der Verlauf verschiedener Gewebe und die Grössendimensionen intuitiv begreifen. So können Ärztinnen und Ärzte eine präzise Vorstellung der Situation gewinnen, die sie beim Eingriff vorfinden werden – etwa bei Frakturen an Gesicht und Schädel, bei Nierentumoren oder bei komplexen Herzoperationen.

Bewährt haben sich die Modelle auch in Lehre und Ausbildung sowie um Patienten einen geplanten Eingriff anschaulich zu erklären. 3D-Drucker erleichtern auch die Fertigung von passgenauen Implantaten. Das erlaubt es den Chirurgen, im Operationssaal schneller, präziser und erfolgreicher zu arbeiten. Die Patienten profitieren von einer kürzeren Narkose, die Klinik spart teure OP-Minuten.


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