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Universität Basel

Pflanzenstoffe gegen Pilze.

Text: Christoph Dieffenbacher

Forscher suchen nach Pflanzenstoffen, die das schädliche Kupfer im Kampf gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten ersetzen könnten.

(Bild: Universität Basel, Christian Flierl)
(Bild: Universität Basel, Christian Flierl)

Kupfer kommt seit über 100 Jahren als wirksames Mittel im Pflanzenschutz zum Einsatz, um Pilzkrankheiten an Weinreben, Äpfeln und Kartoffeln zu bekämpfen. Das Schwermetall hält Pilzsporen vom Keimen ab. Doch Kupfer wirkt in grossen Mengen toxisch, reichert sich in Boden und Grundwasser an – und sollte daher ersetzt werden.

Gerade der Biolandbau muss vom Kupfer wegkommen, um glaubwürdig zu bleiben. Alternativen sind deshalb gefragt: Forschende des Departements Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Basel suchen zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick nach Pflanzenstoffen, die das schädliche Kupfer im Kampf gegen Falschen Mehltau, Apfelschorf und Kartoffelmehltau ersetzen könnten.

Im Labor testeten sie über 2500 verschiedene Pflanzenextrakte auf ihre Wirksamkeit gegen die Pilzerreger. Mithilfe von chromatografischen und spektroskopischen Methoden konnten sie deren aktive Inhaltsstoffe charakterisieren. Die Forschenden brachten schliesslich die ausgewählten Pflanzenextrakte unter kontrollierten Bedingungen auf Setzlingen und später in Feldversuchen zum Einsatz. Die Wissenschaftler sind optimistisch: So konnten sie mehrere wirksame Extrakte und ihre aktiven Inhaltsstoffe identifizieren, wovon sich zwei in Feldversuchen als besonders vielversprechend erwiesen haben.


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