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Universität Basel

Erfolgreiche Germanisten

Basler Studenten gründeten 2011 ein Literaturmagazin – mit Erfolg: «Das Narr» hat sich inzwischen als eine der wichtigen Literaturzeitschriften in der Schweiz etabliert und wurde kürzlich mit dem Fachpreis Literatur des Kantons Solothurn ausgezeichnet.

Experimentierfreudige Zeitschriftenmacher (von links): Adam Schwarz, Mirko Leuenberger (Grafik), René Frauchiger, Lukas Gloor, David Lüthi (Grafik), Daniel Kissling; es fehlt Jan Müller.
Experimentierfreudige Zeitschriftenmacher (von links): Adam Schwarz, Mirko Leuenberger (Grafik), René Frauchiger, Lukas Gloor, David Lüthi (Grafik), Daniel Kissling; es fehlt Jan Müller.

Die Universität Basel scheint ein Anziehungspunkt für innovative und unternehmerische Geisteswissenschaftler zu sein: Schon einige Jahre vor Corinna Virchow und Mario Kaiser mit ihrer fulminanten «Avenue» haben 2011 Basler Studenten ein neuartiges und inzwischen etabliertes Literaturmagazin gegründet: «Das Narr». Hinter der Zeitschrift stehen die drei Germanisten René Frauchiger, Daniel Kissling (mittlerweile Alumni) und Lukas Gloor. Letzterer schliesst gerade sein literaturwissenschaftliches Doktorat über Robert Walser ab.

Während seines Bestehens konnte sich «Das Narr» als eine der wichtigen Literaturzeitschriften in der Schweiz etablieren und wird auch im restlichen deutschsprachigen Raum zunehmend bekannter. In den bisherigen 24 Ausgaben haben über 100 Autoren und Autorinnen publiziert – von ihnen nicht wenige zum ersten Mal. Vor zwei Jahren wurde die Redaktion durch Adam Schwarz und Jan Müller verstärkt, beide ebenfalls Alumni des Fachbereichs Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft.

Ein auffallendes Merkmal der Literaturzeitschrift ist die Experimentierfreude der Herausgeber: Jährlich erscheinen in aufwendig gestalteten Sonderausgaben auch eigenständige Buchprojekte, die mit junger Literatur experimentieren und sie unter die Leute bringen, so etwa ein Basler Reiseführer der anderen Art und neu auch Groschenhefte. Die Zeitschriftenmacher veranstalten zudem regelmässig Lesungen in Eigenregie und zusammen mit Literaturinstitutionen und Festivals. Das Magazin wurde 2016 mit dem Fachpreis Literatur des Kantons Solothurn ausgezeichnet. Innovation ist also nicht nur mit Schrauben, Algorithmen und Bits möglich, auch mit reinen Kulturprodukten kann innovativ und erfolgreich agiert werden. Wie die Forschenden in den Life Sciences tragen somit auch Germanisten zum Renommée der Universität Basel bei.


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