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Universität Basel

Nanowelt in hoher Auflösung

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist aus der medizinischen Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Entzündungen, Verletzungen und auch Tumore können damit aufgespürt werden, ohne die Patienten mit hohen Strahlendosen zu belasten. MRT zur Erforschung winziger Nanoobjekte ist dagegen ein Forschungsgebiet, das sich erst in den letzten Jahren aufgetan hat. Der Argovia-Professor Martino Poggio ist einer der Pioniere, der solche Wege beschreitet, um die Nanowelt mit noch besserer Auflösung abzubilden.

Martino Poggio
Martino Poggio will die Nanowelt mit noch besserer Auflösung abbilden. © Universität Basel

In den letzten Jahren hat der Professor für Nanotechnologie am Departement Physik der Universität Basel daran gearbeitet, die Sensitivität eines Mikroskops zu erhöhen, das erstmals dreidimensionale MRT-Analysen von winzigen Nanostrukturen erlaubt.

Dazu entwickelt er multifunktionale Nanodrähte, die neue Formen von hoch auflösender Bildgebung ermöglichen. Sie werden etwa als Messnadeln von Rastersondenmikroskopen eingesetzt und verbessern so deren Empfindlichkeit erheblich. Die Drähte können aber auch für hochpräzise Messungen von Kraft, Masse sowie elektrischen und magnetischen Feldern genutzt werden.

Die Ergebnisse der Forschungsgruppe um Poggio sind unter anderem für die Untersuchung von Nanostrukturen mittels Magnetresonanzmikroskopie von grosser Bedeutung. Zum einen zeigen sie einen möglichen Weg zur Empfindlichkeitsverbesserung von Nano-MRT auf, womit schliesslich Moleküle Atom für Atom abgebildet werden können und Aufnahmen von dreidimensionalen Atomstrukturen unbekannter Makromoleküle ermöglicht werden. Zum anderen liefern sie einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung eines Festkörper-Quantencomputers.

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