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Universität Basel

Familien im Wandel. (02/2020)

Zeichen der wachsenden Attraktivität.

Text: Bettina Volz-Tobler

Der AlumniPreis wird seit 2015 vergeben – als die Organisation AlumniBasel ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Der mit 10'000 Franken dotierte Preis wird von einem Alumnus und Gönner gestiftet und soll sichtbar machen, wie die Alumni und Alumnae der Universität Basel nach ihrer Ausbildung in vielfältiger Weise die Gesellschaft bereichern.

Als AlumniBasel 2005 von Rektorat und Regenz ins Leben gerufen wurde, waren Alumni für die Schweiz ein noch weitgehend unbekanntes Thema. Ganz anders im angelsächsischen Bereich, wo Ehemaligenorganisationen seit mehr als 100 Jahren ganz selbstverständlich zu einer Universität gehören. Aber würde dies auch im ganz verschieden aufgebauten Hochschulsystem der Schweiz funktionieren? Die Idee, dass man wie an der Harvard University mit den Alumni sagenhafte Reichtümer in die Kassen der Universität spülen könnte, war sehr verlockend, aber, wie sehr schnell klar wurde, ebenso illusionär.

Die Anfänge von AlumniBasel waren damit zugegebenermassen nicht einfach. Die ersten Versuche mit grossen, fakultätsübergreifenden Anlässen, wie sie etwa an der ETH Zürich (Homecoming Day) und der Universität St. Gallen (Alumni-Ball) mit Erfolg durchgeführt wurden und werden, erwiesen sich als verfrüht. Auch wenn die Programme attraktiv gestaltet waren – im für seine Grösse überaus veranstaltungsreichen Basel konnte keine befriedigende Besucherzahl erreicht werden.

Erfolgreich waren hingegen die kleineren Veranstaltungen, so etwa die Generalversammlung und der zusammen mit der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft (FAG) und dem Förderverein seit 2010 mit wachsendem Erfolg durchgeführte Herbstanlass zu universitätspolitischen Themen. Auf diesem Wege konnten sich die Alumni langsam, aber sicher sichtbar und bekannt machen.

Es fehlte aber immer noch ein glanzvoller Anlass, der zeigen würde, was Alumni für die Universität Basel bedeuten können. Da reifte die Idee, im Rahmen des Dies academicus, des höchsten Festtags der Universität Basel, einen AlumniPreis zu verleihen, um in einem grösseren Rahmen in Erscheinung zu treten. Auch hier mussten verschiedene Hürden genommen werden. Es ist Rektorin Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki zu verdanken, dass mit ihrem Amtsantritt 2015 erstmals der AlumniPreis im Rahmen des Dies academicus verliehen werden konnte.

Die seither ausgezeichneten Alumnae und Alumni zeigen, dass die Universität Basel durchaus in der Topliga mithalten kann. Die fünf bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger haben in den verschiedensten Gebieten eine weit über das Lokale hinausgehende Wirkung erzielt und tragen damit zum nationalen und internationalen Renommée der Universität Basel bei. Der AlumniPreis macht diese Tatsache sichtbar.

Bildung und Bindung

Seit 2005 hat sich die Mitgliederzahl von AlumniBasel vervielfacht und liegt inzwischen bei rund 6000 Aktiven. Besonders erfreulich ist das Wachstum der Fachalumni, die inzwischen auf 14 Gruppen angewachsen sind. Ihre Gründer und Gründerinnen gehören durchwegs zur jüngeren Generation und engagieren sich vor allem aus zwei Gründen als Alumni: Sie haben zum einen den Wert eines Netzwerks erkannt und lassen zum anderen auch durchaus einen auf die Universität Basel bezogenen «Alumni-Pride» erkennen. Die neu entstandenen Fachalumni werden vom Lehrkörper aktiv unterstützt, was eine viel intensivere Verbindung zwischen Alumni, Studierenden und Lehrenden begründet.

Damit schliesst sich der Kreis zum AlumniPreis: Dass man sich als Alumna oder Alumnus aktiv mit der Universität Basel identifiziert, hat mit der im Studium genossenen Bildung und Bindung sowie mit der Relevanz und positiven Wahrnehmung der Absolvierenden im gesellschaftlichen Umfeld der Universität zu tun.

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