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Universität Basel

09. September 2021

Statistik mit Pfiff: Datenanalyse fördert Krebsgene zutage

DNA
Noch unbekannte Krebsgene aufzuspüren ist der erste Schritt zu neuen Therapien. (Bild: Braňo / unsplash)

Forschende der Universität Basel haben eine Analysemethode entwickelt, um Gene aufzuspüren, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Mit diesem Ansatz konnten sie eine Reihe neuer Krebsgene identifizieren, darunter eines, das eine Rolle bei Brustkrebs spielt.

Noch unbekannte Krebsgene aufzuspüren ist die Grundlage dafür, neue Zielstrukturen für Krebsmedikamente zu entdecken. Die Suche nach Krebsgenen ist dank neuer Techniken so effizient geworden wie noch nie. Schalteten Forschende früher ein Gen nach dem anderen in Zellen aus, um so den Effekt und die Rolle des Gens zu untersuchen, gelingt dies heutzutage parallel in Tausenden von Zellen. Mithilfe spezieller Biomoleküle, sogenannter «short hairpin RNAs», können zielgerichtet jeweils unterschiedliche Gene ausgeschaltet werden. Diese sogenannten «Screening»-Experimente erzeugen riesige Datensätze.

Forschende um Dr. Salvatore Piscuoglio von der Universität Basel und Dr. Ng von der Universität Bern haben eine statistische Analyseplattform entwickelt, um die Datensätze aus Screening-Experimenten systematisch nach Genen zu durchforsten, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Von diesem neuen wichtigen Werkzeug für die Forschung berichten sie im Fachjournal «Nucleic Acid Research».

Bei der Analyse geht es vor allem auch darum, durch Vergleiche solcher Experimente in verschiedenen Krebszelllinien Gene aufzuspüren, die spezifisch für bestimmte Krebsarten sind.

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