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Universität Basel

21. Mai 2019

Lehrpreise der Universität Basel vergeben: Auszeichnungen für exzellente Dozierende

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Teaching Excellence Awards 2019: Prof. Rainer Greifeneder, Prof. Brigit Obrist, Camelia Chebbi, Kerem Bilgen, Helge Bezold und Prof. Erik Petry. (von links; Bild: Universität Basel, Oliver Hochstrasser)
Die Gewinnerinnen und Gewinner der Teaching Excellence Awards 2019: Prof. Rainer Greifeneder, Prof. Brigit Obrist, Camelia Chebbi, Kerem Bilgen, Helge Bezold und Prof. Erik Petry. (von links; Bild: Universität Basel, Oliver Hochstrasser)

Die Universität Basel hat am Montag, 20. Mai 2019, sechs herausragende Dozierende und Mitarbeitende mit den Teaching Excellence Awards ausgezeichnet. Die Jurys für die fünf verschiedenen Kategorien setzten sich aus Studierenden, Dozierenden sowie Studiendekaninnen und -dekanen zusammen und wählten aus fast 500 Nominationen die Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Vizerektor Prof. Dr. Thomas Grob verlieh die Teaching Excellence Awards im Rahmen eines Festakts im Kollegienhaus und überbrachte den Preisträgerinnen und Preisträgern wie auch den anderen Nominierten die Glückwünsche und den Dank der Universität. Besonders stark vertreten bei Preisen und Shortlist-Nennungen ist in diesem Jahr die Philosophisch-Historische Fakultät.

Modern Scholarship (Credit Suisse Award for Best Teaching)

Mit dem Preis in der Kategorie «Modern Scholarship», zugleich einer der Credit Suisse Awards for Best Teaching, wurde Prof. Dr. Erik Petry vom Zentrum für Jüdische Studien ausgezeichnet. Erik Petrys Veranstaltungen «machen süchtig», so wurde es der Jury mehrfach beschrieben – etwa ein Forschungsseminar zur Oral History unter Einbezug von Zeitzeugen. Viele von ihm gehaltene Lehrveranstaltungen gelten den Teilnehmenden als prägend für ihre akademische Karriere, nicht zuletzt, weil er innovative Wege aufzeigt, die es für zukünftige Forscherinnen und Forscher noch zu beschreiten gibt. Mit seinem herausragenden Unterricht und enormen Engagement regt er Studierende zu eigenständigem Denken und zur Entwicklung eigener Forschungsfragen an, begegnet ihnen «auf Augenhöhe» und begeistert sie auch durch besonders interessante und wertvolle Prüfungen.

Starke Fundamente

Wieder war dies die Kategorie, für die (neben «Modern Scholarship») mit Abstand die meisten Nominationen von Studentinnen und Studenten eingingen – ein Zeichen für den hohen Stellenwert von Grundlagenveranstaltungen, die Fundamente für das weitere Studium schaffen. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Rainer Greifeneder von der Fakultät für Psychologie. Seine abwechslungsreichen, gut strukturierten Vorlesungen in Sozialpsychologie besuchen Studierende mit grossem Interesse und beschreiben begeistert seine Motivationsfähigkeiten. Durch regelmässige Fragerunden und Quiz per Mobile Voting können Teilnehmende ihren Wissensstand überprüfen und werden zum Weiterdenken motiviert.

Beschreiten neuer Wege

Die Kategorie «Beschreiten neuer Wege» stand in diesem Jahr unter dem Motto «Learning means connecting». Die Preisträgerin Prof. Dr. Brigit Obrist arbeitet als Titularprofessorin des Fachbereichs Ethnologie zugleich an der Philosophisch-Historischen Fakultät und am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, worin sich bereits spiegelt, dass sie in ihrer Arbeit Verbindungen zwischen Fakultäten, Themen und Personen schafft. Ihre Themen trägt sie international in eine breite Öffentlichkeit und knüpft ein breites, nachhaltiges Netzwerk zwischen Studierenden und Forschenden nationaler und internationaler Universitäten, NGOs und Wirtschaft. Dabei bindet sie ihre Studierenden aktiv in ihre Forschungstätigkeit und den öffentlichen Diskurs ein.

Future Talents (Credit Suisse Award for Best Teaching)

Zum ersten Mal wird der Teaching Excellence Award auch in der Kategorie «Future Talents» vergeben: für besonderes Talent und Engagement in der Lehre von Promovierenden und Postdocs. Der Preisträger, Dipl.-Theol. Helge Bezold, doktoriert seit 2018 an der Theologischen Fakultät und ist Assistent bei Prof. Dr. Sonja Ammann. Seine Veranstaltungen, in die er neue, zeitgemässe Forschungsansätze einbringt, gelten als abwechslungsreich, spannend und interaktiv gerade auch durch den Einsatz neuer Medien. Durch sein leidenschaftliches Engagement in Veranstaltungen, Prüfung und Betreuung fühlen sich Studierende in ihrem Lernprozess optimal unterstützt. «Gute Lehre», so Helge Bezold, «ist wie ein gutes Fondue: Einer muss es anrühren, viele müssen mitmischen und am Ende muss man ein Fenster öffnen.»

Dienst an der Lehre

«Die Lehre braucht nicht nur Hauptdarsteller» – sondern ein förderliches Umfeld für ein reibungsloses Studium und lebhaften Austausch auch über die Grenzen des Unterrichts hinaus. In der Kategorie «Dienst an der Lehre» gab es diesmal gleich zwei Persönlichkeiten, deren Engagement in diesem Bereich mit dem Teaching Excellence Award ausgezeichnet wurde

Kerem Bilgen ist Geschäftsführer des studentischen Veranstaltungsraums «Verso», der aus der alten «skubar» entstand und inzwischen zu einer festen Institution im Basler Studierendenleben geworden ist. Neben Partys und regelmässigen Konzerten ist auch Platz für studentische Projekte und Initiativen aller Art. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und die Identifikation mit der Universität. Kerem Bilgens aussergewöhnliches Engagement unter anderem auch beim Umbau und Neustart des «Verso» wird von den Studierenden enorm geschätzt – und nicht zuletzt bietet er vielen die Möglichkeit, bei der Organisation und im Barbetrieb Erfahrungen in einem hervorragend geleiteten Team zu sammeln.

Camelia Chebbi, MA, ist Leiterin des Koordinationsbüros des Masters in Sustainable Development und bewegt sich als solche zwischen drei Fakultäten – eine besondere Herausforderung für die organisatorischen und administrativen Abläufe des Studiums. Zum einen ist die Ausgangslage der Studierenden sehr divers, zum anderen gilt es das Lehrangebot mehrerer Fakultäten im Detail zu kennen und die für die Studierenden sinnvollen Angebote auszuwählen. Mit enormem Wissensschatz und ausserordentlich grossem Einsatz ist Camelia Chebbi für die Studierenden in diesem Studiengang, den sie selbst mit konzipiert hat, jederzeit eine verlässliche und kompetente Ansprechperson und Beraterin.

Weitere Informationen

Fotos von der Preisverleihung, eine Liste der Preisträgerinnen und Preisträger inklusive Shortlist-Nennungen, Informationen zu den Jurys und Preiskategorien sowie eine Übersicht über die Lehrpreise der vergangenen Jahre finden sich auf der Website zu den Teaching Excellence Awards.


Weitere Auskünfte

Prof. Dr. Thomas Grob, Universität Basel, Vizerektor Lehre, Tel. +41 61 207 28 32, E-Mail: thomas.grob@unibas.ch

Illustration

Ein hochaufgelöstes Bild zu dieser Medienmitteilung finden sich in der Mediendatenbank.

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