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Universität Basel erhält Schweizer Energiepreis

Für die Senkung des Energieverbrauchs im Schienenverkehr wird ein Team der Universität Basel und der BLS mit dem Watt d'Or 2019 ausgezeichnet. Vorne rechts der Initiant, der Physiker Prof. Dr. Peter Oelhafen. (Bild: Bundesamt für Energie BFE)
Für die Senkung des Energieverbrauchs im Schienenverkehr wird ein Team der Universität Basel und der BLS mit dem Watt d'Or 2019 ausgezeichnet. Vorne rechts der Initiant, der Physiker Prof. Dr. Peter Oelhafen. (Bild: Bundesamt für Energie BFE)

Das Bahnunternehmen BLS und die Universität Basel gehören zu den Gewinnern des diesjährigen Energiepreises Watt d'Or, der vom Bundesamt für Energie vergeben wird. Sie erhielten die Auszeichnung für ein Modernisierungsprogramm für Schienenfahrzeuge, dank dem erheblich viel Strom eingespart werden kann. Lanciert wurde die Effizienzinitiative vom emeritierten Basler Physikprofessor Peter Oelhafen.

11. Januar 2019

Für die Senkung des Energieverbrauchs im Schienenverkehr wird ein Team der Universität Basel und der BLS mit dem Watt d'Or 2019 ausgezeichnet. Vorne rechts der Initiant, der Physiker Prof. Dr. Peter Oelhafen. (Bild: Bundesamt für Energie BFE)
Für die Senkung des Energieverbrauchs im Schienenverkehr wird ein Team der Universität Basel und der BLS mit dem Watt d'Or 2019 ausgezeichnet. Vorne rechts der Initiant, der Physiker Prof. Dr. Peter Oelhafen. (Bild: Bundesamt für Energie BFE)

Die Watt d’Or-Trophäe wurde den Gewinnerinnen und Gewinnern von Ständerätin Pascale Bruderer am 10. Januar in Bern überreicht. Prof. Dr. Peter Oelhafen, emeritierter Professor für experimentelle Physik an der Universität Basel, konnte den Preis zusammen mit Vertretern des Bahnunternehmens BLS in der Kategorie «Energieeffizente Mobilität» entgegennehmen.

Oelhafen hatte der BLS AG vorgeschlagen, den Energieverbrauch in Schienenfahrzeugen detailliert zu messen, um eine solide Basis für Einsparungen zu gewinnen. Für die Messkampagne wurde einer der BLS-Züge mit Sensoren und Stromzählern ausgerüstet, um den Verbrauch aller Teilsysteme zu messen.

Die Resultate haben gezeigt: Nur etwas mehr als die Hälfte der gesamten Jahresenergie verbraucht ein Zug des Typs «Nina» für das eigentliche Fahren. Ein Drittel wird für Heizung, Lüftung und Kühlung verbraucht. Rund ein weiteres Drittel des Verbrauchs fällt im stehenden Zustand an, da viele Systeme weiterlaufen.

Jahresverbrauch von 3000 Haushalten eingespart

Die eindrücklichen Messresultate haben zu einer umfassenden Modernisierung von 36 S-Bahn-Zügen geführt. Dazu gehörten unter anderem die Einführung eines Schlummerbetriebs, die Modernisierung der Energietechnik sowie der Einbau neuartiger Leuchtmitteln und neuer Fenstergläser.

Damit und mit weiteren Effizienzmassnahmen bei den weiteren Schienenfahrzeug-Flotten spart die BLS jährlich rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom, was einem Jahresverbrauch von über 3000 Haushaltungen entspricht. In Teilprojekten des Energiesparprogramms, das Peter Oelhafen initiiert hat, sind weitere Transportunternehmen sowie viele Partner aus Forschung und Industrie beteiligt.

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