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Universität Basel

Neue Professorinnen und Professoren an der Universität Basel

Die Universität Basel erhält neue Professorinnen und Professoren für Experimentelle Pathologie, Pneumologie, Latinistik, Statistics and Data Science und Youth Mental Health.

28. November 2023

Porträt von Viktor Kölzer
Prof. Dr. Viktor Kölzer. (Foto: Christoph Stulz, USZ)

Der Universitätsrat hat Prof. Dr. Viktor Kölzer zum Klinischen Professor für Experimentelle Pathologie an der Medizinischen Fakultät gewählt. Kölzer ist zurzeit Assistenzprofessor für Digitale Pathologie an der Universität Zürich und Oberarzt am Universitätsspital Zürich. Die Anstellung erfolgt am Universitätsspital Basel mit Amtsantritt am 1. April 2024.

Kölzer studierte Medizin an der Technischen Universität München und wurde 2011 an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Danach war er als Pathologe und Research Fellow an der Universität Bern und am Kantonsspital Baselland tätig und forschte von 2017 bis 2018 im Rahmen eines SNSF Swiss Postdoctoral Fellowship am Wellcome Trust Centre for Human Genetics der Universität Oxford. Im Jahr 2017 erlangte er den Facharzttitel für Pathologie und wurde 2018 zum Honorary Senior Clinical Researcher an der Universität Oxford ernannt. 2019 wurde er auf die schweizweit erste Professur für Digitale Pathologie an die Universität Zürich berufen.

Kölzers Forschungsprofil zeichnet sich durch die innovative Verknüpfung neuester technischer Entwicklungen in der Gewebeanalytik aus, insbesondere durch die Kombination molekularer Techniken und digitaler Bildanalyse in der Pathologie. Die Weiterentwicklung der medizinischen Diagnostik ist ihm ein besonderes Anliegen, und er koordiniert das Strategieprojekt «Swiss Digital Pathology Inititiative» im Rahmen der Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation.

Pneumologie

Porträt von Antje Prasse
Prof. Dr. Antje Prasse. (Foto: zvg)

Zur Klinischen Professorin für Pneumologie an der Medizinischen Fakultät hat der Universitätsrat Prof. Dr. Antje Prasse gewählt. Die Anstellung erfolgt am Universitätsspital Basel mit Stellenantritt am 1. März 2024. Mit der Wahl auf die Professur ist zugleich die Ernennung zur Chefärztin der Klinik für Pneumologie verbunden.

Antje Prasse legte ihr Staatsexamen in Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ab und wurde dort im Jahr 2003 promoviert. Im Jahr 2005 erhielt sie die Anerkennung als Fachärztin für Innere Medizin und 2007 als Fachärztin für Pneumologie. Im Jahr 2008 habilitierte sie sich für das Fach Innere Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Am Universitätsklinikum Freiburg war sie langjährig, zuletzt als geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Pneumologie und als Forschungsgruppenleiterin tätig, bevor sie von 2013 bis 2014 eine Gastprofessur an der Yale University innehatte. 2014 übernahm sie als Oberärztin und Abteilungsleiterin die Leitung des Zentrums für interstitielle Lungenerkrankungen an der Medizinischen Hochschule in Hannover und dem Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin.

Der Schwerpunkt ihrer methodisch diversifizierten Forschung liegt auf dem Gebiet der interstitiellen Lungenkrankheiten und umfasst zahlreiche Krankheitsbilder, die mit fehlgeleiteter Regeneration und einer Schädigung des Binde- und Stützgewebes der Lunge verbunden sind.

Latinistik

Porträt von Cédric Scheidegger Lämmle
Prof. Dr. Cédric Scheidegger Lämmle. (Foto: Perry Hastings/Downing College Cambridge)

Neuer Professor für Latinistik an der Philosophisch-Historischen Fakultät wird Prof. Dr. Cédric Scheidegger Lämmle. Er wird seine Stelle am Departement Altertumswissenschaften am 1. Januar 2024 antreten.

Cédric Scheidegger Lämmle studierte Latinistik, Gräzistik und Neuere deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Basel und St Andrews in Schottland. Im Jahr 2015 wurde er mit einer Dissertation zum Thema Werkpolitik in der Antike promoviert. Nach Abschluss seiner Dissertation verbrachte Scheidegger Lämmle als Stipendiat des SNF einen Forschungsaufenthalt an der Faculty of Classics der Universität Cambridge. 2017 kehrte er im Rahmen einer wissenschaftlichen Assistenz an die Universität Basel zurück. Zugleich lehrte und forschte er als Affiliated Lecturer weiterhin an der Universität Cambridge, wo er 2021 eine Anstellung als College Lecturer resp. Senior Lector und Director of Studies am Trinity College antrat. Inzwischen lehrt und forscht er als College Associate Professor und Fellow in Classics am Downing College der Universität Cambridge.

Scheidegger Lämmle interessiert sich besonders dafür, wie die "klassische" Literatur Griechenlands und Roms über die Jahrhunderte gelesen und interpretiert, befördert oder hinterfragt wurde. So reicht seine Lehr- und Forschungstätigkeit vom antiken Drama bis zur spätantiken Figurendichtung, und umfasst so unterschiedliche Themen wie die antike Literaturkritik, Gender Studies und die Rezeption der klassischen Literatur, von den Editionen und Kommentaren der Renaissance bis zum zeitgenössischen Kino. Dabei vertritt er eine Latinistik, die nicht nur mit den modernen Literatur-, Geschichts- und Kulturwissenschaften in einen Dialog tritt, sondern auch an aktuelle Debatten anschliessen kann.

Statistics and Data Science

Porträt von Mirka Henninger
Prof. Dr. Mirka Henninger. (Foto: zvg/Sonja Ruckstuhl)

Prof. Dr. Mirka Henninger wird neue Assistenzprofessorin mit Tenure Track für Statistics and Data Science an der Fakultät für Psychologie. Sie wird ihre Professur an der Universität Basel zum 1. Februar 2024 antreten.

Mirka Henninger studierte Psychologie an der Universität Mannheim und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahr 2019 wurde sie an der Universität Mannheim an der Fakultät für Sozialwissenschaften promoviert. Seit 2020 ist sie als Postdoktorandin und seit 2023 als Oberassistentin in der psychologischen Methodenlehre am Psychologischen Institut der Universität Zürich tätig. Neben ihren Forschungs- und Lehraktivitäten engagierte sie sich von 2020 bis 2023 im Leitungsteam der Fachgruppe Methoden und Evaluation der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Ihr Forschungsprogramm umfasst die psychometrische Modellierung, Machine Learning Methoden und die Modellierung von Mehrebenendaten. In diesen Bereichen und ihren Schnittstellen entwickelt und evaluiert Mirka Henninger neue statistische Verfahren. In ihrer Forschung untersucht sie psychometrische Modelle zur Verbesserung der Testfairness und zur Kontrolle von Messfehlern. Darüber hinaus evaluiert sie, wie Machine Learning Methoden in der psychologischen Forschung angewandt werden können und wie Mehrebenendaten mithilfe psychometrischer Modelle und Machine Learning Methoden analysiert werden können. Mit ihrer Forschung ermöglicht sie die verbesserte Erfassung psychologischer Merkmale und die optimale Auswertung multivariater Daten in der Psychologie. 

Youth Mental Health

Porträt von Ines Mürner-Lavanchy
Prof. Dr. Ines Mürner-Lavanchy. (Foto: zvg/Conrad von Schubert)

Prof. Dr. Ines Mürner-Lavanchy wird neue Assistenzprofessorin mit Tenure Track für Youth Mental Health. Sie wird ihre Professur an der Fakultät für Psychologie zum 1. März 2024 aufnehmen.

Mürner-Lavanchy studierte Psychologie an der Universität Bern, wo sie 2014 mit einer Arbeit über die Hirnentwicklung bei sehr frühgeborenen Kindern promovierte. Anschliessend war sie als Postdoktorandin und klinische Neuropsychologin in der Neuropädiatrie des Universitäts-Kinderspitals Bern tätig, bevor sie 2017 als Research Fellow an das Turner Institute for Brain and Mental Health der Monash University in Melbourne, Australien, wechselte. Seit 2018 ist sie wissenschaftliche Oberassistentin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universität Bern.

Mürner-Lavanchys Forschung und Lehre deckt den Bereich der klinischen Kinder- und Jugendpsychologie ab. Ihr besonderes Interesse gilt transdiagnostischen Symptomen emotionaler Dysregulation bei Kindern und Jugendlichen, wie pathologischer Irritabilität und Selbstverletzungen. Ihre Forschung zielt darauf ab, durch die Kombination von neurokognitiven, biophysiologischen und alltagsvaliden Ansätzen ein besseres Verständnis der Entwicklung psychischer Störungen zu erlangen und zu deren Prävention beizutragen. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine ganzheitliche Betrachtung psychischer Gesundheit im Entwicklungskontext sowie psychiatrischen und somatischen Erkrankungen aus.

Beförderung

Prof. Dr. Ansgar Kahmen, seit 2013 Associate Professor für Nachhaltige Landnutzung am Departement Umweltwissenschaften der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, wird mit Wirkung ab Frühjahrsemester 2024 zum Full Professor befördert.

Sieben Titularprofessuren

Der Universitätsrat hat die von der Regenz beschlossene Ernennung folgender Personen zu Titularprofessorinnen und Titularprofessoren an der Medizinischen Fakultät genehmigt:

  • PD Dr. Elisabeth Artemis Kappos für Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie
  • PD Dr. Gwendolin Marie Manegold-Brauer für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • PD Dr. Philipp Sahrmann für Restaurative Zahnmedizin und Paradontologie (mit Umhabilitation)
  • PD Dr. Spasenija Savic Prince für Pathologie
  • PD Dr. Regina Schläger für Neurologie
  • PD Dr. Marc Sollberger für Neurologie
  • PD Dr. Özgür Yaldizli für Neurologie

Regenz erteilt Venia docendi

Auf Antrag der Medizinischen, der Philosophisch-Historischen und der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät hat die Regenz Anfang November fünf Personen die Venia docendi und den Grad Dr. habil. erteilt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind damit befugt, den Titel einer Privatdozentin oder eines Privatdozenten und den akademischen Grad eines Doctor habilitatus bzw. einer Doctora habilitata zu führen.

Medizinische Fakultät
  • Dr. Andreas Marco Fischer für Geriatrie
  • Dr. Corina Schuster-Amft für Experimentelle Medizin
  • Dr. Wolfgang Tobias Vogel für Forensische Psychiatrie
Philosophisch-Historische Fakultät
  • Dr. Patricia Hertel für Neuere und Neueste Geschichte
Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Dr. Emiliana Fabbri für Chemie
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