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Universität Basel

11. Februar 2020

Kunstgeschichte und Botanik: Neue Professorin und neuer Professor an der Universität Basel

Neue Professorin für Ältere Kunstgeschichte an der Universität Basel wird Prof. Dr. Aden Kumler aus den USA, neuer Professor für Plant Microbe Interactions Prof. Dr. Klaus Schläppi. Zudem beförderte der Universitätsrat Prof. Dr. Kurt Schmidheiny zum Full Professor für Ökonomie und Angewandte Ökonometrie.

Prof. Dr. Aden Kumler.
Prof. Dr. Aden Kumler.

Prof. Dr. Aden Kumler, die neue Professorin für Ältere Kunstgeschichte an der Philosophisch-Historischen Fakultät, ist derzeit Associate Professor an der Universität Chicago; sie wird ihr Amt in Basel auf den 1. Juli 2020 aufnehmen. Sie gilt als international hervorragende Forscherin und wurde für ihre Lehrtätigkeit in Chicago bereits mit Preisen ausgezeichnet. Kumler ist einer streng interdisziplinären Tradition der europäisch orientierten Mittelalterstudien verpflichtet und strebt eine kritische Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen und Problemen der Kunst- und Kulturgeschichte an.

Geboren 1974 in Cambridge (Massachusetts, USA) studierte Kumler an den Universitäten Chicago und Toronto und wurde 2007 in Harvard in Kunstgeschichte und Architektur promoviert. Im gleichen Jahr wurde sie als Assistant Professor an die Universität Chicago berufen und dort 2013 zum Associate Professor befördert. Unter anderem arbeitete sie 2012/2013 als Fellow der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft Basel am NFS Bildkritik/eikones an der Universität Basel, bevor sie 2014/2015 Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin wurde.

Kumlers Forschungsinteressen sind thematisch und historisch breit gefächert. Ihre erste Monografie «Translating Truth» (2011) untersuchte das Zusammenspiel von Buchmalerei und volkssprachlichen Texten in Frankreich und England. Schwerpunkte bilden auch zentrale Gegenstände der Liturgie zwischen Praktiken, rituellen Vorschriften und theologischen Konzepten im Hoch- und Spätmittelalter, ebenso aktuelle methodische Problemstellungen. Einen neuen Forschungsbereich entwickelt sie rund um die prägende Rolle von Bildern und Kunstwerken bei der Herausbildung historischer Konzeptionen von Eigentum, Preis, Wert, Originalität, Beweis und Echtheit. So fragt sie danach, wie die materiellen Lebensbedingungen das Denken, Vorstellen und Handeln von Menschen beeinflussen.

Prof. Dr. Klaus Schläppi
Prof. Dr. Klaus Schläppi.

Zwischen Pflanzen und Mikroben

Der neue Professor für Plant Microbe Interactions (Botanik) am Departement Umweltwissenschaften der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Klaus Schläppi, ist seit 2018 als Oberassistent an der Universität Bern tätig. Er wird seine Professur an der Universität Basel auf den 1. Juni 2020 aufnehmen. 

Geboren 1977 in Oberdiessbach BE, liess sich Schläppi zunächst in Thun zum Lehrer ausbilden und studierte darauf Biologie an der Universität Fribourg, wo er bis zur Promotion 2009 als wissenschaftlicher Assistent tätig war. Darauf forschte er während drei Jahren als Postdoc am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln. Von 2013 bis 2018 war er Junior Group Leader am landwirtschaftlichen Forschungsinstitut Agroscope in Zürich Reckenholz.

In seiner Dissertation untersuchte Schläppi die molekularen Abwehrmechanismen der Pflanzen gegen Pflanzenschädlinge. Danach dehnte er sein Forschungsgebiet auf den Bereich nicht pathogener Pflanzen-Mikroben-Interaktionen aus, und in den letzten Jahren konzentriert er sich auf das Mikrobiom – die mikrobielle Gemeinschaft – an der Pflanzenwurzel. Dabei untersucht er mit modernsten analytischen Methoden die Bedeutung des Mikrobioms für die Pflanzengesundheit und wie man das Mikrobiom in der Landwirtschaft nutzen kann. Schläppi ist verheiratet und Vater dreier Buben.

Eine Beförderung und zwei Titularprofessoren

Weiter beförderte der Universitätsrat Prof. Dr. Kurt Schmidheiny zum Full Professor für Ökonomie und Angewandte Ökonometrie an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. 2010 wurde Schmidheiny zum Tenure-Track-Assistenzprofessor berufen, und 2015 wurde ihm die Festanstellung gewährt. Die jetzige Beförderung tritt rückwirkend auf den 1. Februar 2020 in Kraft.

Der Universitätsrat genehmigte schliesslich die von der Regenz zuvor beschlossene Ernennung folgender Personen zu Titularprofessoren:  

  • Prof. Dr. Marc Müller für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Medizinische Fakultät)
  • Prof. Dr. Dominic Hoepfner für Chemogenetik (Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)

Weitere Auskünfte

Christoph Dieffenbacher, Universität Basel, Kommunikation, Tel. +41 61 207 30 15, E-Mail: ch.dieffenbacher@unibas.ch

Fotos

Bilder der neu beiden Gewählten finden sich in der Mediendatenbank.

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