x
Loading
+ -

Universität Basel

19. Februar 2020

Türen auf für die «UB Religion»

Die «UB Religion» am Nadelberg wurde feierlich eröffnet. (Foto: Universitätsbibliothek Basel)
Die «UB Religion» am Nadelberg wurde feierlich eröffnet. (Foto: Universitätsbibliothek Basel)

Zum Semesterstart hat die neue UB-Teilbibliothek «UB Religion» ihren Betrieb aufgenommen. Sie vereint religionsbezogene Bestände aus mehreren Bibliotheken und befindet sich in der Theologischen Fakultät.

«Es war ein sportliches Projekt», erklärt Kira von Rickenbach. Sie ist Co-Projektleiterin der Neuorganisation. Aber jetzt, nach einem Jahr und insbesondere einer intensiven dreiwöchigen Grossaktion ist es geschafft: Die Bestände der Bibliothek der Theologischen Fakultät wurden mit denjenigen des Zentrums für Jüdische Studien und den religionsbezogenen Medien aus der UB Hauptbibliothek zusammengeführt.

Die neueren dieser Medien befinden sich am Nadelberg 10 und sind unmittelbar für die Benutzung zugänglich. Ältere Werke, bei denen die Nachfrage geringer ist, wurden ins Magazin der UB Hauptbibliothek verschoben und können über den Katalog bestellt werden.

Benutzerfreundliche Veränderungen

«Eine der grundlegendsten Änderungen ist sicher der Übergang von einer Präsenz- zu einer Ausleihbibliothek», so Stefanie Lind, die gemeinsam mit von Rickenbach die Projektleitung innehatte. Früher konnten die Medien am Nadelberg 10 nämlich nur vor Ort benutzt werden. Neu fördern Selbstausleihstationen und eine Rückgabebox eine selbstständige Benutzung der Bibliothek. «Aus der Sicht der Benutzerinnen und Benutzer ist das sicherlich eine Verbesserung», findet von Rickenbach. Lind ergänzt: «Auf Antrag können die Studierenden ihre Bibliothek zudem rund um die Uhr nutzen.»

Für Auskünfte und Beratungen ist von Montag bis Freitag Bibliothekspersonal vor Ort. Ausserdem ist die Bibliothek als Teil der UB-Infrastruktur auch an den Basler Kurierdienst angeschlossen, der eine flexible Ausleihe an verschiedenen Standorten ermöglicht. Welche weiteren Dienstleistungen hier in Zukunft angeboten werden sollen, werde sich im Verlauf des Jahres und je nach Bedürfnissen der Benutzerinnen und Benutzer noch zeigen.

Den Standard wahren                                                            

Für die neue UB-Teilbibliothek im denkmalgeschützten Haus am Nadelberg waren auch bauliche Massnahmen nötig. Die grösste war die Errichtung einer neuen Beratungs- und Informationstheke im ersten Obergeschoss. Dazu hat das Projektteam eng mit dem Facility Management der Universität Basel sowie dem Kanton Basel-Stadt zusammengearbeitet.

Hintergrund für die Neuorganisation waren ursprünglich Sparmassnahmen der Theologischen Fakultät. Im Planungsprozess habe sich dann das Zentrum für Jüdische Studien dem Bibliotheksprojekt angeschlossen. Nun befindet sich noch rund die Hälfte der ursprünglichen 60'000 Medieneinheiten am Nadelberg 10. Dafür gebe es Platz für Neues. Und auch die Arbeitsplätze für die Studierenden hätten nicht unter der Neuorganisation leiden müssen. «Unser Ziel war es vor allem, Synergiepotenzial auszuschöpfen. Ich denke, wir konnten den bisherigen Standard der Bibliothek durchaus wahren», so von Rickenbach.

nach oben