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Universität Basel

17. Juni 2021

Mit E-Bikes nachhaltiger auf dem Campus unterwegs

Vier Personen mit E-Bikes vor dem Kollegienhaus.
Das Facilities-Team der Standorte Petersplatz und Münchenstein kann für Fahrten zwischen den rund 50 Liegenschaften auf eigene E-Bikes zurückgreifen. (Foto: Universität Basel, Evelyne Marty)

Der Bereich «Facilities» der Universität Basel hat drei E-Bikes für kleine Transporte und Fahrten in die Aussenstandorte angeschafft. Sie werden rege benutzt und ersetzen frühere Taxifahrten.

Stefan Keller ist als Campusmanager der Standorte Petersplatz und Münchenstein für den Betrieb von 52 Liegenschaften verantwortlich. Die meisten sind in Basel, einige in Bottmingen und Allschwil. «Als ich im Oktober 2018 meine Arbeit begann, realisierte ich, dass es noch kein nachhaltiges Mobilitätskonzept gab, um Aussenstandorte schnell zu erreichen und kleine Dinge dorthin zu transportieren», erzählt er. Er kontaktierte daraufhin die Fachstelle für Nachhaltigkeit der Universität Basel, welche ihn mit Sina Sohneg zusammenbrachte, die aktuell ihren Master in «Sustainable Development» abschliesst und damals ein Praktikum in der Fachstelle absolvierte.

Sohneg recherchierte und evaluierte unterschiedliche E-Bike-, E-Cargobike- und Elektroauto-Angebote. «Es zeigte sich bald, dass für unsere Bedürfnisse eigene E-Bikes am sinnvollsten sind», erzählt Sohneg. Sie verglich unterschiedliche Anbieter und landete schliesslich bei «Veo». «Dort überzeugten uns vor allem die sozialen Aspekte sowie die kurzen Wege.» Die Velos werden im Rahmen des Social Entrepreneurship-Unternehmens «Job Factory» in Münchenstein zusammengebaut. Junge Menschen erhalten dort die Chance auf ein Berufspraktikum und einen Einstieg in die Arbeitswelt. Stefen Keller betont zudem den soliden Servicevertrag und den Aspekt der Sicherheit: «Mir ist wichtig, dass meine Mitarbeitenden jederzeit ein fahrtüchtiges Gerät zur Verfügung haben.»

440 Kilometer in sechs Wochen

Heute stehen Kellers Mitarbeitenden drei Veo-E-Bikes mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h zur Verfügung, sodass sie ohne Motorradausweis gefahren werden können. Sie haben die Farbe Mint und entsprechen dem Corporate Design der der Universität Basel, damit sie das Bekenntnis der Universität zur E-Mobilität auch nach aussen tragen. Zudem sind sie mit Körben auf den Gepäckträgern ausgerüstet, damit sie gut auch für kleinere Transporte genutzt werden können.

Auch die Anschaffung von E-Cargo-Bikes mit eigener Ladefläche vor dem Lenker haben Keller und Sohneg geprüft. «Aber wir haben uns dagegen entschieden, weil das Lenken etwas Übung braucht. Sonst ist das Risiko im Strassenverkehr zu hoch», sagt Keller. Hingegen steht seinen Mitarbeitenden heute ein Anhänger mit einer abschliessbaren Alubox zur Verfügung. «In den vergangenen Wochen haben wir damit unter anderem Desinfektionsmittel zu den verschiedenen Standorten gebracht.»

Laut Keller werden die Bikes mittlerweile rege genutzt. Innerhalb von sechs Wochen wurden mit dem meistgenutzten bereits 440 Kilometer zurückgelegt. «Die Rückmeldungen im Team sind sehr positiv.» Für Fahrten zu Liegenschaften im Joggeli, in Bottmingen oder am Spalenring würden nun viele das E-Bike nutzen und gegenüber dem ÖV viel Zeit sparen. Und kleinere Transporte, für die das Team früher oft ein Taxi rief, sind nun ebenfalls per E-Bike möglich. «Unser Projekt ist ein Kleinpilot mit Potenzial zum Ausbau», sagt Keller. Bereits habe der Campusmanager für die Standorte Schällemätteli, Rosental und Allschwil Interesse bekundet, seinen Mitarbeitenden ebenfalls E-Bikes anzubieten.

Öffentliches Leihsystem kommt

Könnte das der Anfang eines universitätsinternen E-Bike- oder Leihvelo-Systems für alle Mitarbeitenden und Studierenden sein? Dies ist aus Sicht der Fachstelle für Nachhaltigkeit derzeit nicht sinnvoll. «Der Kanton Basel-Stadt wird ab September 2021 ein umfängliches öffentliches Veloleihsystem aufbauen», sagt Arne Menn, Leiter der Fachstelle. Nach mehreren Ausbauetappen sollen 2000 Velos an 350 Stationen angeboten werden. «Auch Studierende und Mitarbeitende der Universität Basel werden dadurch einen guten Zugang haben. Aber natürlich werden wir weitere Optionen prüfen», so Menn.

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