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Universität Basel

02. März 2018

Pro Montes-Preis 2018 für Denise Binggeli

Die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung hat Denise Binggeli vom Fachbereich Natur-, Landschafts- und Umweltschutz der Universität Basel für ihre Masterarbeit zur Zukunftssicherung der alpinen Kulturlandschaft mit dem Pro Montes-Preis 2018 ausgezeichnet.

In ihrer 2017 abgeschlossenen Masterarbeit über die erfolgreiche Wiederbewirtschaftung von verlassenen Terrassenlandschaften in den Tessiner Alpen hat Denise Binggeli gezeigt, dass durch die Initiative von lokalen Tessiner Organisationen zur Revitalisierung terrassierter Weinberge und Graslandschaften die fortschreitende Wiederbewaldung gestoppt, die Landschaftsvielfalt reaktiviert und die Artenvielfalt erhöht werden konnte.

Wiederbewirtschaftung erhöht Pflanzen- und Artenvielfalt

Denise Binggeli untersuchte im Maggia-, Onsernone- und Rovanatal, inwieweit sich die Artenvielfalt von Gefässpflanzen auf Terrassen, die seit 100 Jahren permanent genutzt wurden, von derjenigen auf Terrassen unterscheidet, die erst seit 10-15 Jahren wiederbewirtschaftet werden. Ihr erfreulicher Befund war, dass praktisch kein Unterschied in der Pflanzenvielfalt festgestellt werden konnte – vorausgesetzt, die Terrassen liegen nicht zu lange brach, weil sonst die charakteristischen Offenland-Arten von schattentoleranten Arten verdrängt werden.

Selbstverständlich profitieren auch andere Artengruppen wie Insekten, Reptilien und Vögel von dieser Revitalisierung der traditionellen, extensiv bewirtschafteten Rebberge, Wiesen und Weiden der Tessiner Alpen. Denise Binggeli, hat mit ihrer Forschung den wissenschaftlichen Nachweis erbracht, dass mit der Wiederbewirtschaftung von aufgegebenen Flächen die zunehmende Ausdehnung des Waldes aufgehalten wird und so eine Abnahme der Pflanzenvielfalt verhindert werden kann.

Der mit 3000 Franken dotierte Pro-Montes-Preis würdigt diese Nachwuchsforschung als wichtigen Beitrag für die Zukunftssicherung der alpinen Kulturlandschaft. Weitergehende, projektbezogene Forschung wird auf Antrag hin mit zusätzlichen 20'000 Franken unterstützt.

Der Pro Montes-Preis der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung SSAF wurde am 1. März 2018 im Rahmen der Phil.Alp-Tagung der Interakademische Commission für Alpine Studien in Fribourg vergeben.

Thematischer Schwerpunkt
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