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University of Basel

Philosophie Degree: Bachelor

Philosophisches Seminar

Leidenschaftlich denken, klar argumentieren

Die Philosophie stellt Grundsätzliches in Frage: Darf ich Fleisch essen? Existiert eine objektive Realität jenseits meines Bewusstseins? Was macht das menschliche Wesen aus? Gibt es einen freien Willen? Kann auch Hässliches schön sein? Wer solche Fragen über das menschliche Denken, Sein und Tun systematisch angehen möchte und gerne argumentiert, ist im Studium der Philosophie sehr gut aufgehoben. Das inhaltliche Spektrum ist äusserst vielfältig und umfasst Bereiche wie Logik und Erkenntnistheorie, Politische Philosophie, Ethik und Ästhetik, wobei die Geschichte der Philosophie von der Antike bis in die Gegenwart in den Blick genommen wird. Das Studium schult die Fähigkeit, unterschiedliche Argumente, Denkweisen und Denksysteme nachzuvollziehen, zu interpretieren und zu beurteilen, und regt im Spannungsfeld zwischen Selbstdenken und Gedankenaustausch zu Kritikfähigkeit und theoretischer Kreativität an.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Das Philosophische Seminar Basel legt Wert darauf, dass Philosophie in Lehre und Forschung breit abgedeckt wird. Das spiegelt sich institutionell in drei Professuren:

  • Theoretische Philosophie mit Forschungsschwerpunkten in der Philosophie des Geistes (Intentionalität, Bewusstsein), der Erkenntnistheorie (Skepsis, Externalismus, Naturalismus), Tierphilosophie (inkl. Tierethik), Philosophie der frühen Neuzeit (Montaigne, Descartes, Hume), Philosophie der Biologie (Evolutionstheorie, Ethologie) und der Ästhetik (Literaturtheorie)
  • Praktische Philosophie mit Schwerpunkten in der Politischen Philosophie, der (Angewandten) Ethik, der Philosophie der Gefühle und der Ästhetik (Landschaftsästhetik)
  • Geschichte der Philosophie mit Schwerpunkten in der Metaphysik, der Philosophie der Subjektivität, der Sozialphilosophie und der Ästhetik (Musikphilosophie)

Die Philosophie der Antike und des Mittelalters wird in einer weiteren Professur vertreten und eine SNF-Förderprofessur widmet sich zurzeit dem Thema «Cognitive Irrationality».

Ein Charakteristikum des Studiums in Basel ist die Betonung der interaktiven Lehre. So ist im Bachelorstudium zum Beispiel die Arbeit in kleinen, von Tutorinnen und Tutoren begleiteten Gruppen fester Bestandteil der drei obligatorischen Grundkurse Praktische Philosophie, Theoretische Philosophie und Logische Propädeutik (Einführung in die logischen und semantischen Grundlagen). Diese Grundkurse vermitteln einen Überblick über die Themen und Methoden der jeweiligen Disziplin und führen in die zentralen Fragestellungen und Probleme ein. In der Gestaltung des weiteren Studiums sind die Studierenden weitgehend frei. Sie können die Module individuell aus dem jeweiligen Semesterangebot an Proseminaren, Seminaren und Vorlesungen zusammenstellen.

Studienaufbau

Der Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master und umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (KP). Das Studienfach Philosophie wird dabei als eines von zwei Studienfächern zu je 75 Kreditpunkte studiert. Hinzu kommt der komplementäre Bereich (30 KP). Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Bachelor of Arts (180 KP)
Philosophie
75 KP
Fach
aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
75 KP
Komplementär-
bereich
30 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Als zweites Bachelorstudienfach kommt neben Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage.

Der Komplementärebereich steht allen Studierenden zur freien Verfügung. In der Regel dient der Bereich dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen), der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.

Weiterführende Masterstudien

Lehrdiplom

Wer diesen Abschluss erwirbt und sich für den Lehrberuf interessiert, hat die Möglichkeit, das Lehrdiplom für die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II zu erwerben. Bitte informieren Sie sich über Einzelheiten und die geltenden Regelungen zur Erlangung des Lehrdiploms an einer dafür zuständigen Pädagogischen Hochschule, z.B. der Pädagogischen Hochschule FHNW oder bei der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren.

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