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University of Basel

Geschlechterforschung Degree: Bachelor

Geschlechterforschung

Über die Bedeutung von Geschlecht in Gesellschaft und Wissenschaft

Die Frage nach dem Geschlecht ist hochaktuell und spielt in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine zentrale Rolle. Entsprechend vielseitig und interdisziplinär gestaltet sich das Studium der Geschlechterforschung bzw. die Gender Studies. Es geht um Fragen wie: Weshalb verdienen Männer mehr als Frauen? Wie verändern sich Schönheitsvorstellungen und Sexualpraktiken? Welche Rolle spielen Geschlechterbilder in der Werbung, in Computerspielen, in TV-Serien? Inwiefern ist die Finanzkrise mit Geschlechterverhältnissen verknüpft? Was hat es mit «Queer» auf sich? Gender Studies basieren auf der Einsicht, dass Geschlecht und Geschlechterverhältnisse nicht einfach naturgegebene, sondern vor allem gesellschaftliche Phänomene sind, und betrachten ihre Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart. Damit eng zusammenhängend werden verschiedene Dimensionen von sozialen, ethnischen, kulturellen und sexuellen Differenzierungsprozessen untersucht. Wer Geschlechterforschung studiert, lernt also wesentliche gesellschaftliche Zusammenhänge kennen. Gleichzeitig vermittelt das Studium konkrete Gender-Kompetenzen für Berufe auch ausserhalb der akademischen Forschung.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Die Gender Studies sind ein interdisziplinäres Forschungs- und Studienfeld, denn Geschlechterfragen werden quer durch alle Disziplinen behandelt. Das Studienprogramm reicht entsprechend von Fächern wie Kultur- und Sozialwissenschaften bis zu Rechts- und Naturwissenschaften.

Felder der Geschlechterforschung: Männlichkeiten/Weiblichkeiten, familiale Lebensformen, Bildungs- und Berufsverläufe, Sexualität, Gleichstellung und Diversity, Subjektivität und Identität, Wissenschaft und Wissensformen, Herrschaft, Normen und Normalisierung, Körper und Materialität, Geschlecht in Naturwissenschaften und Medizin.

Theorie- und Forschungsperspektiven: Kritische Theorie, Diskurstheorie, Poststrukturalismus (Michel Foucault), Dekonstruktion (Erving Goffman, Judith Butler), Feministische Theorie, Queer Studies und postkoloniale Theorien, Wissenschaftskritik, multidimensionale Analysen (Klasse, «Rasse»/Ethnizität, Geschlecht und Sexualität), Inter-, Trans- und Postdisziplinarität.

Das Lehrangebot der Basler Geschlechterforschung ist dabei in vier Themenfeldern organisiert. Diese sind inhaltlich und nicht disziplinär strukturiert, d.h. in einem Themenfeld finden sich Veranstaltungen aus verschiedenen Fächern und Fakultäten:

  • Subjekt, Körper und Identität
  • Herrschaft, Normativität und symbolische Ordnung
  • Lebensverhältnisse, Umwelt und Ökonomie
  • Wissensformen und Wissenschaft

Das Bachelorstudium gliedert sich in ein Basis- und ein Aufbaustudium. Im Basisstudium werden grundlegende inhaltliche Kenntnisse zur Geschlechtertheorie und die wichtigsten Ansätzen der Gender Studies vermittelt. Zudem erhalten die Studierenden Einblick in den Stand der Forschung in verschiedenen Disziplinen. Das Aufbaustudium behandelt sozial- und kulturwissenschaftliche Methoden der Geschlechterforschung und bietet die Möglichkeit zur inhaltlichen Vertiefung in zwei der oben genannten Themenfeldern. In einem praxisorientierten Kompetenzkurs und im Rahmen eines Praktikums werden die während des Studiums erworbenen Fähigkeiten in die Praxis übersetzt. Ergänzt wird das Curriculum durch frei wähl- und kombinierbare Veranstaltungen.

Charakteristisch für das Basler Studienangebot ist die Vermittlung relevanter Gender-Qualifikationen und praktischer Methoden für unterschiedliche Berufsfelder, zum Beispiel für die Bereiche Gleichstellungs- und Diversity-Management, Bildung, Medien, Personalwesen, Projekt- und Organisationsentwicklung oder für die Arbeit in politischen Institutionen und Organisationen.

Studienaufbau

Der Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master. Er umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (KP). Dabei wird Geschlechterforschung als eines von zwei Studienfächern zu je 75 Kreditpunkten studiert. Hinzu kommt der komplementäre Bereich (30 KP). Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Bachelor of Arts (180 KP)
Geschlechterforschung
75 KP
Fach aus Phil.-Hist. Fakultät oder ausserfakultär
75 KP
Komplemen-
tärbereich
30 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Als zweites Bachelorstudienfach kommt neben Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage. Die Studierenden sind frei, es ihren spezifischen Interessen entsprechend zu wählen.

Der Komplementärbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen. Sie können zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen eingesetzt werden.

Weiterführende Masterstudien

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