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University of Basel

Sprache und Kommunikation Degree: Master

Sprache und Kommunikation

Interphilologische Ausbildung von Sprach- und Kommunikationsexpertinnen und -experten

Der Masterstudiengang Sprache und Kommunikation wird von den philologischen Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät gemeinsam angeboten. Er ist auf die allgemeine Sprachwissenschaft wie auch die einzelphilologisch orientierte Sprach- und Kommunikationswissenschaft ausgerichtet und berücksichtigt darüber hinaus sprachvergleichende und kontrastive Fragestellungen. Damit ermöglicht der Studiengang den Studierenden neben einer inhaltlich breiten sprach- und kommunikationswissenschaftlichen Ausbildung zugleich die Konzentration auf spezifische historische, gesellschaftliche und kognitive Aspekte des Sprachsystems und Sprachgebrauchs. Die Ausbildung der eigenen sprachlichen Vermittlungsfähigkeit ergänzen das interdisziplinäre Curriculum.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

In Lehre und Forschung wird auf ein breites inhaltliches Profil geachtet, Schwerpunkte sind:

  • Kognitive Grundlagen von Spracherwerb, Sprachverarbeitung, Produktivität und Generalisierung
  • Formung sprachlicher Strukturen durch die interaktionale und multimodale Organisation von Kommunikationsprozessen
  • Schriftliche und mündliche Kommunikationsformen in Alltag und Beruf sowie in informellen und institutionellen Kontexten (sprachliche Pragmatik in computervermittelter Kommunikation, Sprache der Massenmedien, Höflichkeit, Beziehungsarbeit und sprachliche Machtausübung, sprachliche Interaktionen im beruflichen und institutionellen Umfeld)
  • Geschichte  und Verwandtschaft von Sprachen, Varietätensysteme, mehrsprachige Individuen und durch sprachliche Vielfalt ausgezeichnete Gesellschaften

Die fachwissenschaftliche Ausbildung ist eng mit der sprachlichen verknüpft. Besonderes Gewicht erhalten die sprachlichen Vermittlungsfähigkeiten sowie die Ausbildung rhetorischer Fähigkeiten im Hinblick auf die Redaktion wissenschaftlicher Texte und die mündliche Präsentation komplexer Sachverhalte auf universitärem Niveau.

Der Masterstudiengang baut auf den im Rahmen des Bachelorstudiums erworbenen Kenntnissen linguistischer Gegenstände, Theorien und Methoden auf. Er bietet den Studierenden die Möglichkeit wissenschaftlicher Vertiefung und Spezialisierung, wobei alle an der Universität Basel in der Forschung verwendeten und gelehrten sprach- und kommunikationsbezogenen Theorien und Methoden zum Zuge kommen können. Es liegt bei den Studierenden, ihr Curriculum zu gestalten und sich dabei für eine Einzelphilologie oder eine thematische Ausrichtung (z.B. Sprache/Kommunikation und Individuum, Sprache/Kommunikation und Gesellschaft, Sprachgeschichte und Sprachwandel) zu entscheiden. 

Um die Breite der Ausbildung zu gewährleisten, bieten die am Studiengang beteiligten Studienfächer (Ägyptologie, Altertumswissenschaft, Anglistik, Französisch, Germanistik, Hispanistik, Informatik für Geistes- und Sozialwissenschaftler, Italianistik, Latein, Semitistik, Slavistik) regelmässig folgende disziplinären und interdisiziplinären Module an: «Sprache als System», «Sprache und Gesellschaft», «Sprache als Prozess» und «Forschungspraxis und Vertiefung». Die Studierenden sind ausserdem eingeladen, MA-Veranstaltungen der Linguistik an der Universität Freiburg i. Br. und anderen Universitäten des European Campus zu besuchen.

Unterrichtssprachen

Der Studiengang ist mehrsprachig und die Masterprüfungen werden in zwei Sprachen abgelegt. Die beteiligten Fächer bieten je nach Möglichkeiten einen grösseren Teil ihrer Lehrveranstaltungen in der jeweiligen Studiensprache an (Immersionsunterricht). Die in diesen verwendete Fachliteratur ist zu einem grossen Teil in anderen Sprachen als Deutsch, namentlich in Englisch, abgefasst. Derzeitige Unterrichtssprachen sind: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Das Master­studium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Beim Masterstudiengang Sprache und Kommunikation handelt es sich um einen sogenannten Monostudiengang ohne weitere Fächer (100 KP), ergänzt um den Komplementärbereich (20 KP). Ein Kreditpunkt entspricht gemäss ECTS 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Sprache und Kommunikation
100 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Studiengang

Fächerkombination

Sprache und Kommunikation wird ohne zweites Studienfach studiert.

Der Komplementärbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen. Sie werden in der Regel eingesetzt zum Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), für interdisziplinäres Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen), die weitere Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder zum Erwerb eines Zertifikats.

Berufsmöglichkeiten

Absolventen und Absolventinnen des Masterstudiengangs sind als Sprach- und Kommunikationsexperten – konkret zum Beispiel als Redakteur/-innen – in Berufsfeldern der Medien (Zeitungen, Radio und Fernsehen sowie Internet), in der Betriebskommunikation, bei Personalabteilungen, in der Personalausbildung sowie bei Verbänden und Institutionen gefragt. 

Der MA Sprache und Kommunikation ist unter bestimmten Voraussetzungen auch mit der Ausbildung zum/zur Mittelschullehrer/-in – Studiengang Sekundarstufe II (Lehrdiplom für Maturitätsschulen) – kombinierbar.

Eine weitere Anschlussmöglichkeit bildet die Promotion als Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung durch einen gewichtigen eigenen Forschungsbeitrag und allenfalls auch als Einstieg in wissenschaftliche Berufe bzw. in eine akademische Laufbahn. Für Assistierende und wissenschaftliche Mitarbeiter in allen sprachwissenschaftlichen Fächern bietet dieser Studiengang eine ideale Vorbereitung, indem er es ermöglicht, eine Sprache speziell zu fokussieren.

Lehrdiplom

Wer diesen Abschluss erwirbt und sich für den Lehrberuf interessiert, hat die Möglichkeit, das Lehrdiplom für die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II zu erwerben. Bitte informieren Sie sich über Einzelheiten und die geltenden Regelungen zur Erlangung des Lehrdiploms an einer dafür zuständigen Pädagogischen Hochschule, z.B. der Pädagogischen Hochschule FHNW oder bei der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren.

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