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University of Basel

Soziologie Degree: Master

Die Soziologie widmet sich der Theorie und Analyse früher und gegenwärtiger Gesellschaften. Als Wissenschaft von den sozialen Beziehungen interessiert sie sich für unterschiedliche gesellschaftliche Praktiken, Prozesse und Strukturen, deren Wechselwirkungen und Veränderungen. Mittels einer Kombination von Theoriebildung und systematischer Analyse wird untersucht, wie Gesellschaft möglich ist, wie sie funktioniert und welche Probleme sie erzeugt und löst. Das Studium beinhaltet eine differenzierte Ausbildung in soziologischen Theorien und eine Methodenausbildung.

Soziologie

Schwerpunkt der Lehre und Forschung

Ein Fokus liegt auf den beiden Themenmodulen:

  1. Das Modul Politik, Entwicklung und Soziale Ungleichheit schlägt eine Brücke zwischen der Politischen Soziologie und der Entwicklungssoziologie. Dadurch werden Synergien erzielt, die eine tiefgründige Analyse verschiedener Phänomene der sozialen Ungleichheit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene erlauben. In Basel sind die thematischen Schwerpunkte dieser Ausrichtung: Soziale Ungleichheit / Konflikt und Kooperation / Globalität und Identität.
     
  2. Das Modul Wirtschaft, Wissen und Kultur versteht die Ökonomie als gesellschaftliches Phänomen und beschäftigt sich mit der sozio-kulturellen Konstitution und Formung ökonomischer Praktiken, Strukturen und Wissensformen. Die Einführung in die grundlegenden Theorien, Fragestellungen und Gegenstände von Wirtschaft, Wissen und Kultur bietet damit eine Verknüpfung von kultur- und wirtschaftssoziologischen Perspektiven.

Die einzelnen Bereiche sind durch integrierende Veranstaltungen zu übergreifenden Themen miteinander verbunden. Besonderes Gewicht liegt auf interaktiven Lehrformen, welche den Studierenden frühzeitig forschendes Lernen ermöglichen sollen. Dazu werden z. B. durch TutorInnen betreute Kleingruppen sowie projektorientierte Arbeitsformen eingesetzt.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Das Master­studium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Soziologie) zu je 35 Kreditpunkten. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major
aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor
aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Soziologie wird auf Bachelor- wie Masterstufe in Kombination mit einem zweiten Studienfach und einem komplementären Bereich studiert.

Als zweites Bachelor- bzw. Masterstudienfach kommt neben Fächern der Phil.-Hist. Fakultät (wie z.B. Englisch, Medienwissenschaften, Geschichte u.v.a.m.) auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage (wie z. B. Geographie, Informatik, Rechtswissenschaft oder Theologie), siehe www.philhist.unibas.ch/studium.

Auf Masterstufe wird das Studienfach Soziologie zum Major, wenn im Studienfach Soziologie auch die Masterarbeit geschrieben wird (Major Soziologie: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Minor: 35 KP, Komplementärbereich: 20 KP). Wird im anderen Studienfach die Masterarbeit geschrieben, ist Soziologie der Minor (Minor Soziologie: 35 KP; Major: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Komplementärbereich: 20 KP).

Der Komplementäre Bereich steht allen Studierenden unabhängig von ihrem Studienfach oder -gang zusätzlich zur freien Verfügung. Mit welchen Veranstal­tungen sie diese KP erwerben, bleibt ihnen überlassen. Der Komplementäre Bereich dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen) und/oder der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.

Berufsmöglichkeiten

Als typische Berufsfelder kommen je nach universitärem Abschlussgrad (BA, MA, Doktorat) und einem ev. erforderlichen Nachdiplomstudium oder einer sonstigen Weiterbildung in Betracht: Forschung und Lehre in Universitäten und Fachhochschulen, Verwaltung (Kultur, Bildung, Familie, Sozialwesen, statistische Ämter), Industrie und Handel (Personal-, Organisations- und Markt- und Meinungsforschungsabteilungen), Sozialarbeit und –pädagogik, Erwachsenenbildung, Kulturmanagement, Medien, Fachreferate in Bibliotheken, Entwicklungszusammenarbeit, Migrations- und Integrationsarbeit.

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