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University of Basel

Jüdische Studien Degree: Master

Die Jüdischen Studien befassen sich mit Geschichte, Religion und Kultur der Juden und des Judentum. Jüdische Studien stehen im 21. Jahrhundert vor der Herausforderung, ein differenziertes Verständnis des Begriffs «Judentum» zu erarbeiten, ohne den – aus verschiedenen Perspektiven fassbaren – Entitätsanspruch des «Jüdischen» aus dem Blick zu verlieren. Dazu bedarf es eines hohen methodischen Differenzierungsvermögens. Judentum soll als Zuschreibungsform sowohl in seinen traditionellen Rückverweisen als auch in den dynamischen Entwicklungsprozessen, die es in verschiedensten Feldern durch läuft, sichtbar gemacht und analysiert werden.

Ten Portraits of Jews of the 20th Century
Andy Warhol: Ten Portraits of Jews of the 20th Century © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / 2015, ProLitteris, Zurich. Alle Urheberrechte bleiben vorbehalten. Sämtliche Reproduktionen sowie jegliche andere Nutzungen ohne Genehmigung – mit Ausnahme des individuellen und privaten Abrufens der Werke – ist verboten.

Schwerpunkt der Lehre und Forschung

Der Fachbereich Jüdische Studien in Basel lässt sich einem klar kulturwissenschaftlichen Profil zuordnen, in einer gewissen Abgrenzung zu einer andernorts betriebenen stärker theologisch, religionsdialogisch oder philologisch orientierten Judaistik. Der Hauptteil der Lehre und der Forschung konzentriert sich dabei auf das Judentum der Neuzeit und der Moderne.

Das Studienfach Jüdische Studien umfasst drei thematische Bereiche:

  1. Sprachen: Vermittelt werden Kenntnisse und Werkzeuge für Hebräisch sowie für Jiddisch und Ladino und insbes. deren Literaturgeschichte.
     
  2. Geschichte Jüdische Lebenswelten, gesellschaftliche Positionen und die politische Situation der Jüdinnen und Juden sind im Zusammenhang mit dem kulturwissenschaftlich zu erfassenden Wandel der Moderne ablesbar.
     
  3. Literatur und Religion: Die Kontinuität der jüdischen Transzendenzbezüge und Traditionen zeigt sich in klassischen wie in modernen Texten des Judentums, aus denen sich auch ethische Überlegungen zu Zeitfragen gewinnen lassen.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Das Master­studium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Jüdische Studien) zu je 35 Kreditpunkten. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Jüdische Studien wird auf Bachelor- wie Masterstufe in Kombination mit einem zweiten Studienfach und einem komplementären Bereich studiert.

Als zweites Bachelor- bzw. Masterstudienfach kommt neben Fächern der Phil.-Hist. Fakultät (wie z.B. Englisch, Philosophie, Medienwissenschaften, Geschichte u.v.a.m.) auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage (wie z. B. Geographie, Informatik, Rechtswissenschaft oder Theologie), siehe www.philhist.unibas.ch/studium.

Auf Masterstufe wird das Studienfach Jüdische Studien zum Major, wenn im Studienfach Jüdische Studien auch die Masterarbeit geschrieben wird (Major Jüdische Studien: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Minor: 35 KP, Komplementärbereich: 20 KP). Wird im anderen Studienfach die Masterarbeit geschrieben, ist Jüdische Studien der Minor (Minor Jüdische Studien: 35 KP; Major: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Komplemen­tärbereich: 20 KP).

Der Komplementärbereich besteht aus wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Jüdische Studien kann ausserdem als Zweitfach zu Sportwissenschaft studiert werden.

Berufsmöglichkeiten

Je nach Schwerpunkt (und möglicher Zusatzqualifikationen) sind vor allem wissenschaftliche, kulturelle, pädagogische, journalistische oder politische Arbeitsbereiche sowie Tätigkeiten im Bereich der Wissenschaftsverwaltung denkbar.

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