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University of Basel

Latinistik Degree: Master

Latinistik

Poesie, Wissensliteraturen und philosophische Texte werden intensiv gelesen

Die römischen Autoren der Antike und die lateinischen Autoren der Spätantike stehen im Zentrum des Latinistik-Studiums in Basel. Erweitert wird dieser Kernbereich durch die lateinische Literatur nachantiker Epochen, vor allem der Renaissance und des Humanismus. Anhand relevanter Theorien der Literatur- und Kulturwissenschaften werden ausgewählte Texte dieser Epochen interpretiert, aktuelle Forschungsdebatten werden aufgenommen und diskutiert. Die Latinistik versteht sich dabei als Textwissenschaft, sprachwissenschaftliche Aspekte ergänzen das Curriculum. Unverzichtbarer Teil des Studiums der lateinischen Philologie ist ausserdem die Sprachausbildung, mit einem Schwerpunkt in der Stilistik der lateinischen Sprache.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Schwerpunkte der Lehre und Forschung in Basel sind die Literatur der ausgehenden Republik, die augusteische Literatur, die Autoren der frühen Kaiserzeit sowie der Spätantike mit Poesie (Epos, Elegie, Epigrammatik, Wissensliteratur und Philosophica) und römischer Philosophie als zentralen Themen. Neulatein (besonders die Literatur der Humanisten am Oberrhein) und die Sprachwissenschaft (Geschichte der lateinischen Sprache) treten zu diesem Kern dazu.

Zu den interdisziplinär ausgerichteten Basler Altertumswissenschaften trägt der MA Latinistik durch eine kulturwissenschaftliche orientierte Literaturwissenschaft bei. Die Einbindung in die Basler Literaturwissenschaften ist über den interphilologischen Bereich mit regelmässigen Lehrangeboten aus dem Kanon der europäischen Literaturen (u.a. Cicero, Vergil, Ovid und Seneca) gegeben.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Er umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Latinistik wird in Kombination mit einem zweiten Studienfach zu je 35 Kreditpunkten studiert. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Die Studierenden können Latinistik mit einem zweiten Studienfach ihrer Wahl kombinieren. Dabei kommen sowohl Fächer der Philosophisch-Historischen Fakultät als auch ausserfakultäre Studienfächer in Frage.

Der Komplementärbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Berufsmöglichkeiten

Das erfolgreiche Latein-Studium garantiert in Wissenschaft und Kulturberufen ein Alleinstellungsmerkmal, seit Latein an den Schulen stark zurückgegangen ist. Die profunde lateinische Sprachausbildung, verbunden mit umfassenden Kenntnissen der römischen Literatur und Kultur und deren Rezeption, eröffnen Studierenden je nach gewählter Fächerkombination deshalb sehr gute Berufschancen. Das Studium qualifiziert insbesondere für Berufe in wissenschaftlichen Institutionen, in Bibliotheken, Archiven, Verlagen sowie für Übersetzertätigkeiten (Urkunden, Inschriften, Texte im Bereich der Wissenschaftsgeschichte, antike und neulateinische Literatur) und für Berufssparten, in denen eine routinierte und anspruchsvolle Textproduktion gefordert wird. Ausserdem schafft das Masterstudium Latinistik die Grundlage für zahlreiche Berufe in der Wissenschaftsadministration, in der Kulturvermittlung, im Tourismus, in der Werbewirtschaft und im Journalismus.

Der Masterabschluss eröffnet zudem die Möglichkeit zu promovieren. Die Latinistik ist Teil des interdisziplinären Doktoratsprogramms der Basler Altertumswissenschaft; eine Dissertation im Fach Latein kann aber auch im Doktoratsprogramm der Basler Literaturwissenschaft erfolgen.

Lehrdiplom

Wer diesen Abschluss erwirbt und sich für den Lehrberuf interessiert, hat die Möglichkeit, das Lehrdiplom für die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II zu erwerben. Bitte informieren Sie sich über Einzelheiten und die geltenden Regelungen zur Erlangung des Lehrdiploms an einer dafür zuständigen Pädagogischen Hochschule, z.B. der Pädagogischen Hochschule FHNW oder bei der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren.

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