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University of Basel

Kulturanthropologie Degree: Master

Die Kulturanthropologie erforscht menschliche Lebensweisen. Kultur ist dabei ein Schlüsselbegriff und meint die Art und Weise, wie Menschen ihren Alltag gestalten und ihm Sinn verleihen. Dabei geht es auch um die Regeln, nach denen sie miteinander verkehren, sich untereinan¬der verständigen und voneinander abgrenzen. Wie leben Menschen mit den unterschiedlichsten kulturellen Vorstellungen in komplexen Gesellschaften zusammen? Wie entstehen Identitäten und Zugehörigkeiten, Stereotype und Feindbilder, wie Geschlechter-, Generationen- und Schichtverhältnisse?

Kulturanthropologie
(Foto: Daniela Tisevski, 2014)

Kulturanthropologinnen und Kulturanthropologen untersuchen zum Beispiel Themen wie Migration, Mediennutzung, Szeneaktivitäten, Stadträume, Digitalisierung, Ernährungsgewohnheiten, Kleidungsstile, Freizeitbeschäftigungen und Identitätspolitiken. Sie interessieren sich für die Handlungen und Erfahrungen von Menschen in konkreten Situationen. Sie arbeiten mit qualitativen Methoden der ethnografischen Feldforschung (teilnehmende Beobachtung, Interviews) wie auch mit historischen, bild- und objektanalytischen Untersuchungswerkzeugen.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

  • Kultur: Kulturtheorie, Kulturpolitik
  • Mobilität: Migration, Alltagsmobilität, Transnationalität
  • Raum: Stadt, Land, Agglomeration
  • Medien: Bilder, Töne, Filme, Digitalisierung im Alltag
  • Körper: Sinnlichkeit, Wahrnehmung, Körperbilder
  • Geschichtlichkeit: Erinnerung, Fachgeschichte, Geschichtskultur
  • Materialität: Dinge, Archive, Museen
  • Politik: Überwachung, Sicherheit, Citizenship

Ausführlicher auf www.kulturwissenschaft.unibas.ch/forschung

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss und folgt auf den Bachelor. Das Master­studium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Kulturanthropologie) mit je 35 Kreditpunkten. Das Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu, der mit Veranstaltungen freier Wahl bestückt werden kann.

Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Kulturanthropologie wird auf Bachelor- wie Masterstufe in Kombination mit einem zweiten Studienfach und einem komplementären Bereich studiert.

Als zweites Bachelor- bzw. Masterstudienfach kommt neben Fächern der Phil.-Hist. Fakultät (wie z. B. Politikwissenschaft, Medienwissenschaft, Geschlechterforschung, Geschichte, Kunstgeschichte, Nordistik, Soziologie  u.v.a.m.) auch Studienfächer anderer Fakultäten in Frage (wie z. B. Geographie, Rechtswissenschaften, Informatik), siehe www.philhist.unibas.ch/studium. Kulturanthropologie kann ausserdem als Zweitfach zu Sportwissenschaft studiert werden.

Auf Masterstufe wird das Studienfach Kulturanthro­pologie zum Major, wenn im Studienfach Kulturanthropologie auch die Masterarbeit geschrieben wird (Major Kulturanthropologie: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Minor: 35 KP, Komplementärbereich: 20 KP). Wird im anderen Studienfach die Masterarbeit geschrieben, ist Kulturanthropologie der Minor (Minor Kulturanthropologie: 35 KP; Major: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Komplementärbereich: 20 KP).

Der Komplementärbereich besteht aus wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Berufsmöglichkeiten

Tätigkeitsfelder für KulturanthropologInnen eröffnen sich in Lehre und Forschung; in kulturellen, sozialen und politischen Institutionen; in der Wirtschaft; bei Verlagen und Medien; im Ausstellungs- und Museumswesen; in Kommunikation und Vermittlung; bei Behörden und Verwaltungen auf lokaler, kantonaler, nationaler und internationaler Ebene; in internationalen Organisationen; in NGOs und Verbänden in den Bereichen Migration und Integration, Soziokultur, Chancengleichheit; in der Marktforschung; in der Erwachsenenbildung; in der Betreuung von Archiven und Bibliotheken und in allen Bereiche, in denen transkulturelles Know-how gefragt ist.

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