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University of Basel

Gräzistik Degree: Master

Die Gräzistik befasst sich mit der Edition, Interpretation und Rezeption der Texte griechischer Literatur. Sie umfasst Sprach- und Literaturwissenschaft und ist einer Öffnung zur Kulturwissenschaft verpflichtet. Daher bezieht sie das Leben der Antike in allen wesentlichen Erscheinungsformen mit ein, denn Staat, Religion, Philosophie und Kunst sind zusammen mit Sprache und Literatur Griechenlands Grundlagen der europäischen Kultur.
Gegenstand des Faches, das durch die historisch-kritische Methode geprägt ist, ist die textliche Hinterlassenschaft der griechischen Antike von den Anfängen (Ende 8. Jh. v. Chr.) bis in die Spätantike (6. Jh. n. Chr.). Die Hauptwerke der griechischen Literatur und Philosophie werden nach Gehalt, Form, Wirkung, literatur- und kulturwissenschaftlichen Kriterien sowie kulturhistorischer Bedeutung analysiert.

Gräzistik

Schwerpunkt der Lehre und Forschung

Die Basler Gräzistik zeichnet sich durch eine Profilierung in den Bereichen des Homerischen Epos, der frühgriechischen Lyrik, des attischen Dramas (Tragödie, Komödie, Satyrspiel), des griechischen Liebesromans, der Religionsgeschichte und Mythologie, der Literaturkritik, der vorsokratischen und Platonischen Philosophie und der Sprachwissenschaft aus. Sie vertritt eine Öffnung zur modernen Kulturwissenschaft und integriert dabei anthropologische, komparatistische und literaturtheoretische Fragestellungen (u.a. Metatheatralität, Mündlichkeit, Performativität, Sprechakt, Ritualität, Intertextualität, Erzähltheorie). In diesem Kontext untersucht sie v.a. auch die Interdependenz von griechischer Literatur und Religion. Zudem hat sie Schwerpunkte in der Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte; ein wichtiger Gegenstand ist die Erforschung moderner Inszenierungen antiker Dramen.

Studienaufbau

Das Masterstudium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Gräzistik) zu je 35 Kreditpunkten. Das Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major aus
Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor
aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Gräzistik wird in Kombination mit einem zweiten Studienfach und einem komplementären Bereich studiert.

Als zweites Masterstudienfach kommt neben Fächern der Phil.-Hist. Fakultät (wie z.B. Latinistik, Englisch, Philosophie, Medienwissenschaften, Geschichte u.v.a.m.) auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage (wie z.B. Geographie, Informatik, Rechtswissenschaft oder Theologie), siehe www.philhist.unibas.ch/studium.

Auf Masterstufe wird das Studienfach Gräzistik zum Major, wenn im Studienfach Gräzistik auch die Masterarbeit geschrieben wird (Major Gräzistik: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Minor: 35 KP; Komplementärbereich: 20 KP). Wird im anderen Studienfach die Masterarbeit geschrieben, ist Gräzistik der Minor (Minor Gräzistik: 35 KP; Major: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Komplementärbereich: 20 KP).

Der Komplementäre Bereich steht allen Studierenden unabhängig von ihrem Studienfach oder -gang zusätzlich zur freien Verfügung. Mit welchen Veran­staltungen sie diese KP erwerben, bleibt ihnen überlassen. Der Komplementäre Bereich dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen) und/oder der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.

Berufsmöglichkeiten

Absolvent/innen unterrichten an Gymnasien oder bleiben in der Wissenschaft. Die universitäre Laufbahn in der Klassischen Philologie (also mit Latein) oder in der Verbindung mit einer weiteren altertumswissenschaftlichen Disziplin oder Philosophie bietet sich an. Im engeren gräzistischen Gebiet gibt es grosse Editions- und Lexika-Unternehmungen, sonst finden sich Anstellungen in anderen altertumswissenschaftlichen Disziplinen (besonders sog. Hilfswissenschaften Epigraphik und Papyrologie) sowie insgesamt in den Geistes- und Kulturwissenschaften und im wissenschaftlichen Bibliotheksdienst (Handschriftenabteilung, Papyrussammlung).
Daneben tut sich jüngst ein neuer Arbeitsmarkt auf: In einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass nicht nur Spezialisten benötigt werden, deren Wissen sich in einer immer kürzeren Halbwertzeit überholt, sondern es gerade für Führungspositionen der gut gebildeten Generalisten mit kultureller Kompetenz bedarf. So stehen den Absolvent/innen alle Berufsfelder, in denen es um Menschen, sprachliche Kommunikation und Organisationsprozesse geht (Banken, Verwaltung, Diplomatie usw.) offen. Im engeren Sinn kommen in Betracht: Übersetzung, Kultur- und Projektmanagement, Weiterbildung, Sponsoring, Kultur- und Wissenschaftsjournalismus, Verlagswesen, Bibliotheken, Museen, Archive, Kulturtourismus, Kommunikation, Public Relations und Marketing im kulturellen Bereich, Stiftungswesen, kreative Tätigkeiten für Bühne, Film und andere Medien und Beratungstätigkeit in der Wirtschaft.

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