Das Danielbuch lebt von kurzen Erzählungen, die mit Witz und Schärfe von einer Bedrohung zur anderen weitergehen, denn: Der Könige sind viele und sie kennen keine Grenzen. Sie sind der Erfolg in Person, die Verkörperung von Stärke, Reichtum und Befehlsgewalt.
Daniel hätte allen Grund gehabt, ob der Ruchlosigkeit der Könige zu resignieren. Doch er fand einen anderen Weg. Daniel zeigt, dass auch Könige Angst haben und straucheln können und dass Mächtige ihre Herrschaft fälschlich als unverzichtbar annehmen.
Damit kehrt das Danielbuch den Spiess um: Mit diesen Königen gibt es keine Zukunft, hingegen würde das Leben beginnen, wenn sie nicht mehr wären und der ständige Kampf um das Überleben unnötig würde. Davon erzählt das Danielbuch unermüdlich, denn Erzählen ist eine Strategie des Widerstandes.
Mit:
- Prof. Dr. Luzia Sutter Rehmann, Theologin, Titularprofessorin für Neues Testament/Universität Basel
- Regula Tanner, Theologin, Studienleiterin Forum für Zeitfragen
Fr. 11. September 2026, 15:30–21:30 Uhr und Sa. 12. September 2026, 8:30-15:00 Uhr
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