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UNI NOVA WISSENSCHAFTSMAGAZIN DER UNIVERSITÄT BASEL
119 - Afrika

Afrika in Basel – trotz aller Unterschiede verbindet die Stadt mitten in Europa und der grosse Kontinent eine langjährige und konstante Tradition. Die Universität Basel hat sich zum Zentrum der Afrikaforschung in der Schweiz entwickelt, was auch auf das Engagement anderer Institutionen zurückzuführen ist. Zunehmend tauschen sich Forschende aus dem Norden mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Süden aus. Das vor zehn Jahren gegründete Zentrum für Afrikastudien Basel koordiniert die wissenschaftlichen Aktivitäten.



Elísio Macamo
Afrikaforschung in Basel

UN119_Bild_Art_1_kleinWenn wir europäische Phänomene verstehen wollen, ist es sinnvoll, auch Wissen aus anderen Kontinenten einzubeziehen. Forschung zu Afrika hat in Basel eine lange Tradition.
Es war der Schweizer Physiker Auguste Arthur de la Rive, der um 1820 eine Lampe mit elektrischem Licht entwickelte und daher als früher Miterfinder der Glühlampe gilt. An Symbolkraft ist seine Entdeckung nicht zu überbieten, steht Licht doch für Fortschritt, Unterwerfung der Natur und Entfaltung der Vernunft. Man könnte sogar ohne viel Pathos behaupten, dass die Schweiz viel dazu beigetragen hat, die Welt zu be- und erleuchten, denn sie hat auf dem Globus viel bewegt – besonders in Afrika. So geht etwa auch die Entdeckung der insektiziden Wirkung von DDT im Jahr 1939 auf das Konto eines Schweizers, Paul Hermann Müller. Zwar hat dieses Insektenbekämpfungsmittel kontrovers diskutierte Nebenwirkungen, doch es ist nach wie vor eine wichtige Ressource bei der Bekämpfung der Malaria. mehr...


Till Förster
Die Kultur afrikanischer Städte

Afrikanische Städte werden oft mit Schmutz, Chaos und Kriminalität in Verbindung gebracht. Ethnologische Forschung versucht, Ordnungen und Strukturen im städtischen Leben zu finden – meist zusammen mit Partnern vor Ort.
UN119_Bild_Art_2_kleinSind die Städte Afrikas noch zu retten? So oder so ähnlich mag man sich fragen, wenn man auf die groben Daten schaut, die einem ins Auge springen, wenn man über afrikanische Städte liest. Nirgends auf der Welt wächst die städtische Bevölkerung so rasant wie in Afrika, nirgends scheinen auch die urbanen Probleme so drängend und so wenig beherrschbar wie auf Europas Nachbarkontinent. Aus den brodelnden Innenstädten machen sich immer mehr Menschen auf den unsicheren Weg nach Europa, während die beschönigend „spontane Siedlungen“ genannten Slums dennoch ins Uferlose wachsen. Vergiftetes Wasser und eine von Abgasen geschwängerte Luft tun ein Übriges, das Leben in afrikanischen Städten als Qual erscheinen zu lassen. mehr...


Anna Wegelin
In der Gedankenwelt Altägyptens

UN119_Bild_Art_3_kleinSusanne Bickel leitet das Basler Archäologenteam, das im Tal der Könige bei Luxor Anfang Jahr einen sensationellen Grabfund gemacht hat. Die Professorin, die zuvor lange in Ägypten lebte, interessiert sich gleichermassen für archäologische und kulturwissenschaftliche Fragen.
Ende Januar dieses Jahres, fast genau ein Jahr nach dem Ausbruch der „ägyptischen Revolution“: Susanne Bickel, eben für einige Tage aus Luxor zurück, erhält in ihrem Basler Büro Medienanfragen aus aller Welt. Die Professorin für Ägyptologie ist Leiterin eines Forschungsteams, das einen aufsehenerregenden Fund im bekannten Tal der Könige gemacht hat: Die Equipe stiess auf das 64. Grab in dieser Nekropole, auf ein jahrtausendealtes Einkammergrab. Darin lag, in einem reich verzierten hölzernen Sarkophag, die unversehrte Mumie einer knapp 3000 Jahre alten Frau namens Nehemes-Bastet, die den in damaligen Elitekreisen häufigen Priesterinnentitel einer Sängerin des Gottes Amun trug.umtreibt. mehr...

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Letzte Aktualisierung: 20.03.2012
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119 - März 2012
Afrika
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