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University of Basel

Stichlinge und Artenbildung

Stichling
Stichling

Dreistachlige Stichlinge (Gastorosteus aculeatus) leben seit der letzten Eiszeit nicht mehr nur im Meer, sondern haben in den vergangenen 12’000 Jahren auf der nördlichen Hemisphäre unzählige Flüsse und Seen besiedelt und sich an diese unterschiedlichen Umgebungen angepasst – ein erster Schritt in der Bildung neuer Arten. Prof. Walter Salzburger, Dr. Daniel Berner und Marius Rösti vom Fachbereich Evolution und Umweltwandel /Zoologie der Universität Basel können anhand Hunderter von Millionen genetischer Sequenzen der Fische zeigen, dass sich das Erbgut bereits im Laufe weniger Tausend Jahre relativ stark differenzieren kann. Die Stärke dieser genetischen Differenzierung widerspiegelt sich auch im Erscheinungsbild. Die Studie weist zudem auf ein im ganzen Erbgut charakteristisches Unterscheidungsmuster zwischen den See- und Flussstichlingen hin: Die jeweiligen Chromosomen sind in der Mitte im Verhältnis zu den Enden stärker differenziert. Dies, weil sich die mittlere Chromosomen-Region weniger stark durchmischt (Rekombination) und daher im Vergleich isolierter bleibt. Diese Mechanismen könnten bei der Entstehung von biologischer Vielfalt von grundlegender und allgemeiner Geltung sein.

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