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Universität Basel

Green IT

Green IT am Arbeitsplatz

An der Universität Basel ist der Energieaufwand für den IT-Bereich mangels Monitoringsystem bislang nicht nachweisbar. Eine Analyse an der Freien Universität Berlin hat ergeben, dass die IT für mindestens 20% des gesamten Stromverbrauchs der Universität verantwortlich ist. Insgesamt bilanziert die Freie Universität damit einen Energieverbrauch für IT-Geräte von über 10 Millionen kWh pro Jahr, was Stromkosten von ca. 1,8 Millionen Euro entspricht. Der IT-Bereich einer Universität ist somit ein wichtiger Ansatzpunkt für Anstrengungen zur Energie- und Kosteneinsparung.

In Zusammenarbeit mit dem ITSC Petersgraben und dem IT-Support der Fakultät für Psychologie wurden verschiedene Massnahmen für Green-IT an der Universität Basel getestet und wo möglich umgesetzt. Der Fokus lag auf der Büroumgebung, da hier gering investive oder sogar kostenlose Massnahmen mit relativ kleinem Aufwand umgesetzt werden können. Die Massnahmen betreffen die Bereiche Beschaffung, Betrieb und Entsorgung.

Die Testreihen zur Massnahmenentwicklung für eine nachhaltige  IT am Arbeitsplatz mit Computern, Monitoren und Druckern wurden im Rahmen einer Bachelor Thesis des Bereichs Wirtschaftsinformatik & IT-Management an der FHNW durchgeführt. Aus den Ergebnissen wurde ein Leitfaden für Abteilungen und IT-Mitarbeitende der Universität zusammengestellt, der über die Fachstelle für Nachhaltigkeit bezogen werden kann (nachhaltigkeit@unibas.ch). 

Einige Massnahmenempfehlungen für Green IT am Arbeitsplatz:

Beschaffung

  • Bei der Beschaffung sollten Geräte mit einem Energieeffizienz-Label (Blauer Engel, TCO, Energy Star) bevorzugt werden. Sie sind zwar für eine umfassende nachhaltige Beschaffung nicht ausreichend, können aber eine erste Orientierungshilfe bieten.
  • Für Notebooks, Monitore und Laserdrucker lohnt sich ein Vergleich auf der Website www.topten.ch. Hier können Geräte verschiedener Bereiche u.a. bezüglich ihrer Energieeffizienz verglichen werden. Sofern der Einkaufspreis nicht deutlich höher ist, kann durch den Einkauf energieeffizienter Hardware mittelfristig Kosten gespart werden (jährliche Einsparungen von bis zu 50% möglich).

Betrieb

  • Im Windows Powermanagement sollte der Energiesparmodus aktiviert sein. Je nach Gerät kann so pro Jahr 30-55%, bei den Bildschirmen sogar 60% Strom eingespart werden, wenn ein externer Monitor verwendet wird. Weil es bei netzwerkabhängigen Arbeitsplätzen zu Problemen kommen kann, sollten diese Einstellungen mit dem IT-Support abgesprochen werden.
  • Je nach Sehfähigkeit kann die Bildschirmhelligkeit problemlos bis 25% verringert werden. Insbesondere bei grossen Bildschirmen kann so der Stromverbrauch um bis zu zwei Drittel gesenkt werden. Bereits eine Default-Einstellung von 50% kann den Stromverbrauch je nach Gerät um einen Viertel verringern. Bei Bedarf können die Mitarbeitenden die Bildschirme heller stellen.

Entsorgung

  • Prüfen Sie, ob Ihre Geräte wirklich entsorgt werden müssen, oder ob es evtl. in einer anderen Abteilung an der Universität (mit ggf. geringeren Anforderungen an die Leistung der Geräte) verwendet werden könnte. Dieser Austausch kann z.B. über die ITSC-Leitertreffen erfolgen.
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