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Universität Basel

Fakultäre Projekte

Im Rahmen dieser Ausschreibung konnten Fakultäten und einzelne Universitätsmitglieder erstmals finanzielle Unterstützung für Projekte zu Chancengleichheit beantragen. Die Förderzeit erstreckt sich über Juni 2015 bis September 2016.

Fakultäre Projekte im Rahmen des Aktionsplans Chancengleichheit Universität Basel

Die Universität Basel bekennt sich zu einer Organisationskultur der freien Entfaltung und Förderung der vielfältigen Potenziale ihrer Mitglieder. Ziel ist es, die Universität durchgängig diskriminierungsfrei, gleichstellungsorientiert und familienfreundlich zu gestalten und Frauenanteile auf den höheren Qualifikationsstufen merklich zu steigern. Dafür veröffentlichte die Universität Basel 2013 einen Gleichstellungsplan. Im Rahmen des SUK Programms Chancengleichheit von Mann und Frau an Universitäten/Gender Studies 2013-2016 SUK Programm P4 wurde zudem ein Aktionsplan Chancengleichheit erarbeitet.

Zur Umsetzung dieses Aktionsplans werden weitere Personen und Einheiten einbezogen und unterstützt, eigene Massnahmen zur Chancengleichheit zu entwickeln und durchzuführen. Ausgehend vom Gleichstellungsconsulting wird den Fakultäten die Möglichkeit geboten, neben der etablierten inhaltlichen Beratung erstmals finanzielle Unterstützung für die Umsetzung konkreter Projekte zu erhalten.
Erreicht werden soll einerseits die Sensibilisierung weiterer Universitätsmitglieder und andererseits wird durch das Engagement vieler Beteiligter in einem konkreten Projekt die Akzeptanz für das Anliegen Chancengleichheit erhöht, besonders da die Projekte aus den individuellen Perspektiven der Fakultäten entwickelt werden können. Zudem kann die Einreichung eines Projekts vor dem Hintergrund der hinterlegten Umsetzung von Gleichstellungzielen in der fakultären Entwicklungs- und Strukturplanung von Relevanz sein.

Aktuelle fakultäre Projekte

Karriereförderung konkret – ein Konzept zur effizienteren Vereinbarkeit von Forschung und Klinik

Verantwortliche

PD Dr. med. Sibil Tschudin, leitende Ärztin, Präsidentin der Gleichstellungkommission der Medizinischen Fakultät
PD Dr. med. Rosanna Zanetti Dällenbach, fakultäre Gleichstellungsbeauftragte

Projektbeschrieb

Die Evaluation der bisherigen Massnahmen der Medizinischen Fakultät im Rahmen der Gleichstellung ergab, dass das mittlerweile über 10 Jahre laufende und gut implementierte Mentoring-Programm als sehr wertvoll betrachtet wird. Gleichzeitig ergab eine Befragung zu Teilzeitarbeit und Karriere, dass das Mentoring die Unterstützung und die Karriereplanung mit den jeweils zuständigen Chefärztinnen ergänzt, jedoch in keiner Weise ersetzt. Mentoring kann nur als ein Pfeiler angesehen werden und dessen Effizienz und Nutzen ist abhängig von weiteren konkreten Karriereförderungsmassnahmen, wie dem Zugang zu adäquaten Kinderbetreuungsangeboten und der Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten und Forschungsprojekte zu realisieren.

Ziel des geplanten Projektes ist es, konkrete Massnahmen auf struktureller Ebene zur Vereinbarkeit von Klinik und Forschung unter Berücksichtigung von familiären Verpflichtungen zu ermöglichen und zu fördern, indem ein praxisrelevantes Konzept dafür entwickelt wird. Das Projekt soll auf die Erarbeitung eines Konzeptpapiers fokussieren. Es sollen darin Ziele und Massnahmen benannt und konkrete Möglichkeiten, diese umzusetzen, dargelegt werden. Diese Massnahmen werden dann im Rahmen einer Pilotphase erprobt und nach den nötigen Adaptationen in Form einer Best Practice Guidance den Kliniken I Klinikchefs zur Verfügung gestellt werden.

 

Differenzsensibel Lehren und Lernen an der Universität Basel

Verantwortliche

Dr. des. Andrea Zimmermann, Oberassistentin Zentrum Gender Studies

Projektbeschrieb

Das Projekt „Differenzsensibel Lehren und Lernen an der Universität Basel" erweitert das bestehende Angebot der Hochschuldidaktik um die Perspektive sozialer Ungleichheitsverhältnisse in der Unterrichtssituation. Ziel dabei ist es, die Dozierenden zu einem reflektierten Umgang mit Differenzen zu befähigen, so dass ein wertschätzender Umgang mit der Heterogenität von Perspektiven innerhalb einer Lehrveranstaltung ermöglicht wird. Gleichzeitig können auf diese Weise Studierende sensibilisiert werden für verschiedene Formen von Aus- und Einschlüssen im Kontext der Hochschule.
Im Rahmen einer Masterarbeit werden in enger Absprache mit der Projektleitung sowie der Hochschuldidaktik konkrete Modelle entwickelt, wie differenzsensibles Lehren an der Hochschule unterstützt werden kann. Aufgebaut wird dabei auf den neusten Forschungserkenntnissen sowie ersten Umsetzungserfahrungen an anderen Universitäten. In einer Pilotphase wird die Implementierung der entwickelten Konzepte und Formate an der Universität Basel begleitet.
Damit leistet dieses Projekt einen entscheidenden Anteil an einer  gleichstellungsorientierten Organisationsentwicklung und zielt mittel- und langfristig auf den Abbau der horizontalen Segregation innerhalb des jeweiligen Studienangebots.

 

Exzellenz und/oder vielfältige Lebensentwürfe

In einem einjährigen kleinen Forschungsprojekt untersuchte die Projektgruppe Möglichkeiten und Hindernisse für vielfältige Lebensentwürfe an der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Basel. Dabei wurde insbesondere die Wirkung der Exzellenzanforderungen auf die Laufbahnen und Lebensentwürfe untersucht, d.h. die Anforderung, zeitlich uneingeschränkt mit hohem Engagement, outputorientiert und geografisch mobil wissenschaftlichen Tätigkeiten nachzugehen.

In den Ergebnissen des Projekts ist festgehalten, wie diese Anforderungen viele Ambivalenzen und Widersprüche zeitigen. Aus dem Anspruch nach Exzellenz folgen viele für die wissenschaftliche Qualität letztlich als hinderliche erfahrene An- und Aufforderungen. Zudem werden die Lebensentwürfe in diesem Diskurs stark eingeschränkt und ein traditionell-männliches Ideal des Wissenschaftlers setzt sich fort.

Im Rahmen des Projekts entstand eine Broschüre, in der die Resultate festgehalten sind.

Verantwortliche

Matthias Luterbach M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter Zentrum Gender Studies
Laura Eigenmann M.A., Wissenschaftliche Assistenz Zentrum Gender Studies
Anika Thym M.A., Doktorandin Zentrum Gender Studies / G3S
Sophie Bürgi B.A., Wissenschaftliche Hilfsassistenz Zentrum Gender Studies

Projektbeschrieb

Mit unserem Projekt möchten wir das Anliegen der Universität Basel und des Ressorts Chancengleichheit unterstützen, zur „freien Entfaltung und Förderung der vielfältigen Potenziale ihrer Mitglieder“ beizutragen. Ausgangspunkt ist dabei, dass die Vereinbarkeit einer exzellenten wissenschaftlichen Laufbahn mit sowohl familialem, weiterem beruflichem, gesellschaftlichem und/oder politischem Engagement kaum möglich ist. Studierende, Assistierende sowie Privatdozierende und Professor/inn/en sind auf unterschiedliche Art und Weise mit unvereinbaren Anforderungen konfrontiert, die sie dann meist individuell lösen müssen. So gingen gemäss Bundesamt für Statistik 2009 75% der Studierenden einer Erwerbstätigkeit nach, der Grossteil davon auch während des Semesters. Jedoch wird beispielsweise in der Curriculaentwicklung von Vollzeitstudierenden ausgegangen, später werden diese in Berufungsverfahren bevorzugt. Assistierende sind häufig durch eine enorme administrative Arbeitslast sowie Lehrtätigkeiten ausgelastet. Dadurch sind sie einerseits mit einem zeitlichen Problem konfrontiert, da sie weder der Dissertation noch allfälligen familialen oder gesellschaftlichen Verpflichtungen angemessen nachgehen können. Andererseits haben gerade Assistierende, die Eltern sind, häufig auch ein finanzielles Problem, da das Einkommen nicht für den Unterhalt einer Familie reicht. Auch Privatdozierenden und Professor/inn/en stehen nur wenige Lebensmodelle zur Verfügung, da in der Akademie weitgehend von einem Exzellenzverständnis ausgegangen wird, das 100% zeitliche Verfügbarkeit und uneingeschränkte Hingabe verlangt. Inwiefern dies nicht mit vielfältigen Lebensarrangements vereinbar ist, wurde beispielsweise 2011 in einem offenen Brief an den Rektor der Universität Basel oder auch in akademischen Publikationen dargelegt.

Ziel unseres Projekts ist es, die umstrittene Diskussion um Exzellenz auf eine produktive Weise anzuregen und wiederzubeleben, indem wir sie mit konkreten Lebensrealitäten konfrontieren. Es gilt Potenziale und Hindernisse im Hinblick auf konkrete Lebensverhältnisse auszuloten. Dazu werden wir Interviews mit Studierenden, Assistierenden, Privatdozierenden und Professor/inn/en zu ihren Lebensverläufen führen und Portraits anfertigen. Durch eine Broschüre sowie durch eine Podiumsdiskussion zum Thema möchten wir diese Debatte vorantreiben und dadurch das Verständnis für die vielseitigen Herausforderungen schärfen. Dieses Projekt wird im Rahmen von Anstellungen am Zentrum Gender Studies als ein Forschungsprojekt unterstützt und soll im Sinne der Chancengleichheit auch anwendungsorientiert in den universitären Alltag intervenieren.

 

Gender Fellowship Philosophische Ästhetik

Verantwortliche

Prof. Dr. Markus Wild, Lehrstuhl für Theoretische Philosophie
Dr. Susanne Schmetkamp, Assistentin am Lehrstuhl Krebs
Dr. Miriam Fischer-Geboers, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Projektbeschrieb

Das „Gender Fellowship Philosophische Ästhetik“ ist ein Pilotprojekt des Departements Philosophie und Medienwissenschaft. Das Projekt soll Nachwuchswissenschaftlerinnen auf Post-Doc- und PD-Ebene eine Forschungszeit über einen Zeitraum von vier Monaten ermöglichen, in der sie einen Lehrauftrag en bloque sowie Forschungsarbeiten losgelöst von einer Stelle und somit auch losgelöst von Ämtern und anderen administrativen Aufgaben durchführen können. Damit soll eine lückenlose Karriere ermöglicht und die Chancen des weiblichen Nachwuchses auf dem akademischen Markt verbessert werden. Der Fokus des Pilotprojekts liegt auf der „philosophischen Ästhetik“, die sich in Basel zu einem mehrere Disziplinen übergreifenden Schwerpunkt entwickelt hat, und ist auf Philosophinnen ausgerichtet. Nach erfolgreichem Abschluss und anschliessender positiver Evaluation könnte es verstetigt werden und sich zukünftig auch anderen Schwerpunkten aus der Philosophie (wie Ethik, Naturphilosophie, Ontologie oder Logik) sowie Kandidatinnen anderer benachbarter Fachbereiche öffnen. Das in dieser Form bis dahin einzigartige „Gender Fellowship“ könnte auch über die Grenzen hinweg wahrgenommen werden und in der akademischen Landschaft eine Vorreiterrolle einnehmen.

 

Feriencamp Uni Basel

Verantwortliche

Judith Kobler Waldis, Chemielaborantin Umweltgeowissenschaften
Prof. Dr. Christine Alewell, Umweltgeowissenschaften
Prof. Dr. Henriette E. Meyer zu Schwabedissen, Biopharmazie

Projektbeschrieb

Kinder im Schul- oder Kindergartenalter haben bis zu zwölf Wochen Ferien – ihre studierenden oder berufstätigen Eltern jedoch viel weniger oder zu anderen Zeiten. Wie lässt sich dieser Engpass überwinden? Nicht überall springen Grosseltern in die Bresche oder sind Ferienangebote für Kinder vorhanden. Ein einwöchiges Programm könnte Uniangehörigen helfen, Studium oder Beruf und Familie während der Schulferien besser unter einen Hut zu bringen. Spielerisch können die 8–12-Jährigen täglich an einem abwechslungsreichen «Parcours» teilnehmen und damit Einblicke in die Welt der Forschung erhalten und unbekannte Berufe entdecken; daneben auch Spiel und Spass nicht zu kurz kommen und einen Ausflug könnte eine solche Woche abrunden.

Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes ist die Vermittlung von Spass an Naturwissenschaften. In Naturwissenschaften und Ingenieurwesen gibt es Nachwuchsprobleme, deshalb ist es wichtig, Kindern – gerade auch Mädchen – schon früh einen Einblick in bestimmte Tätigkeiten zu vermitteln.

Doch welche Vielfalt von Berufen sich hinter den Mauern einer Universität verbirgt, entgeht häufig auch den Erwachsenen. Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, sich unsere Institution aus der Nähe anzuschauen.

Ein guter Programmmix, in dem sich die Lernaktivitäten mit Freizeitaktivitäten sowie Ausflügen abwechseln, sorgt dafür, dass neben Experimentieren, Ausprobieren und Zuhören das Spielen und die Bewegung nicht zu kurz kommen. Schliesslich sind Ferien.

 

Career Lunch - eat, talk and get ahead

Verantwortlicher

Prof. Dr. Jens Gaab, Chancengleichheitsbeauftragter der Fakultät für Psychologie

Projektbeschrieb

Eine wissenschaftliche Karriere in der Psychologie bietet faszinierende, vielfältige und interessante Möglichkeiten, andererseits erscheint der Weg dorthin gepflastert mit Unwegsamen und Unbekanntem. Dies hat unter anderem auch zur Folge, dass gerade vielversprechende und qualifizierte Nachwuchsforscherinnen den Schritt in die Wissenschaft nicht machen oder diese wieder früh verlassen. Das Career Lunch der Fakultät für Psychologie hat es deswegen zum Ziel, die Herausforderungen und Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Karriere im Austausch mit Wissenschaftlerinnen in verschiedenen Stadien ihrer Karrieren zu besprechen.

 

Chancengleichheit im Karriereweg von Associate- und FullprofessorInnen generell und Lehrentlastung im Anschluss von Mutterschaftsurlaub bis Abschluss des aktuellen Semesters

Verantwortlich

Prof. Dr. Yvan Lengwiler, Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
Sibylle Bösch, Geschäftsführerin der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Projektbeschrieb

Der Karriereweg ist mit der TT-Erteilung bzw. Berufung an die Universität Basel nicht zu Ende, sondern beginnt dann. Die Beförderung auf die nächst höhere Stufe ist jeweils auch mit Einkommenszuwachs verbunden.

Bei der Kategorie Associate / Full Professuren sollte man sicherstellen, dass trotz Übernahme von familiären Betreuungspflichten die Karrierechancen (Erreichen der Voraussetzungen für die Erfüllung der Qualifikationsvorgaben für die nächste Karrierestufe) aufrecht erhalten bleiben.

Dies kann erfolgen, indem ein Teil der Lehrverpflichtung aufgeschoben wird (Nachholen zu einem späteren Zeitpunkt), die betroffenen Personen von der akademischen Selbstverwaltung entbunden werden und/oder möglichst flexibler Gestaltung der Präsenszeiten (i.d.R. Vorlesungszeiten).

Ersatz-Lehraufträge, welche infolge Mutterschaftsurlaubs für die Fakultät erforderlich werden, sind zum Teil durch Taggeldversicherung finanziert. Nach dem Ablauf des Mutterschaftsurlaubs bis zum Ende des laufenden Semesters besteht keine Ersatzfinanzierung.

Kontakt
  • Dr. Beate Böckem

    Gleichstellungsconsulting, Antidiskriminierung

    Beate Boeckem
    Universität Basel Chancengleichheit Steinengraben 5, Postfach
    4001 Basel
    Switzerland
    Tel. +41 61 207 09 10
    E-Mail senden
  • Patricia Zweifel

    lic. phil.

    Vereinbarkeit, Kommunikation, antelope Karriereprogramm

    Patricia Zweifel
    Universität Basel Chancengleichheit Steinengraben 5, Postfach
    4001 Basel
    Switzerland
    Tel. +41 61 207 09 39
    E-Mail senden
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