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campus stories
09. Januar 2026 / Naturwissenschaften , Lara Uebelhart

«Alles um uns herum ist Chemie» – Theorie trifft Praxis im Chemiestudium an der Universität Basel

Ein Chemiestudent schaut in ein Mikroskop.
Mit Respekt, aber ohne Angst, bewegt sich der Chemiestudent Jonas mittlerweile schon deutlich routinierter durch das Labor. (Foto: Universität Basel, Serah Saner)

Weisser Kittel, Schutzbrille und Handschuhe – für Chemiestudent Jonas Schönborn gehört dieser Dresscode zum Studienalltag an der Universität Basel. Im Labor lernen er und seine Mitstudierenden die verschiedenen Bereiche der Chemie praktisch kennen. Was dabei manchmal wie Magie wirkt, ist nicht ganz ungefährlich und erfordert gute Organisation und passende Schutzmassnahmen.

«Im Chemiestudium entdeckt man die Welt der Chemie über die praktischen Experimente im Labor», weiss der 19-jährige Chemiestudent Jonas Schönborn. Für ihn bedeutet das jetzt im dritten Semester, tiefer in die organische Chemie einzutauchen und selbst organische Stoffe herzustellen. Und jedes Mal, wenn ein Experiment gelingt, bestätigt sich für Jonas, was ihn an seinem Studium so reizt: die grundlegenden Prinzipien des Universums zu verstehen und sichtbar zu machen.

Jonas Schönborn lächelt in die Kamera, Porträtaufnahme.
Schon früh war Jonas fasziniert von der Magie seines jetzigen Studienfachs. (Foto: Universität Basel, Serah Saner)

Seine Faszination für das Fach begann schon vor der Schulzeit. Als Kind ist Jonas auf einem Flohmarkt das erste Mal mit dem Thema in Berührung gekommen, als ihm ein dickes Chemielehrbuch in die Hände fiel. «Ich habe damals zwar noch nicht viel davon verstanden, aber die Bilder haben mich so gefesselt, dass ich sie immer noch im Kopf habe.»

Aus dem kindlichen Staunen entwickelte sich eine wissenschaftliche Neugier. «Diese Welt der Chemie hat mich so fasziniert und auch heute ist für mich immer etwas Magie dabei. Um uns herum ist alles Chemie. Und als Chemiker arbeitest du eben mit dieser Umwelt.»

Eine orange Flüssigkeit wird von einem Chemiestudenten im Labor in die Luft gehalten.
Im Labor werden die theoretischen Formeln in praktische Experimente übersetzt; ein Prozess, der selten direkt reibungslos klappt. (Foto: Universität Basel, Serah Saner)

«Angst führt zu Fehlern»

Die Chemiestudierenden werden im Praktikum auch darin geschult, die im Labor notwendigen Schutzmassnahmen einzuhalten. Denn ganz ungefährlich ist die Arbeit mit teilweise brennbaren und giftigen Stoffen nicht. Das sei manchmal unheimlich, aber Angst führe nur zu Fehlern, weiss Jonas. Er rät zu Respekt und guter Organisation mit einem klaren Kopf. «Wenn man die Sicherheitsmassnahmen einhält, kann nichts passieren.»

Um das Studium zu schaffen, müsse man einiges an Arbeit investieren, da es viel Stoff sei, den es zu lernen gilt. Diese Dichte an Inhalt zu bewältigen mache das Studium anspruchsvoll. Dass aber keine Freizeit übrigbleibt, sei ein Vorurteil. «Du musst einfach wissen, wo und wann du Prioritäten richtig setzt», so der Chemiestudent.

Ein Student notiert etwas auf eine weisse Tafel, während ihm ein Doktorand über die Schulter schaut.
Die selbstständige Arbeit im Labor wird stets von erfahrenen Doktorand*innen begleitet. (Foto: Universität Basel, Serah Saner)

Basel als Chemie-Standort

Für Jonas war die Dichte an Unternehmen aus der Chemie- und Pharmaindustrie in Basel ein Argument, das für die Universität Basel als Studienort sprach. Das ermögliche einen leichteren Zugang in berufliche Netzwerke und Einstiegsjobs beispielsweise als Chemielaborant schon nach dem Bachelor. Die meisten Chemiestudierenden hängen aber einen Master oder gar noch einen PhD an.

Vor dem 19-Jährigen liegen also noch einige Semester, wobei sich Jonas bereits auf das allerletzte Bachelorsemester freue, denn da dürfen die Studierenden im Anschluss an das Praktikum in einer Forschungsgruppe mitarbeiten.

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