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Universität Basel

Was tun?

Was kann ich tun, wenn ich belästigt werde?

Haben Sie den Mut, nein zu sagen, wenn Sie sich sexuell belästigt fühlen! Egal, ob gegenüber Vorgesetzten, Dozierenden, Kolleginnen und Kollegen oder Mitstudierenden – Sie haben das Recht dazu. Denn es geht um den Respekt Ihrer persönlichen Grenzen, um Ihren Schutz am Arbeits- und Studienplatz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich gegen unerwünschtes Verhalten zu wehren.

  • Direkte Reaktion
    Teilen Sie der belästigenden Person oder den Personen sofort und unmissverständlich mit, dass ihr Verhalten unerwünscht ist. Je länger Sie mit einer Reaktion warten, umso schwieriger wird es. Fühlen Sie sich nicht ernst genommen, weisen Sie darauf hin, dass Sie die Anlaufstellen kontaktieren werden.
  • Reaktion im Nachklang
    Möchten Sie den Weg der direkten Konfrontation umgehen, benennen Sie schriftlich, was Sie stört und fordern Sie, dass das belästigende Verhalten eingestellt wird.
  • Dokumentation der Ereignisse
    Es ist schwierig, sexuelle Belästigung zu beweisen. Oft steht Aussage gegen Aussage. Notieren Sie daher, was sich ereignet hat. Dazu zählen belästigende Person/en, Datum, Zeit, Ort, Art der Belästigung, was Sie unternommen haben, allfällige Zeuginnen und Zeugen. Speichern Sie belästigende Mails oder Textnachrichten.
  • Verbündete suchen
    Teilen Sie sich Personen mit, denen Sie vertrauen. Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld. Vielleicht können Sie gemeinsam mit anderen reagieren und wurden nicht als einzige Person belästigt.
  • Hilfe in Anspruch nehmen
    Wenden Sie sich an die Anlaufstellen der Universität Basel. Sie behandeln Ihr Anliegen vertraulich und unterstützen Sie bei weiteren Schritten und Gesprächen.

 


Was kann ich tun, wenn ich sexuelle Belästigung beobachte?

Als beobachtende Person können Sie der belästigten Person viel Leid ersparen. Schauen Sie nicht weg, zeigen Sie Zivilcourage – die Universität zählt auf Mitglieder, die sich für ein respektvolles Miteinander am Arbeitsplatz oder im Studium einsetzen.

  • Direkte Situation
    Lachen Sie nicht mit, wenn sexistische Sprüche gemacht werden. Stehen Sie für ein respektvolles Miteinander ein – machen Sie belästigende Personen darauf aufmerksam, dass ein solches Verhalten Grenzen überschreitet.
  • Kollegiales Verhalten gegenüber Betroffenen
    Sprechen Sie mit betroffenen Personen, wenn Sie den Eindruck haben, dass diese belästigt werden. Machen Sie auf die Anlaufstellen aufmerksam und bieten Sie gegebenenfalls Unterstützung an. Dies könnte beispielsweise eine Begleitung zu Besprechungen mit Vorgesetzten beinhalten.
  • Möglichkeiten im Team oder im weiteren Umfeld
    Informieren Sie Ihre Vorgesetzte oder Ihren Vorgesetzten, Ihre Dozentin oder Ihren Dozenten über ungute Situationen. Unternehmen Sie jedoch ohne Zustimmung der betroffenen Person keine weiteren Schritte.

 


Was kann ich tun, wenn ich als dozierende oder vorgesetzte Person sexueller Belästigung präventiv begegnen möchte?

Als Person mit Führungsaufgaben sind Sie als Vertretung Ihrer Arbeitgeberin, der Universität Basel, nach dem Gleichstellungsgesetz verpflichtet, für ein belästigungsfreies Arbeits- und Studienklima zu sorgen. Prävention und eine Kultur des offenen, respektvollen und wertschätzenden Umgangs sind effektive Mittel, um ein belästigungsfreies Klima zu gewährleisten.

  • Zeichen setzen
    Seien Sie selber gutes Vorbild für einen respektvollen Umgang im Team und im Seminarraum. Sprechen Sie das Thema an und beziehen Sie aktiv Stellung: Betonen Sie, dass an der Universität Basel ein offener und respektvoller Umgang herrscht und dass sexuelle Belästigung keinesfalls toleriert wird. Weisen Sie auf die Anlaufstellen hin oder bieten Sie sich für ein vertrauliches Gespräch an.
  • Sensibilisierung, Information, Teambildung
    Machen Sie durch die Auslage der Broschüre und durch Verlinkung zu den entsprechenden Webseiten der Universität in Ihrem Umfeld auf das Thema und die Angebote aufmerksam. Kontaktieren Sie die Anlaufstellen, wenn Sie dazu orientiert werden wollen und fragen Sie nach spezifischen Trainings und Workshops.

 


Was kann ich tun, wenn ich als dozierende oder vorgesetzte Person mit Vorfällen konfrontiert werde?

Als Person mit Führungsaufgaben befinden Sie sich in einem anspruchsvollen Balanceakt: Einerseits besteht Schutzpflicht gegenüber der belästigten Person, andererseits Wahrung der Unschuldsvermutung gegenüber der von dem Belästigungsvorwurf betroffenden Person. Hinzu kommt oft, dass die direkten Vorgesetzten spät von konkreten Vorfällen erfahren, dann jedoch rasch handeln müssen.

  • Angemessenes Verhalten
    Stoppen Sie offensichtliche Belästigungen in Ihrem Umfeld sofort. Erhalten Sie Hinweise auf Belästigungen, nehmen Sie das Problem ernst. Machen Sie sich unverzüglich ein Bild der Situation. Bleiben Sie vorerst strikt neutral.
  • Unterstützung in Anspruch nehmen
    Nutzen Sie die vertrauliche Unterstützung der Anlaufstellen. Zögern Sie nicht, diese ins Boot zu holen, wenn Sie Schieflagen bemerken und Sie sich über Ihre Handlungsspielräume und Verantwortlichkeiten klar werden wollen.

 


Was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, eine Grenze überschritten zu haben?

Wurden Sie damit konfrontiert, dass Sie Grenzen anderer nicht respektiert haben? Sind Sie sich nicht ganz sicher, ob Sie sich angemessen verhalten haben? Sexuelle Belästigung hat gravierende Folgen für alle involvierten Personen. Eine kurze Reflektion über das eigene Tun und die Wirkung lohnt sich in jedem Fall.

  • Eigenes Verhalten reflektieren
    Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Verhalten als Belästigung wahrgenommen werden könnte, fragen Sie sich, ob Sie sich selbst oder eine Ihnen nahestehende Person in einer ähnlichen Situation sehen möchten. Tauschen Sie sich mit Personen aus, denen Sie vertrauen.
  • Umgang miteinander
    Wenn Sie unsicher sind, ob Sie eine Grenze im Miteinander ungewollt überschritten haben, sprechen Sie Ihr Gegenüber an. Entschuldigen Sie sich bei der Person.
  • Unterstützung finden
    Fassen Sie den Mut, Ihr Verhalten zu reflektieren und Schieflagen anzusprechen. Die Anlaufstellen agieren vertraulich und können Ihnen Unterstützungsangebote vermitteln.
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