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Universität Basel

Kleine Regulatoren bewirken grosse Veränderungen

Mihaela Zavolans Karriere verlief nicht in den üblichen Bahnen: 1992 schloss sie ihr Medizinstudium an der Medizinischen und Pharmazeutischen Universität Victor Babeș in Timișoara (Rumänien) ab und ging anschliessend in die USA, um sich dort mit Computational Biology zu befassen. Dort erwarb sie 1999 einen Doktortitel in Computer Science von der University of New Mexico in Albuquerque.

Mihaela Zavolan
Mihaela Zavolan: «Es fasziniert mich, dass solch kleine Moleküle so grosse Änderungen auslösen können.» © Universität Basel

Nach ihrem Postdoktorat an der Rockefeller University im Labor für Computational Genomics erhielt sie 2003 eine Assistenzprofessur für Bioinformatik und Systembiologie am Biozentrum der Universität Basel. 2008 wurde sie zur Extraordinaria gewählt und leitet zurzeit eine Forschungsgruppe von 10 bis 15 Mitarbeitenden.

Ihr Team erforscht die Funktionsweise sehr kleiner regulatorischer Moleküle, der sogenannten Mikro-Ribonukleinsäuren, miRNAs. Durch Untersuchung der Funktion dieser Moleküle unter normalen Bedingungen versuchen die Forscher die Folgen zu verstehen, welche eine fehlerhafte Expression von miRNAs hat, wie sie sich bei verschiedenen Krankheiten beobachten lässt. «Es fasziniert mich, dass solch kleine Moleküle so grosse Änderungen der Zellidentität auslösen können, und ich möchte klären, wie miRNAs eine Reprogrammierung von Zellen auslösen», erklärt Zavolan. Für dieses Forschungsprojekt erhielt sie vom Europäischen Forschungsrat einen ERC Starting Grant in der Höhe von fast 900'000 Euro zugesprochen.

Das Biozentrum bietet Zavolan die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Arbeit. In ihrem Team führen Fachleute aus Computational Biology und Molekularbiologie Resultate aus der experimentellen Forschung mit Datenanalyse und Computermodellierung zusammen. Ihr jüngstes Projekt «Dealing with uncertainty: controlling and exploiting stochasticity in gene regulatory networks» hat 2,5 Millionen Euro an Finanzierung von der Forschungsinitiative SystemsX.ch erhalten.

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