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Universität Basel

Akademischer Mittelbau

Anstellungsbedingungen von Assistierenden

Grundsätzlich gilt für das wissenschaftliche Personal, zu dem Assistentinnen und Assistenten gehören, auch die Personalordnung der Universität Basel. Zusätzlich werden einige Punkte in der «Ordnung für das Wissenschaftliche Personal an der Universität Basel» weiter ausgeführt.


Arbeitszeiten und Dauer der Anstellung

Die Assistenz im Hinblick auf eine Promotion ist befristet auf ein Jahr mit der Möglichkeit auf Verlängerung um drei Jahre. Sofern es für die wissenschaftliche Ausbildung zwingend notwendig ist und insbesondere bei Wahrnehmung familiärer Pflichten, kann die Anstellung in begründeten Fällen um höchsten ein weiteres Jahr verlängert werden.

Eine Assistenz im Hinblick auf eine Habilitation ist befristet auf zwei Jahre mit Möglichkeit auf Verlängerung um vier Jahre.

Projektassistenzen sind entsprechend der Laufzeit der Drittmittelprojekte befristet und können nur in diesem Rahmen verlängert werden.

Unabhängig vom Beschäftigungsgrad muss mindestens die Hälfte der Arbeitszeit für die eigene Forschungsarbeit zur Verfügung stehen.

Es empfiehlt sich sehr, frühzeitig die Bedingungen für eine allfällige Verlängerung der Anstellungsdauer abzuklären und Vorstellungen und Bedürfnisse offen zu kommunizieren.

Für die Zeit des Mutterschaftsurlaubs ist zu beachten, dass die Arbeit aller Beteiligten durch eine umsichtige Terminkoordination und eine umfassende und klare Stellvertretungsregelung erleichtert wird, zum Beispiel, was die Betreuung von Arbeiten von Studierenden, eigene Vorträge und Prüfungen betrifft.


Konditionen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF)

Mutterschaftsurlaub

Bei einer Projektförderung werden die ortsüblichen Regeln bezüglich Mutterschaftsurlaubs angewandt (vgl. oben). Stipendiandinnen haben während der Dauer des SNF-Stipendiums einen Anspruch auf einen viermonatigen bezahlten Mutterschaftsurlaub. Die Stipendiatin reicht die entsprechende Meldung direkt bei ihrer Ansprechperson beim SNF ein. Eine Meldung der Geburt und eine Absprache bezüglich bezahlten Mutterschaftsurlaubs sind auch für die anderen individuellen Förderinstrumente notwendig. Kontaktpersonen sind die jeweiligen Programmverantwortlichen.


Vaterschaftsurlaub

Stipendianten kann während der Dauer des SNF-Stipendiums auf begründetes Gesuch hin ein bis zu viermonatiger bezahlter Vaterschaftsurlaub gewährt werden.


Adoption

Bei der Aufnahme von Kleinkindern zur Pflege und Erziehung zwecks späterer Adoption anerkennt der SNF grundsätzlich die ortsüblichen Regeln bezüglich Urlaub und Lohnfortzahlung (vgl. oben). Wo die ortsüblichen Regeln weniger als zwei Monate vorsehen, finanziert der SNF zwei Monate Urlaub und Lohnfortzahlung.


Verlängerung der SNF-Finanzierung

Die Förderung kann um die Dauer des genehmigten Mutter- oder Vaterschaftsurlaubs verlängert werden. Zu diesem Zweck reicht die Leiterin oder der Leiter des Projekts an der Universität Basel einen Antrag beim SNF ein. Der bewilligte Antrag wird dem Personaldienst der Universität zugestellt.

Stipendiantinnen und Stipendianten dürfen den Aufenthalt wegen Elternschaft kurzzeitig unterbrechen, solange dadurch das Projekt nicht gefährdet wird. Auch eine Reduktion des Pensums für einen beschränkten Zeitraum ist erlaubt. In beiden Fällen braucht es einen gut begründeten schriftlichen Antrag.


Unbezahlter Elternurlaub bei Geburt

Ein Antrag auf unbezahlten Elternurlaub kann mit dem Einverständnis der/des Vorgesetzten eingereicht werden. Dieser muss gut begründet und mit der Zielvorgabe des Forschungsprojekts vereinbar sein. Dies gilt auch für Empfängerinnen und Empfänger eines SNF-Stipendiums, eines Ambizione-Beitrags oder einer SNF-Förderungsprofessur.

Diese müssen den gut begründeten, offiziellen Antrag für einen unbezahlten Elternurlaub direkt selber einreichen und eine Genehmigung des Gastinstituts beilegen.


Stellvertretung während des Elternurlaubs

Ist die Anstellung einer Stellvertretung für die erfolgreiche Weiterführung der Forschungsarbeiten erforderlich, wird sie vom SNF grundsätzlich bewilligt und über einen Zusatzbetrag finanziert.

Der begründete Antrag muss von der Projektleitung an der Universität Basel eingereicht werden. Dieser wird beispielsweise bewilligt, wenn das ungeborene Kind einer schwangeren Forscherin während der Arbeit einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt ist.

Bei Stipendien und einem Marie Heim-Vögtlin-Beitrag ist keine Finanzierung einer Stellvertretung vorgesehen.


Entlastungsbeitrag 120%

Dieser ermöglicht Postdoktorierenden mit einer Anstellung von 80–100% eine Reduktion des Arbeitspensums auf 60–80%.

Die frei werdenden Salärmittel werden vom SNF so aufgestockt, dass eine Supportperson zu höchstens 60% im entsprechenden Forschungsprojekt angestellt werden kann. Es können auch Kinderbetreuungskosten bis maximal 20% des Bruttosalärs der Postdoktorandin oder des Postdoktoranden geltend gemacht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.snf.ch, vor allem in den jeweiligen Reglementen.


Drittmittelangestellte

Viele Doktorierende und Postdoktorierende an der Universität Basel sind Drittmittelangestellte.

Diese Anstellungsverhältnisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie zeitlich befristet sind, unter privatrechtlichem Arbeitsvertrag abgeschlossen wurden und durch externe Dritte (z.B. den SNF) finanziert werden.

Die zeitliche Begrenzung der Projekte wird durch den/die Drittmittelgeber/in festgelegt, indem beispielsweise Forschungskredite für eine bestimmte Zeit gesprochen werden.

Für die Drittmittelangestellten gelten im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie grundsätzlich die gleichen Rechtsgrundlagen wie für die übrigen Mitarbeitenden der Universität Basel. Zu beachten sind die speziellen Regelungen der Drittmittelgebenden sowie der Einfluss der befristeten Dauer der Anstellung.


Anspruch Mutterschaftsurlaub

Ein Mutterschaftsurlaub im Rahmen einer Drittmittelanstellung dauert bis längstens zum Ende des Arbeitsverhältnisses. Anschliessend geschieht der Bezug des Mutterschaftsgeldes direkt über die Ausgleichskasse. Es beträgt 80% des Lohnes, der in den fünf vergangenen Monaten vor der Geburt des Kindes durchschnittlich ausbezahlt wurde.

Es muss in jedem Fall das Formular zur Anmeldung einer Mutterschaftsentschädigung ausgefüllt werden. Die Mitarbeiterin füllt den Teil A aus und stellt ihn mit dem Geburtenschein und dem Familienbüchlein/Familienausweis dem Ressort Personal zu.


Möglichkeit der Verlängerung der Drittmittelstelle um den Mutterschaftsurlaub

Die zeitliche Begrenzung der Projekte wird durch die Drittmittelgeberin oder den Drittmittelgeber festgelegt. Drittmittelangestellten, welche ihre Tätigkeit an der Universität aufgrund von Schwangerschaft und Elternschaft unterbrechen, wird empfohlen, sich frühzeitig bei den jeweiligen Kreditverantwortlichen bezüglich der Verlängerung der Drittmittelprojekte zu erkundigen.


Stipendiantinnen und Stipendianten

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die ein Stipendium erhalten, sind nicht an der Universität Basel angestellt. Für sie gelten im Bereich Vereinbarkeit die Vorgaben der betreffenden Stipendienstelle – sofern vorhanden.


Weiterführende Informationen
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