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Universität Basel

Arbeiten mit Familie

Arbeiten mit Familie

Schwangerschaft

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Vorgesetzte frühzeitig über die Schwangerschaft zu informieren, damit sie auf die Gesundheit der schwangeren Frau Rücksicht nehmen und der Mutterschaftsurlaub sowie ein allfälliger unbezahlter Urlaub geplant werden können. Es besteht jedoch das Recht, die Schwangerschaft zu verschweigen.

Während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Geburt darf einer Frau nicht gekündigt werden. Eine während dieser Frist erklärte Kündigung ist nichtig. Schwangere Frauen dürfen hingegen – unter Beachtung der Kündigungsfristen – jederzeit kündigen. Ebenfalls ist jederzeit eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen möglich.


 

Mutterschutz

Schwangerschaft, Niederkunft und die Wochen danach sind ein Einschnitt im Leben einer Frau, die besondere Risiken für ihre Gesundheit bergen und die darum auch einen besonderen Schutz verlangen.

Informieren Sie deshalb Ihre Vorgesetzte, Ihren Vorgesetzten und füllen Sie mit ihr oder ihm gemeinsam die Checkliste aus. Werden Fragen mit Ja beantwortet, setzten Sie sich bitte mit dem Koordinator für Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz, Werner Duttweiler, in Verbindung.


Urlaub aufgrund Elternschaft

Bei Schwangerschaft und Mutterschaft besteht Anspruch auf eine bezahlte Absenz für die Dauer von 16 Wochen.
Der Mitarbeiterin steht für die gesamte Dauer der bezahlten Absenz das volle Gehalt zu. Die Anmeldung für die Mutterschaftsentschädigung erfolgt durch die Mutter nach der Niederkunft.

Väter erhalten bei Geburt eines eigenen Kindes einen Vaterschaftsurlaub von fünf Tagen.

Des weiteren kennt die Universität den Elternurlaub bei Adoption sowie den unbezahlten Elternurlaub.

 

Stellvertretung während des Mutterschaftsurlaubs

Stellvertretungen können grundsätzlich in der Höhe der Lohnsumme, die von der Mutterschaftsentschädigung zurückerstattet wird, angestellt werden (14 Wochen à 80% des Gehalts der Angestellten, die sich im Mutterschaftsurlaub befindet).


Stillzeiten

Stillende Angestellte dürfen nach Beendigung des Mutterschaftsurlaubes grundsätzlich nicht über die vereinbarte tägliche Arbeitszeit hinaus sowie nicht länger als neun Stunden pro Tag beschäftigt werden.

Stillenden Müttern sind die für das Stillen oder für das Abpumpen von Milch erforderlichen Zeiten freizugeben. Davon wird im ersten Lebensjahr des Kindes als bezahlte Arbeitszeit angerechnet:

  • bei einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 4 Stunden: mindestens 30 Minuten;
     
  • bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 4 Stunden: mindestens 60 Minuten;
     
  • bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 7 Stunden: mindestens 90 Minuten.

Klären Sie mit den Vorgesetzten frühzeitig die Möglichkeiten der Stillräumlichkeiten ab. Hinweise dazu finden Sie auf unserer Website zur familienfreundlichen Infrastruktur

Um das Stillen oder Abpumpen von Muttermilch am Arbeitsplatz gewährleisten zu können, braucht es gegenseitige Toleranz. Sowohl die Mutter wie auch die/der Vorgesetzte müssen sich im Vorfeld informieren und vorbereiten. Ein Gespräch über gegenseitige Erwartungen und Wünsche ist sehr sinnvoll.

Die Checkliste der Stillförderung Schweiz ist für die Planung sehr hilfreich.

Informationen bezüglich Stillzeiten und Mutterschutz finden Sie auf der Webseite der Bundesverwaltung seco.admin.ch

Informationen, Tipps, Checklisten und Hilfestellungen zum Thema Arbeiten und Mutterschaft erhalten Sie auf dem Portal mamagenda (die digitale Agenda zur Begleitung schwangerer Mitarbeiterinnen).

Stillen und unterwegs? Mit der App mamamap finden Sie schnell und unkompliziert einen öffentlich zugänglichen Stillraum in Ihrer Nähe.


Krankheit eines Familienmitglieds als bezahlte Abwesenheit

Bei Krankheit eines Kindes und wegen privater oder familiärer Verpflichtungen (Krankheit im eigenen Haushalt, sofern keine andere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist und eine ärztliche Bestätigung vorliegt) besteht ein Recht auf maximal drei Tage bezahlte Absenz. Sollte diese überschritten werden, bestehen in Absprache mit den Vorgesetzten Kompensationsmöglichkeiten.


 

Familien- und Unterhaltszulagen

Die Familienzulagen sollen die Kosten, die den Eltern durch den Unterhalt ihrer Kinder entstehen, teilweise ausgleichen. Sie umfassen Kinder- und Ausbildungszulagen.

Im Grundsatz besteht ein Anspruch auf Familienzulagen für alle Kinder, für welche die Bezügerin oder der Bezüger von Familienzulagen aufkommt.

Erfahren Sie mehr über die Beantragung der Familien- und Unterhaltszulagen.

Weitere Informationen zu Familienzulagen erhalten Sie auf  www.ausgleichskasse-bs.ch.


Rahmenbedingungen für Doktorierende und Postdoktorierende

Assistentinnen und Assistenten

Grundsätzlich gilt für das wissenschaftliche Personal, zu dem Assistentinnen und Assistenten gehören, auch die Personalordnung der Universität Basel. Zusätzlich werden einige Punkte in der Ordnung für das Wissenschaftliche Personal an der Universität Basel weiter ausgeführt.

Regelungen zu familiären Verpflichtungen

Der Beschäftigungsgrad beträgt mindestens 60 Stellenprozente, wobei Ausnahmen bei Wahrnehmung familiärer Verpflichtungen möglich sind.

Sofern es für die wissenschaftliche Ausbildung zwingend notwendig ist und insbesondere bei Wahrnehmung familiärer Verpflichtungen, kann die Anstellung von Assistentinnen und Assistenten in begründeten Fällen um höchstens ein weiteres Jahr verlängert werden.

Es empfiehlt sich sehr, frühzeitig die Bedingungen für eine allfällige Verlängerung der Anstellungsdauer abzuklären und Vorstellungen und Bedürfnisse offen zu kommunizieren.

Für die Zeit des Mutterschaftsurlaubs ist zu beachten, dass die Arbeit aller Beteiligten durch eine umsichtige Terminkoordination und eine umfassende und klare Stellvertretungsregelung erleichtert wird, zum Beispiel, was die Betreuung von Arbeiten von Studierenden, eigene Vorträge und Prüfungen betrifft.


 

Drittmittelangestellte

Viele Doktorierende und Postdoktorierende an der Universität Basel sind Drittmittelangestellte.

Diese Anstellungsverhältnisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie zeitlich befristet sind, unter privatrechtlichem Arbeitsvertrag abgeschlossen wurden und durch externe Dritte (z.B. den SNF) finanziert werden.

Die zeitliche Begrenzung der Projekte wird durch den/die Drittmittelgeber/in festgelegt, indem beispielsweise Forschungskredite für eine bestimmte Zeit gesprochen werden.

Für die Drittmittelangestellten gelten im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie grundsätzlich die gleichen Rechtsgrundlagen wie für die übrigen Mitarbeitenden der Universität Basel. Zu beachten sind die speziellen Regelungen der Drittmittelgebenden sowie der Einfluss der befristeten Dauer der Anstellung.

Die Beantragunug von Urlauben und Verlängerungen erfolgt grundsätzlich über die Institution, die die Drittmittel vergibt, Bsp. SNF. Human Resources der Universität Basel muss jedoch für eine allfällige Mutation nach Bestätigung der Drittmittelgebenden informiert werden, dies geschieht nicht automatisch.


Anspruch Mutterschaftsurlaub

Ein Mutterschaftsurlaub im Rahmen einer Drittmittelanstellung dauert bis längstens zum Ende des Arbeitsverhältnisses. Anschliessend geschieht der Bezug des Mutterschaftsgeldes direkt über die Ausgleichskasse. Es beträgt 80% des Lohnes, der in den fünf vergangenen Monaten vor der Geburt des Kindes durchschnittlich ausbezahlt wurde. Die Entschädigung wird über das universitäre Formular beantragt.


Möglichkeit der Verlängerung der Drittmittelstelle um den Mutterschaftsurlaub

Die zeitliche Begrenzung der Projekte wird durch die Drittmittelgeberin oder den Drittmittelgeber festgelegt. Drittmittelangestellten, welche ihre Tätigkeit an der Universität aufgrund von Schwangerschaft und Elternschaft unterbrechen, wird empfohlen, sich frühzeitig bei den jeweiligen Budgetverantwortlichen bezüglich der Verlängerung der Drittmittelprojekte zu erkundigen.

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