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Universität Basel

Urban Studies: Kooperation mit Kapstadt

Die Universität Basel geht eine Partnerschaft mit dem südlichen Afrika ein und kooperiert mit dem «African Centre for Cities» der Universität Kapstadt. Geplant ist ein interdisziplinärer Masterstudiengang in «Urban and Landscape Studies», wofür drei Professuren ausgeschrieben wurden.

Campus der University of Cape Town.
Universität Kapstadt: Partner der Universität Basel. © University of Cape Town

Der englischsprachige Studiengang «Urban and Landscape Studies» soll ab Beginn des Herbstsemesters 2016 starten. Er wird sich aktuellen Fragen der gesellschaftlichen, städtebaulichen und territorialen Entwicklung auf globaler Ebene widmen, und zwar aus den Perspektiven der Kunst-, der Sozial- und der Umweltwissenschaften; ein Schwerpunkt liegt dabei auf Afrika. Gestärkt werden damit vor allem die humanwissenschaftlichen Kompetenzen der Universität Basel. «Kooperationen mit Universitäten ausserhalb Europas werden immer wichtiger», sagt Rektor Antonio Loprieno.

Der neue Studiengang wird mit Anschluss an die für diese Thematik ausgezeichnet positionierte südafrikanische Universität Kapstadt entwickelt und soll international ausstrahlen. Die 1829 gegründete University of Cape Town (UCT, Bild) ist die älteste Universität des Landes und zählt in Rankings zu den besten Universitäten des Kontinents. Mit rund 25’000 Studierenden, wovon etwa ein Fünftel aus dem Ausland kommen, befindet sie sich unter einem der Gipfel des Tafelberg- Massivs, dem Devil’s Peak. Das der UCT angegliederte «African Centre for Cities» ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Ausbildungsprogramm, das sich auf Urbanisierungsprozesse konzentriert. Gefördert werden Stadtforschung und Politikdiskurse zugunsten einer lebendigen, demokratischen und nachhaltigen Stadtentwicklung im globalen Süden aus afrikanischer Perspektive.

Die künftigen Studierenden in «Urban and Landscape Studies» werden zur wissenschaftlichen Forschung und zu praktischen Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen der urbanen und territorialen Planung wie Städtebau, Verkehr oder Mobilität ausgebildet. Der Studiengang soll das hohe Innovationspotenzial dieser Kompetenzen für die bestehende Lehre und Forschung an der Universität Basel nutzen: So werden damit die universitären Schwerpunkte «Bildwissenschaften», «European and Global Studies» sowie «Energie und Nachhaltigkeit» interdisziplinär verbunden und erweitert.

Neues Institut, drei Professuren

Vorgesehen ist die Einrichtung eines überfakultären Instituts, das dem Rektorat zugeordnet sein wird. Mit dem Konzept genehmigte der Universitätsrat die Einrichtung und Freigabe von drei Professuren, die ausgeschrieben wurden: von je einer Professur für «Urban Anthropology (with a thematic focus on Africa)», für «Urban-Rural Transformations» und für «History and Theory of Architecture and Urbanism». Bereits in der Strategie 2014 der Universität Basel war die Entwicklung kunstund umweltwissenschaftlich ausgerichteter Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Raum angekündigt worden.

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