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Universität Basel

Der Traum von sauberem Trinkwasser

Am Swiss Nanoscience Institut (SNI) arbeiten Physikerinnen, Biologen, Chemikerinnen und Ingenieure eng zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neuartige Methoden zur Herstellung von sauberem Trinkwasser.

Wolfgang P. Meier
Wolfgang P. Meier forscht an künstlichen Membranen, mit denen innerhalb von Sekunden sauberes Trinkwasser produziert werden könnte. © Universität Basel

Das Team um Wolfgang Meier, Professor für Physikalische Chemie, setzt dabei auf sogenannte Aquaporine. Das sind natürliche Eiweisse, die Kanäle bilden und beispielsweise auch in unseren Nieren für die Reinigung von Flüssigkeit sorgen. Aquaporine lassen ausschliesslich Wassermoleküle passieren und sind daher die perfekten Wasserfilter. Die Forschenden arbeiten daran, künstliche Membranen zu entwickeln, in die sich Aquaporine einbauen lassen. Solche Membranen könnten innerhalb von Sekunden sauberes Trinkwasser produzieren.

Die Forschungsgruppe hat Aquaporine isoliert und diese erfolgreich in eine künstliche Membran integriert. Sie konnten zeigen, dass im Wasser gelöste Salze oder Bakterien nicht durch die Membran hindurchgelangen. Zurzeit arbeiten die Wissenschaftler daran, die Technik alltagstauglich zu machen.

«Unsere Arbeit ist sehr interdisziplinär», erklärt Wolfgang Meier. «Wir benötigen Fachwissen aus den Bereichen der Polymerchemie, der Oberflächencharakterisierung, der Strukturbiologie sowie aus dem Ingenieurswesen. Am Forschungsstandort Basel ist diese Expertise bereits in vielen Bereichen vorhanden.»

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