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Universität Basel

Spinnen und ihre Netze

Radnetzspinnen sitzen fast immer mit dem Kopf nach unten auf der Nabe ihres Netzes, wenn sie auf Beute warten, und bauen asymmetrische Netze mit grösserem unterem Teil. Einige Spinnenarten tragen den Kopf oben und haben Netze, die oben grösser sind. Andere wiederum sitzen manchmal kopfoben, manchmal kopfunten und ab und zu auch seitwärts; dann sind deren Netze nahezu symmetrisch. Warum das? Den Gründen dafür ist PD Dr. Samuel Zschokke vom Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz der Universität Basel zusammen mit einem japanischen Kollegen nachgegangen. Die kopfoben sitzenden Spinnen der Gattung Cyclosa waren eher klein und konnten sich ähnlich schnell aufwärts wie abwärts bewegen, um Beute im Netz zu erreichen. Dagegen waren die kopfunten sitzenden Spinnen grösser und konnten schneller abwärts als aufwärts rennen. Dieses Prinzip ermöglicht es allen Tieren, das ganze Netz in kurzer Zeit zu erreichen – die Orientierung der Spinnen und die Asymmetrie ihrer Netze dienen also dazu, den Beutefangerfolg zu maximieren.

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