x
Loading
+ -

Universität Basel

22. März 2001

Ständerat Gian-Reto Plattner, Nationalrat Christoph Eymann: Höhere Grundsubventionen des Bundes an die kantonalen Universitäten

Die Bildung ist der wichtigste Rohstoff unseres Landes. Viele Staaten in Europa und Übersee, mit denen wir in wirtschaftlicher Konkurrenz stehen, haben in den letzten Jahren erheblich in Hochschulbildung und -Forschung investiert. In der Schweiz haben die Fördermittel im gleichen Zeitraum jedoch stagniert oder sind gar leicht zurückgegangen. Die Schweiz verliert deswegen unaufhaltsam ihre internationale Spitzenstellung in der Grundlagen-Forschung an den Universitäten. Ständerat Plattner und Nationalrat Eymann haben deshalb heute in beiden Kammern des Parlaments eine von 29 StänderätInnen und 100 NationalrätInnen unterzeichnete Motion eingereicht, welche eine substantielle Steigerung der Grundsubventionen an die kantonalen Universitäten verlangt. In der Begründung schlagen die Motionäre eine schrittweise Erhöhung von Fr. 380 Mio. jährlich auf Fr. 1 Mia. jährlich im Laufe der nächsten zehn Jahre vor.

In einem Thesenpapier der Gruppe für Wissenschaft und Forschung vom August 2000 führt Staatssekretär Kleiber aus, dass sich die wissenschaftlichen Leistungen der Schweiz im internationalen Vergleich rückläufig entwickeln. Die schweizerische Industrie investiert vermehrt in ausländische Universitäten, unsere Universitäten stehen vor der Herausforderung, sich unter stagnierenden oder leicht rückläufigen finanziellen Eckwerten einem verstärkten nationalen und internationalen Verdrängungswettbewerb zu stellen. Die notwendige Prioritätensetzung auf die Sanierung des Staatshaushalts sowohl bei den Kantonen wie beim Bund hat somit dazu geführt, dass die Universitäten der Schweiz sich bei der erheblich härteren wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Konkurrenz mit real gesunkenen Mitteln behaupten müssen.

Es besteht Einigkeit darüber, dass die Schweiz erheblichen Nachholbedarf an Investitionen in der Hochschulbildung hat. Deshalb ist es höchste Zeit, dass in finanziell besseren Zeiten in erster Linie wieder in diesen für die Zukunft unseres rohstoffarmen Landes zentralen Wettbewerbsfaktor investiert wird. Am Umfang der erheblich besseren Finanzierung der ETH lässt sich ablesen, dass das Führen einer damit konkurrenzfähigen Universität die Möglichkeiten kantonaler Kleinräumigkeit längst gesprengt hat. Eine substantielle Erhöhung der Finanzmittel der Universitäten muss deshalb vom Bund geleistet werden, damit diese weiterhin ihre nationalen Aufgaben im BFT-Bereich (Bildung, Forschung, Technologie) wahrnehmen können.

Vor diesem Hintergrund wird ein substantielles jährliches Wachstum der Grundbeiträge an die kantonalen Universitäten beantragt, in der Grössenordnung von jeweils rund Fr. 60 Mio. (Stand 2001) pro Jahr über die nächsten zehn Jahre. Der Bund würde damit sein Finanzengagement an den kantonalen Universitäten von Fr. 380 Mio. (2000) auf rund Fr. 1 Mia. im Jahr 2012 schrittweise erhöhen.

Weiterführende Informationen
nach oben