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Universität Basel

16. Februar 2007

Neue Professoren an der Universität Basel

Drei neue ordentliche Professoren an der Universität Basel: Der Universitätsrat hat Prof. Matthias Schmidt zum Ordinarius für Musikwissenschaft, Prof. Michael Beckmann zum Ordinarius für Personal und Organisation und Prof. Andreas Papassotiropoulos zum Ordinarius für die neue Professur für Molekulare Psychologie gewählt. Assistenzprofessor für Umweltgeowissenschaften wird zudem Prof. Moritz Lehmann.

Prof. Matthias Schmidt wird neuer Ordinarius für Musikwissenschaft an der Philosophisch-Historischen Fakultät. Geboren 1966 in Köln, ist Schmidt mit gut vierzig Jahren ein breit ausgewiesener Wissenschaftler. Bereits während der Schulzeit studierte er am Kölner Konservatorium Violoncello und Klavier, woran sich an den Universitäten Bonn, Berlin (FU) und Wien das Studium der Musikwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie anschloss. 1996 wurde er mit einer Arbeit über den österreichischen Komponisten Ernst Krenek promoviert. Anschliessend nahm er mehrere Gastdozenturen und Lehrstuhlvertretungen wahr (Graz, Salzburg, Wien, Basel) und arbeitete zudem von 1997 bis 2003 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Internationalen Schönberg-Gesellschaft. Daneben erhielt er wiederholt Stipendien, die ihn zu Forschungsaufenthalten in die USA, nach Österreich und Italien führten. 2001 habilitierte er sich an der Paris-Lodron-Universität Salzburg mit einer Arbeit zu Schönbergs Mozart-Rezeption. Zu Schmidts Forschungsschwerpunkten und -interessen zählen zudem die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms sowie Fragen der Musikästhetik des 18. bis 20.Jahrhunderts.

Neuer Ordinarius für Personal und Organisation an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und damit Nachfolger des zurückgetretenen Prof. Werner Müller wird Prof. Michael Beckmann. Geboren 1966 in Wunstorf-Luthe, studierte er zunächst für ein Semester Ur- und Frühgeschichte in Kiel und nahm daraufhin sein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Hannover auf. 1993 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Personalwesen und Organisation an der Universität Würzburg sowie am Lehrstuhl für Personal- und Organisationsökonomie der Universität Freiburg. Dort promovierte er 1998 und war bis zu seiner Habilitation in Betriebswirtschaftslehre 2004 als wissenschaftlicher Assistent tätig. Darauf wurde er auf die Professur für Wirtschaftspädagogik, insbesondere Betriebspädagogik, am Departement für Betriebswirtschaft der Universität München berufen. Beckmanns aktuelle Forschungsgebiete sind unter anderem die betriebliche Arbeitsnachfrage im technologischen und organisatorischen Innovationsprozess (z. B. im Hinblick auf die Altersstruktur der Belegschaften), die Erfolgswirkungen befristeter Arbeitsverträge, Anreize der betrieblichen Erstausbildung sowie Komplementaritäten in der betrieblichen Personalpolitik. In Basel möchte er gerade auch diese Forschungsprojekte durch komparative Studien für den Schweizer und den deutschen Arbeitsmarkt erweitern. Er ist verheiratet und Vater eines Jungen.

An der Fakultät für Psychologie wird das neue Ordinariat für Molekulare Psychologie geschaffen und ad personam mit Prof. Andreas Papassotiropoulos besetzt. Papassotiropoulos übernimmt gleichzeitig die Leitung der Life Sciences Training Facility (LSTF) am Biozentrum. Er wurde 1970 in Athen geboren, studierte Humanmedizin an der Universität Bonn, wo er 1996 promovierte. Seine anschliessende Laufbahn umfasst unter anderem Tätigkeiten als Assistenzarzt für Psychiatrie sowie für Neurologie am Universitätsspital Bonn (1996–2000), als Oberarzt und Group Leader Clinical Genetics in der Abteilung für Psychiatrische Forschung der Universität Zürich (2000–2004) und seit 2003 als SNF-Förderprofessor an der Universität Zürich. Dazwischen lagen mehrere Forschungsaufenthalte in den USA, unter anderem im Laboratory of Neurogenetics am National Institute on Aging. Seine Facharztanerkennung als Psychiater und Psychotherapeut erlangte er 2001. Papassotiropoulos’ Forschungsschwerpunkte sind die molekularen Grundlagen höherer kognitiver Funktionen, besonders Gedächtnis, und die Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie der Alzheimer-Demenz. Er leistete bereits wichtige Arbeiten zu der Funktion des menschlichen Gedächtnisses, wobei er neuste Methoden der Molekulargenetik und -genomik anwendete. Zu seinen wichtigsten Zielen in Basel gehören die Erforschung der molekularen Grundlagen des Gedächtnisses beim Menschen, die Anwendung dieser Erkenntnisse für die Entwicklung besserer Therapien von Gedächtnisstörungen sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesem Gebiet. Diese Ziele sollen durch eine intensive transfakultäre Vernetzung der Molekularen Psychologie an der Universität Basel erreicht werden. Papassotiropoulos ist griechischer und deutscher Staatsangehöriger, verheiratet und Vater von drei Kindern.


 


Zur Kenntnis genommen hat der Universitätsrat die vom Rektorat vorgenommene Wahl von Prof. Moritz Lehmann zum Assistenzprofessor für Umweltgeowissenschaften (mit Tenure Track). 1971 in Freiburg/Br. geboren, studierte er Geologie an der Universität Tübingen, der California State University in San Diego (USA) sowie dem Departement für Erdwissenschaften der ETH Zürich, wo er 1998 sein Diplom und 2002 seine Promotion abschloss. Thema seiner Dissertation war die Isotopendynamik des Stickstoffkreislauf im Luganersee. Danach arbeitete er, zuerst als Visiting Research Fellow mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und später als Research Associate, am Department for Geosciences der Princeton University in Princeton (USA). Seit 2004 ist Lehmann als Professor (mit Tenure Track) am Departement des Sciences de la Terre et de l'Atmosphère an der Université du Québec in Montréal (Kanada) tätig. Seine Forschungsgebiete sind unter anderem die Geochemie stabiler Isotope, die Umwelt- und aquatische Biogeochemie und die chemische Ozeanographie. Er beschäftigt sich mit globalen und regionalen Stoffkreisläufen, vor allem dem des Stickstoffs. Lehmann ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Titularprofesssuren

Der Universitätsrat hat die von der Regenz beschlossene Ernennung folgender Personen zu Titularprofessoren und zur Titularprofessorin genehmigt: PD Dr. med. André Roger Miserez für Innere Medizin, PD Dr. sc.nat. ETH Nicole Schaeren-Wiemers für Neurobiologie und PD Dr. phil. Jürg Stöcklin für Botanik.

Habilitationen

Der Universitätsrat hat die von der Regenz beschlossene Erteilung der venia docendi an folgende Personen genehmigt: Dr. med. Nikolaus Aebli für Orthopädie (Umhabilitierung), Dr. med. Franziska Helena Bernet für Herz- und Thoraxchirurgie, Dr. med. Jian Farhadi für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Dr. med. Thomas Herbert Gross für Chirurgie (Traumatologie), Dr. med. Igor Langer für Chirurgie, Dr. med. Luigi Tornillo für Allgemeine und spezielle Pathologie, Dr. med. Peter Tschudi für Hausarztmedizin, Dr. phil. Alexander Markschies für Kunstgeschichte, Dr. Maria Teresa de los Arcos de Pedro für Physik, Dr. sc.nat. Kurt E. Hersberger für Klinische Pharmazie, Dr. rer.pol. Petra Gerlach für Nationalökonomie, Dr. phil. Simone Munsch für Psychologie.

Weiter hat der Universitätsrat

  • zwei neue Studiengänge genehmigt: den Master-Studiengang Mehrsprachigkeit an der Philosophisch-Historischen Fakultät und den speziellen Master-Studiengang Infektionsbiologie und Epidemiologie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät;

  • und auch die Freigabe einer Professur für Englische Linguistik an der Philosophisch-Historischen Fakultät genehmigt.

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