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Universität Basel

26. September 2002

Beate Söntgen erste Laurenz-Professorin für zeitgenössische Kunst

Die erste Laurenz-Assistenzprofessur für zeitgenössische Kunst an der Universität Basel ist besetzt: Das Rektorat hat auf den von der Laurenz-Stiftung finanzierten Lehrstuhl die Deutsche Dr. Beate Söntgen gewählt. Sie tritt ihre neue Stelle am 1. Oktober 2002 an. Das Ausbildungsangebot der Universität Basel wird damit im Bereich der zeitgenössischen Kunst wesentlich verstärkt.

Die neue Laurenz-Assistenzprofessur am Kunsthistorischen Seminar der Universität ist vorerst auf fünf Jahre befristet. Sie wird besonders auf das in Münchenstein BL entstehende Schaulager der Basler Laurenz-Stiftung ausgerichtet sein. Das Schaulager, zurzeit noch im Bau, soll im Mai/Juni 2003 eröffnet werden. In dieser nur teilweise öffentlichen Institution werden die nicht ausgestellten Werke der Emanuel-Hoffmann-Stiftung aufbewahrt und der Forschung zugänglich gemacht.

Dr. Beate Söntgen, die erste Laurenz-Assistenzprofessorin, ist zurzeit wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Geboren 1963 in Stolberg (Deutschland), studierte sie Kunstgeschichte, Philosophie und Neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg/Lahn und an der Freien Universität Berlin. Dort promovierte sie 1996 mit einer Arbeit über den deutschen Maler Wilhelm Leibl (1844-1900) und die Wahrnehmung des Realismus (erschienen 2000 im Wilhelm Fink Verlag, München). Von 1996 bis 1998 war sie Postdoc-Stipendiatin des Graduiertenkollegs "Repräsentation - Rhetorik - Wissen" an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Beate Söntgen hat mehrere Stipendien erhalten und ist als Organisatorin von Symposien aktiv. Neben Tätigkeiten in Ausstellungsprojekten und als Kulturjournalistin war sie auch Herausgeberin der Publikation "Rahmenwechsel. Kunstgeschichte als feministische Kulturwissenschaft" (Akademie-Verlag, Berlin 1996). Demnächst erscheint der gemeinsam mit Hannes Böhringer herausgegebene Tagungsband "Wilhelm Worringers Kunstgeschichte" (Wilhelm Fink Verlag, München). Ihre Forschungsschwerpunkte sind, neben der zeitgenössischen Kunst, die Kunst des 19. und des 17. Jahrhunderts, Kunsttheorie und Ästhetik sowie die Gender Studies in der Kunstwissenschaft.

Mit der Einrichtung einer dritten Professur und der Laurenz-Assistenzprofessur erfährt die Kunstwissenschaft an der Universität Basel auf das Wintersemester 2002/03 einen starken Ausbau. Die Laurenz-Stiftung als Trägerin des Schaulagers geht damit eine wissenschaftliche Partnerschaft mit der Universität ein, welche die Lehre, die Durchführung wissenschaftlicher Projekte und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen umfasst. Diese Konzeption illustriert auf exemplarische Weise die Kooperation zwischen der Universität und den Kunstsammlungen in der Region Basel. Die neue Professur ist als Nachwuchsstelle angelegt und fügt sich damit in die Bestrebungen der Universität zur Förderung junger, begabter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein.

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