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Universität Basel

11. Dezember 2015

Hirndoping ist bei Schweizer Studierenden unbeliebt

In der Schweiz wird ehrlich studiert: Die überwiegende Mehrheit der befragten Studierenden sprachen sich gegen pharmazeutische kognitive Leistungssteigerung aus. Dennoch sollte das Thema von den Universitäten aktiver behandelt werden, fordert die im Wissenschaftsjournal Plos One veröffentlichte Studie.

Ritalin-Tabletten
Ritalin-Tabletten (Bild: Sponge | CC-BY-SA-3.0)

Kognitive Leistungssteigerung durch Arzneimittel ist unfair – diese Meinung vertreten 70% der Studierenden in der Schweiz. In einer Studie mit über 3000 Teilnehmenden erforschte das Team von Prof. Matthias Liechti vom Universitätsspital Basel in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung der Universität Zürich die Haltung von Hochschülern zum Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Ritalin versus Energydrinks

Der Fragebogen, der von Studierenden der Universitäten Basel und Zürich und der ETH Zürich beantwortet wurde, fragte nach Gebrauch und Einstellung zu Substanzen wie Ritalin, Antidepressiva, dem gegen Schlafkrankheiten eingesetzten Modasomil und Betablockern sowie einer Vielzahl an Freizeitdrogen. 22% der Befragten gaben an, mindestens einmal einen der genannten Stoffe zum effektiveren Lernen benutzt zu haben. Studierende, die Erfahrung mit Leistungssteigerung durch Arznei hatten, bewerteten die Nutzung denn auch deutlich wohlwollender (24% halten sie für fair), als solche ohne (11%).

Unfair und unsicher

Ein Grossteil der Teilnehmenden drückte Bedenken hinsichtlich Risiken und Nebenwirkungen der Arzneimittel aus. Ebenfalls zeigten sich viele besorgt, dass bei verbreitetem Gebrauch Druck auf Nicht-Anwender entstehen könnte, die kognitiven Fähigkeiten ebenfalls durch pharmazeutische Wirkstoffe zu erhöhen. Die Frage, ob die Hochschulen deren Verwendung strikt regulieren sollten, spaltete die Befragten jedoch in zwei gleich grosse Lager.

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