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Universität Basel

27. Februar 2015

Bakterielle Harpune im Nanomassstab

Einen Mikrometer lang und weniger als dreissig Nanometer breit – ungefähr tausend Mal dünner als ein menschliches Haar –, das ist die Grösse einer bakteriellen «Harpune». Dieses sogenannte Typ-VI-Sekretionssystem von Bakterien ist eine beinah unschlagbare Waffe im Kampf gegen Konkurrenten oder beim Befall von Wirtszellen. In ihrer aktuellen Veröffentlichung in «Cell» gibt das Team von Prof. Marek Basler vom Biozentrum der Universität Basel Aufschluss über die atomare Struktur dieses Sekretionsapparates.

Struktur der kontrahierten Hülle des Typ-VI-Sekretionssystems von Vibrio cholerae.
Struktur der kontrahierten Hülle des Typ-VI-Sekretionssystems von Vibrio cholerae. © Universität Basel, Biozentrum.

Viele verschiedene Arten von Bakterien einschliesslich des Erregers der Cholera oder der Lungenentzündung nutzen das Typ-VI-Sekretionssystem (T6SS), um eukaryotische Wirtszellen, aber auch Konkurrenten in der Umgebung zu töten und so ihre eigenen Überlebenschancen zu verbessern. Dieses vielfältige Werkzeug spielt aber nicht nur für die Virulenz von Krankheitserregern eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Symbiose sowie den Wechselwirkungen zwischen Bakterien. Ein Team von Forschern unter der Leitung von Marek Basler, Professor am Biozentrum der Universität Basel, hat nun die Struktur eines bedeutendes Bauteils des T6SS auf atomarer Ebene aufgeklärt und gewährt damit ganz neue Einblicke in den Aufbau dieser Nanomaschine.

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