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Universität Basel

Silvia Arber erhält den Otto-Naegeli-Preis 2014

Die Neurobiologin Silvia Arber, Professorin am Biozentrum der Universität Basel und am Friedrich-Miescher-Institut, wird mit dem Otto-Naegeli-Preis 2014 der Otto-Naegeli-Stiftung ausgezeichnet. Der Otto-Naegeli-Preis zur Förderung der medizinischen Forschung ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Schweiz. Die Preisverleihung findet am 28. Mai an der Universität Basel statt.

05. März 2014

Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung Arbers Forschung über die Entstehung und Funktionsweise neuronaler Netzwerke. «Die Entdeckungen von Silvia Arber haben die Erforschung der Nervenzellnetzwerke, die unsere Bewegungsabläufe steuern, vorangebracht und entscheidend transformiert. In den letzten Jahren konnte sie zeigen, dass das motorische Nervensystem auf verschiedenen Ebenen aus funktionellen Untereinheiten besteht, die für ein perfektes Zusammenspiel von Nerven und Muskeln sorgen und so Bewegungen koordinieren. Wir sind überzeugt, dass besonders diese Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit medizinisch relevant sein werden», begründet die Otto-Naegeli-Stiftung die Auszeichnung.

Silvia Arber, derzeit eine der erfolgreichsten Schweizer Biologinnen, ist Professorin für Neurobiologie am Biozentrum der Universität Basel und gleichzeitig Forschungsgruppenleiterin am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI). Seit Beginn ihrer Forscherkarriere sucht sie Antworten auf grundlegende Fragen, wie neuronale Netzwerke sich entwickeln und funktionieren.

Arber studierte Biologie am Biozentrum der Universität Basel und promovierte anschliessend im Labor von Prof. Pico Caroni am FMI. Anschliessend ging Arber, gefördert durch ein Langzeitstipendium des «Human Frontier Science Program», an die Columbia University in New York und untersuchte dort im Labor von Prof. Thomas Jessell die Reifung von Nervenzellen des Rückenmarks. Im Jahr 2000 folgte sie dem Ruf der Universität Basel und forscht seitdem mit ihrem Team am Biozentrum und am FMI.

In ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen wichtigen Forschungspreisen geehrt, darunter mit dem Pfizer Research Prize (1998), dem Nationalen Latsis-Preis (2003), dem Schellenberg-Preis der Internationalen Stiftung für Forschung in Paraplegie (2005) sowie dem Friedrich Miescher Award (2008). Vom Europäischen Forschungsrat (ERC) erhielt Arber im Jahr 2010 einen der begehrten «ERC Advanced Investigator Grants».

Renommierter Schweizer Wissenschaftspreis

Der mit 200'000 Franken dotierte Otto-Naegeli-Preis wird alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten auf dem Gebiet der medizinischen und biomedizinischen Forschung verliehen. Er gehört zu den angesehensten Wissenschaftspreisen der Schweiz. Die Preisträger werden jeweils von einem Preisrat, bestehend aus dem Präsidenten der Otto-Naegeli-Stiftung und den früheren Preisträgern, bestimmt. Der Otto-Naegeli-Preis wurde 1960 zum Andenken an den international bekannten Mediziner und Forscher Otto Naegeli ins Leben gerufen; mit der Vergabe soll die medizinische Forschung in der Schweiz gefördert werden.

Die Verleihung des Otto-Naegeli-Preises ist öffentlich. Sie findet am Mittwoch, 28. Mai 2014, von 16.30 bis 18 Uhr in der Alten Aula der Universität Basel im Naturhistorischen Museum Basel statt.


Bildmaterial

Ein druckfähiges Foto von Prof. Silvia Arber befindet sich in der Mediendatenbank.

Weitere Auskünfte

Prof. Dr. Silvia Arber, Universität Basel, Biozentrum, Tel. +41 61 267 20 57, E-Mail: silvia.arber@unibas.ch

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