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Universität Basel

25. September 2015

Soziales Privatrecht und Infektionsbiologie: Neue Professoren an der Universität Basel

Zwei neue Associate-Professoren an der Universität Basel: Der Universitätsrat hat Prof. Kurt Pärli zum Professor für Soziales Privatrecht und Prof. Sébastien Gagneux zum Professor für Infektionsbiologie gewählt.

Porträt von Prof. Kurt Pärli. (Foto: zvg)
Prof. Kurt Pärli. (Foto: zvg)

Der neue Professor für Soziales Privatrecht an der Juristischen Fakultät, Prof. Kurt Pärli, ist derzeit Dozent und Leiter des Zentrums für Sozialrecht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur, seit 2010 zudem Privatdozent für Arbeits- und Sozialversicherungsrecht an der Universität St. Gallen. Er wurde 1963 in Bern geboren, bildete sich zunächst in sozialer Arbeit aus und absolvierte nach einigen Jahren Berufstätigkeit ein zweites Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Fribourg und St. Gallen. Seine 2003 abgeschlossene Dissertation an der Universität St. Gallen wurde mehrfach ausgezeichnet. Von 2001 bis 2006 war er als Professur an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten tätig, darauf 2007 als Gastforscher an der Humboldt-Universität Berlin.

2009 habilitierte sich Pärli an der Universität St. Gallen über Vertragsfreiheit, Gleichbehandlung und Diskriminierung im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis: Völker- und verfassungsrechtlicher Rahmen und Bedeutung des europäischen Gemeinschaftsrechts. Er gilt als erfahrener und innovativer Forscher, der in seinen zahlreichen Publikationen den traditionellen Rahmen der Fachdisziplinen zuweilen auch verlässt. Seine Schwerpunkte liegen im Diskriminierungsschutzrecht, Recht der beruflichen Wiedereingliederung, HIV/Aids und Recht sowie allgemein schweizerisches und europäisches Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, Gesundheits- und Datenschutzrecht. Er ist verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder.

Porträt von Prof. Sébastien Gagneux. (Bild: Swiss TPH, Christian Flierl)
Prof. Sébastien Gagneux. (Bild: Swiss TPH, Christian Flierl)

Tuberkuloseforschung am Swiss TPH

Prof. Sébastien Gagneux ist neuer Professor für Infektionsbiologie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und dem mit der Universität assoziierten Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH). Er ist hier bereits seit 2010 als SNF-Förderungsprofessor tätig. Geboren 1969 in Basel, promovierte er nach seinem Studium an der Universität Basel im Jahr 2001 und forschte bis 2005 als Postdoktorand an der Universität Stanford sowie 2005 bis 2007 am Institut für Systembiologie in Seattle (USA). Darauf leitete er während drei Jahren ein Forschungsprogramm am MRC National Institute for Medical Research in London.

2012 wurde Gagneux mit einem der begehrten «Starting Grants» des European Research Council für innovative Grundlagen- und Pionierforschung ausgezeichnet, und seit 2014 leitet er das Konsortium «TbX», das von der Schweizer Forschungsinitiative in Systembiologie «SystemsX.ch» unterstützt wird. In diesen Forschungsprojekten befasst er sich mit Multiresistenzen des Tuberkulosebakteriums gegen Antibiotika. Damit sollen die Entwicklung von neuen Antibiotika und bessere Behandlungsmethoden gegen Tuberkulose unterstützt werden. Gagneux ist verheiratet und Vater eines Sohns.

Freigabe und Titularprofessur

Weiter hat der Universitätsrat von Bericht und Antrag zur Besetzung einer gemeinsamen Professur mit der Universität Kapstadt Kenntnis genommen und die Professur für Urban Studies zur Besetzung freigegeben. Schliesslich hat der Rat die Ernennung von Dr. Marc Bühler zum Titularprofessor für Molekularbiologie genehmigt, die von der Regenz beschlossen worden war.


Weitere Auskünfte

Matthias Geering, Leiter Kommunikation & Marketing der Universität Basel, Tel. +41 61 267 35 75, mobil: +41 79 269 70 71, E-Mail: matthias.geering@unibas.ch

Bildmaterial

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