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Universität Basel

28. Juni 2012

Neues Einreihungs- und Beförderungssystem von Professuren

Die Universität Basel will ihr Einreihungs- und Beförderungssystem ihrer Professorinnen und Professoren vereinheitlichen und vereinfachen. Neu werden dabei drei Hauptkategorien unterschieden: sogenannte strukturelle Professuren, SNF-Förderprofessuren und nichtstrukturelle Professuren; die Bezeichnungen Ordinariat und Extraordinariat entfallen. Der Universitätsrat hat das neue Professuren-Modell genehmigt.

Das derzeitige Einreihungs- und Beförderungssystem für Professuren ist teilweise uneinheitlich und nur partiell qualitätsorientiert. Es war von einer Arbeitsgruppe kritisch durchleuchtet worden, deren Bericht nach der Regenz nun auch vom Universitätsrat zur Kenntnis genommen wurde. Die daraus resultierenden Anpassungen in den Rechtsordnungen der Universität werden dem Universitätsrat noch im Herbstsemester 2012 vorgelegt. Ebenfalls sollen den Regierungen der Trägerkantone die entsprechenden Anpassungen bei den Eckwerten der Anstellungsbedingungen zur Genehmigung beantragt werden.

Drei Kategorien 

Nach dem neuen Modell wird die erste Kategorie, die strukturellen Professuren, situativ auf der Ebene Tenure-Track-Assistenzprofessor/in, Associate Professor/in oder Professor/in besetzt, und zwar in der Regel nach „Open-Rank“-Ausschreibungen. Beförderungen zur nächsten Stufe bedingen jeweils ein Evaluationsverfahren. Die Karriere von Inhaber/innen einer strukturellen Professur wird auf individueller Leistung und nicht auf vorgegebenen Strukturen basiert.

Die SNF-Förderprofessor/innen, die zweite Kategorie, gehören zur ersten Gruppierung, werden aber durch den SNF nach dessen Kriterien ernannt; bezüglich Befristung sind sie den nichtstrukturellen Assistenzprofessor/innen, der dritten Kategorie, gleichgestellt. Diese werden auf Antrag der Fakultäten vom Rektorat auf eine Dauer von fünf Jahren gewählt, in der Regel ohne Verlängerungsmöglichkeit und Evaluation. Beibehalten, aber einheitlich geregelt werden die Titularprofessuren.

Für jede Professuren-Kategorie gelten einheitliche Berufungs-, Wahl- bzw. Ernennungsprozesse und Evaluationsregeln. Befristete Professor/innen erhalten dieselben akademischen Rechte und Pflichten wie die unbefristeten. Die Pensionierung bei strukturellen und nichtstrukturellen Professuren erfolgt zudem einheitlich im Alter von 65 Jahren, in Ausnahmefällen mit der Möglichkeit einer zweijährigen Verlängerung.

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