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Universität Basel

19. Juni 2009

Neue Professoren an der Universität Basel

Der Universitätsrat der Universität Basel hat Prof. Dr. Richard Warburton zum Ordinarius für Experimentelle Physik der Kondensierten Materie, Prof. Markus Tolnay zum Ordinarius für Pathologie, Prof. Christoph Hess zum Ordinarius für Ambulante Innere Medizin und Prof. Alois Stutzer zum Ordinarius für Public Choice and Public Economics gewählt. Neue Extraordinarien an der Medizinischen Fakultät werden Prof. Michael Sinnreich, Prof. Christoph Stippich, Prof. Markus Heim und Prof. Thomas Szucs.

Prof. Richard J. Warburton, der neue Ordinarius für Experimentelle Physik der Kondensierten Materie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ist derzeit Professor an der Heriot-Watt University in Edinburgh. Geboren 1965, studierte er Physik in Oxford, wo er 1991 promovierte. Von 1990 bis 1993 war er als Junior Research Fellow am Clarendon Laboratory in Oxford tätig und forschte darauf als Stipendiat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er 1996 zum Assistenzprofessor gewählt wurde. Nach der Habilitation im Jahr 2000 folgte er einem weiteren Ruf der Heriot-Watt University in Edinburgh, wo er zunächst Lecturer, dann Reader und 2005 als Professor tätig war.

Warburton gehört zu den international führenden Forschern auf dem Gebiet der Spektroskopie an Halbleitern. Dabei gelang es ihm, einzelne Quantenpunkte mit einzelnen Elektronen zu laden und einen optischen «Fingerabdruck» für die Ladung zu entdecken. In Basel moechte er kohärente Quantenzustände in nanostruktuierten Halbleitern herstellen und manipulieren mit dem Ziel, Ideen in Quanten-Metrologie, -Communication und -Information umzusetzen. Warburton ist verheiratet und Vater zweier Buben.

Der neue Ordinarius für Pathologie an der Medizinischen Fakultät, Prof. Markus Tolnay, ist hier derzeit Extraordinarius und Leiter der Abteilung für Neuropathologie; neu wird er nun Chefarzt und Leiter des Instituts für Pathologie des Universitätsspitals Basel. Geboren 1962 in Dornach SO, erlangte er nach dem Medizinstudium an der Universität Basel im Jahr 1989 die Doktorwürde und 1995 den Facharztitel für Pathologie. Seine Fachausbildung absolvierte er am Kantonsspital Aarau und am Universitätsspital Basel; 1997 und 1998 war er zudem als Research Fellow an den britischen Universitäten Cambridge und Southampton tätig. 2000 habilitierte er sich an der Universität Basel und wurde hier 2003 zum Titularprofessor für Pathologie und Neuropathologie gewählt.

Sein Forschungsschwerpunkt liegt in den molekularen Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen, insbesondere der Alzheimer-Demenz, unter Einbezug transgener Mausmodelle. Seine jüngsten Arbeiten wurden eben in der renommierten Fachzeitschrift «Nature Cell Biology» publiziert und sind weltweit auf grosses Interesse gestossen. Im Auftrag der Schweizerischen Gesellschaft für Neuropathologie leitet Tolnay das Referenzzentrum für Neurodegeneration und Demenzen. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Neuer Ordinarius für Ambulante Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät und Chefarzt der Medizinischen Poliklinik am Universitätsspital Basel (USB) wird Prof. Christoph Hess, heute SNF-Förderungsprofessor und Leitender Arzt in der Klinik für Innere Medizin/USB. Geboren 1970 in Zürich, studierte er Medizin in Zürich und Lausanne, wo er 1996 das Staatsexamen ablegte; nach einem naturwissenschaftlichen Zweitstudium erfolgte 1999 die Doppelpromotion an der Universität Basel. Nach längeren Aufenthalten am Hammersmith Hospital in London und am Massachusetts General Hospital/Harvard Medical School habilitierte er sich 2005 wiederum in Basel.

Seine hauptsächlichen Forschungsaktivitäten liegen in der klinischen Immunologie, wobei er sich vor allem mit viralen Erkrankungen bei immunsupprimierten Personen befasst. Zentrales Ziel von Hess ist es, eine gute und intensive Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen aufzubauen und zu pflegen. Weiter möchte er das Profil der Poliklinik als universitäres Zentrum mit interdisziplinärem Charakter und starker Integration aller Fachkräfte zum Wohl der Patienten stärken. Hess ist verheiratet und Vater eines Sohns und zweier Töchter.

Prof. Alois Stutzer wird neuer Ordinarius für Public Choice and Public Economics an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, wo er bereits seit 2006 als Assistenzprofessor tätig ist. Geboren 1972 und aufgewachsen im Kanton Zug, studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, wo er mit einer Arbeit zur ökonomischen Analyse menschlichen Wohlbefindens im Jahr 2001 promovierte. Darauf war er als Research Fellow an der Boalt Hall School of Law der University of California, Berkeley, tätig, und von 2003 bis 2006 war er Oberassistent am Institut für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich, wo er sich 2007 habilitierte.

Seine bevorzugten Forschungsgebiete sind Public Economics, Politische Ökonomie, Ökonomische Analyse des Rechts sowie Ökonomie und Psychologie. In seiner zukünftigen Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage, wie politische Institutionen systematisch die Auswahl von Personen mit spezifischen Charakteristika und Interessen für hoheitliche Positionen beeinflussen und welche Auswirkungen dies für das Ergebnis des politischen Prozesses hat. Stutzer ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Sinnreich wird neuer Extraordinarius für Neurologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Geboren 1969, studierte er in Basel gleichzeitig Medizin und Biologie II und promovierte 1998 an der Medizinischen Fakultät sowie im Jahr 2000 in Biologie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (Friedrich-Miescher-Institut). Weitere Ausbildungen führten ihn an die Universitätsspitäler Basel (1995 bis 1998) sowie Genf (1998 bis 2001), weiter von 2002 bis 2003 an die Mayo Clinic in Rochester, MN, USA und ans Montreal Neurological Institute, Montreal, Kanada von 2003 bis 2004.

Michael Sinnreich ist seit 2004 als Assistenzprofessor am Montreal Neurological Institute and Hospital an der McGill Universität in Montreal tätig. Sein wissenschaftliches Hauptgebiet ist die Erforschung von neuromuskulären Erkrankungen, im Speziellen die molekularen Ursachen von Muskeldystrophien.

Prof. Christoph Stippich, neuer Extraordinarius für Neuroradiologie an der Medizinischen Fakultät, ist derzeit Professor und Geschäftsführender Oberarzt an der Abteilung Neuroradiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Am Universitätsspital Basel wird er zudem Leiter der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie.

Stippich wurde 1966 geboren, studierte Medizin in Marburg und erhielt seine Ausbildung in Neurologie, Radiologie und Neuroradiologie an den Universitäten Erlangen, Marburg und Heidelberg. Seine Promotion erfolgte 1995, seine Habilitation 2004. In Heidelberg ist er seit 1997 Leiter einer Arbeitsgruppe für Neuroimaging und seit 2004 Koordinator für klinisch-neuroradiologische Forschung. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der multimodalen strukturellen und funktionellen Bildgebung des Gehirns. Stippich ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Extraordinarius für Hepatologie an der Medizinischen Fakultät wird Prof. Markus Heim, Leitender Arzt der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie des Universitätsspitals Basel; hier wird er neu Stellvertretender Chefarzt für Gastroenterologie. Geboren 1961 in Basel, studierte er hier Medizin und forschte nach der Promotion von 1988 bis 1991 am Biozentrum der Universität. Darauf war er unter anderem Assistenzarzt am Departement Innere Medizin am damaligen Kantonsspital Basel und Postdoctoral Fellow an der Rockefeller University sowie Assistenzarzt in der Hepatologisch-Gastroenterologischen Klinik am Klinikum der Albert-Ludwigs Universität Freiburg/Br. 1997 wurde er in Basel zum Forschungsgruppenleiter des Hepatologie-Labors am Zentrum für Lehre und Forschung ernannt; 1998 erfolgte die Habilitation in Innerer Medizin und 2003 die Ernennung zum Titularprofessor der Universität Basel.

Seine Forschungsgebiete sind die Behandlung der viralen chronischen Hepatitis, die Interferon-Wirkung in der Leber sowie die Entstehung des Leberkrebses. Heim ist verheiratet und hat drei Kinder.

Prof. Thomas Szucs, der neue Extraordinarius für Pharmazeutische Medizin an der Medizinischen Fakultät, ist seit 2003 Co-Direktor am Europäischen Zentrum für Pharmazeutische Medizin in Basel und als Gesundheitsökonom am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich tätig. Geboren 1960 in Basel, studierte er hier Medizin und arbeitete nach der Promotion 1987 bei Hoffmann-La Roche, zuletzt als weltweiter Leiter der Gesundheitsökonomie; gleichzeitig absolvierte er Nachdiplomstudien in Wirtschaftswissenschaften mit MBA-Abschluss 1991.

Darauf war er Unternehmensberater und von 1993 bis 1996 am Departement Innere Medizin der Ludwig-Maximilians-Universität München für Pharmakoökonomie angestellt. 1996 erhielt Szucs von der Universität Mailand den Titel eines Professors für Pharmakologie und Pharmakoökonomie und leitete dann die Abteilung Medizinische Ökonomie am Universitätsspital Zürich; 2001 bis 2003 war er zudem Chief Medical Officer der Hirslanden Holding in Zürich. Neben Facharzttiteln in Präventivmedizin und Pharmazeutische Medizin bildete er sich an der Harvard Universität (Master of Public Health) sowie an der Juristischen Fakultät der Universität Zürich (LLM) weiter. Szucs ist verheiratet und Vater einer Tochter.

Neuer Assistenzprofessor für Urologie

Prof. Alexander Bachmann wurde vom Rektorat der Universität Basel rückwirkend auf den 1. Mai 2009 zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Urologie an der Medizinischen Fakultät gewählt. Gleichzeitig erfolgte die Ernennung zum Chefarzt an der Urologischen Klinik des Universitätsspitals Basel. Bachmann, geboren 1968 in Leipzig, studierte Humanmedizin in Greifswald und Leipzig. 1997 promovierte er an der Universität Leipzig, erwarb 2001 den Facharzttitel für Urologie und habilitierte 2006 an der Universität Basel. Stationen seiner Berufsausbildung und seiner ärztlichen Tätigkeit bildeten urologische Kliniken und Abteilungen in St. Gallen, Köln, Zürich, Gelsenkirchen und Leverkusen.

Ab 2002 arbeitete Bachmann – unterbrochen von einer einjährigen Tätigkeit an einer Münchner Klinik – als Oberarzt an der Urologischen Klinik des Universitätsspitals Basel. 2006 erfolgte die Ernennung zum Leitenden Arzt und Leiter ad interim der Basler Urologischen Klinik, die zusammen mit der Urologischen Klinik des Kantonsspitals Liestal die Urologische Universitätsklinik beider Basel bildet. Zu den Schwerpunkten seiner Forschung zählen die Laparoskopie, die Uro-Onkologie, die Harnröhren- und Inkontinenzchirurgie sowie die Behandlung von Prostatavergrösserungen, speziell mit Grünlicht-Laser. Alexander Bachmann ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Titularprofessuren

Der Universitätsrat hat die von der Regenz beschlossene Ernennung folgender Personen zu Titularprofessoren und zur Titularprofessorin genehmigt:

  • Prof. Dr. Florian Froehlich für Gastroenterologie
  • Prof. Dr. Dr. Ursula Günthert für Immunologie
  • Prof. Dr. Marius Edgar Kraenzlin für Innere Medizin, speziell Endokrinologie/Diabetologie
  • Prof. Dr. Christian Sticherling für Kardiologie

Beförderungen

Im Weiteren hat der Universitätsrat die Extraordinarien Prof. Urs Behnisch und Prof. Lukas Handschin zu Ordinarien an der Juristischen Fakultät befördert.


Fotos

Fotos der neu gewählten Professorinnen und Professoren befinden sich in der Mediendatenbank.

Weitere Auskünfte

Christoph Dieffenbacher, Öffentlichkeitsarbeit der Universität Basel, Tel. 061 267 30 15, E-Mail: ch.dieffenbacher@unibas.ch

 

Weiterführende Informationen
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