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Universität Basel

03. Februar 2014

Life-Sciences-Campus Schällemätteli: ETH-Departement für Biosysteme erhält fünfeckigen Neubau

Baustein des Life-Sciences-Campus: Der Neubau für das D-BSSE kommt an der Ecke Klingelberg- und Schanzenstrasse zu liegen. (Visualisierung: Nickl & Partner)
Baustein des Life-Sciences-Campus: Der Neubau für das D-BSSE kommt an der Ecke Klingelberg- und Schanzenstrasse zu liegen. (Visualisierung: Nickl & Partner)

Der Life-Sciences-Campus auf dem Schällemätteli-Areal nimmt weiter Gestalt an. Mit dem Entwurf eines fünfeckigen Forschungs- und Lehrgebäudes hat das Architekturbüro Nickl & Partner aus München den Wettbewerb um einen Neubau für das ETH-Departement für Biosysteme (D-BSSE) für sich entschieden.

Das Preisgericht unter dem Vorsitz des Basler Kantonsbaumeisters Fritz Schumacher hat einstimmig das Projekt 540 Grad der Münchner Architekten Nickl & Partner zur Weiterbearbeitung empfohlen. Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch sein städtebauliches Konzept, die Ausrichtung und Masstäblichkeit zu den benachbarten Gebäuden sowie die gute Verbindung zum Campus Schällemätteli. Besonders gelobt wurden auch die interne Organisation des Gebäudes sowie die Anordnung der wissenschaftlichen Einheiten, welche die Betriebsabläufe und die Kommunikation optimal unterstützen.

Ausgeschrieben war ein Wettbewerb für ein Forschungs- und Lehrgebäude für die ETH Zürich, das diese aber nicht selber nutzen wird. Das «Departement of Biosystems Science and Engineering» (D-BSSE) der ETH Zürich, das sich heute auf dem Rosentalareal in Basel befindet, wird das Gebäude als Mieter beziehen.

Bis 2020 soll nun in der südlichen Ecke des Campus Schällemätteli ein modernes Forschungs- und Lehrgebäude mit sechs oberirdischen Geschossen entstehen, in dem 400 bis 500 Personen auf 15‘500 Quadratmetern lernen, arbeiten und forschen werden.

Moderne Infrastruktur für Forschung und Lehre

Für die Universität Basel stellt der Wettbewerbsentscheid einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Life-Sciences-Campus auf dem Schällemätteli-Areal dar. «Hier entsteht eine moderne Infrastruktur, die für eine leistungsfähige Forschung in unserer Region enorm wichtig ist», so Christoph Tschumi, Verwaltungsdirektor der Universität Basel. Der Neubau schafft optimale Voraussetzungen für die Ausbildung von Studierenden und für eine enge Forschungskooperation zwischen der ETH Zürich und der Universität Basel, die bereits heute Früchte trägt, wie die Vergabe des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Molecular Systems Engineering» nach Basel gezeigt hat. Dieser wird vom Departement Chemie der Universität Basel und dem D-BSSE der ETH Zürich gemeinsam geleitet und hat zum Ziel, aus Molekülen kleinste künstliche Maschinen und Fabriken zu entwickeln.

Die rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des D-BSSE forschen auf dem Gebiet der Systembiologie und synthetischen Biologie. Mit dem Neubau erhalten die Forschungsgruppen nicht nur eine moderne Plattform: «Der neue Standort hat den zusätzlichen Vorteil, dass unsere Forschenden in unmittelbarer Nachbarschaft zum Biozentrum und zur klinischen Forschung sind und somit Teil eines Clusters werden, der dem Austausch zwischen ETH und Universität Basel nur förderlich sein kann», so Prof. Roman Boutellier, Vizepräsident Personal und Ressourcen der ETH Zürich.

Universität erstellt die Hülle, die ETH besorgt den Innenausbau

Die Gesamtkosten für den fünfeckigen Neubau belaufen sich auf rund 200 Mio. Franken. Das Projekt wird in einer gemeinsamen Projektorganisation mit Beteiligung der ETH Zürich, der Universität Basel und dem Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt abgewickelt. Während der Rohbau und die Fassade (core & shell) im Eigentum der Universität Basel gebaut und der ETH Zürich vermietet wird (Rohbaumiete), wird der Innenausbau und die Betriebseinrichtung direkt durch die ETH finanziert.

Bis Ende dieses Jahres soll das Vorprojekt abgeschlossen sein, 2015 darauf soll die Baueingabe erfolgen. Für die Realisierung sind rund dreieinhalb Jahre geplant, sodass der Neubau bis im Winter 2019/20 fertiggestellt und bezugsbereit sein wird.

Hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge

Von 69 Bewerbern aus dem In- und Ausland wurden 18 zum Wettbewerb zugelassen; 17 Teams haben schliesslich ein Projekt abgegeben. Angesichts der hohen Qualität der eingereichten Arbeiten entschied das Preisgericht, die Preissumme an die Teilnehmer zu erhöhen. Durchgeführt wurde der Architekturwettbewerb durch das kantonale Hochbauamt im Auftrag der Universität Basel und der ETH Zürich.

Ausstellung an der Maiengasse

Die Entwürfe des Siegerprojekts sind vom 4. bis 21. Februar 2014 in einer Ausstellung an der Maiengasse zu sehen. Maiengasse 11, Hinterhof, Werkstatt 1. Obergeschoss. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10–20 Uhr, Samstag von 10–16 Uhr.

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